Nach der Katastrophe im Fremdwelt-Planetensystem gibt es vielleicht eine Möglichkeit, das Wurmloch zur Erde wiederherzustellen. Also bricht ein Trupp aus bekannten Figuren auf, den Wurmlochtransporter zu reparieren. Friedenswahrer und Menschen, die früher auf verschiedenen Seiten standen, aber jetzt in ihrer Not vereint sind.
Gleichzeitig hat Kormaks Ex-Gehilfin Vasraa fiese Geschäfte am Laufen. Die auf Novis zurückgebliebenen Helden hoffen, dass Vasraa unvorsichtig wird, wenn einige ihrer Aufpasser nicht mehr hier sind. Dann kann man ihr vielleicht das Handwerk legen, während andernort das Wurmoch wieder aktiviert wird. Wäre doch mal ein schönes Happy End.
Durch Heftromanpech wird es an beiden Baustellen komplizierter und bedrohlicher, als es anfangs aussieht. Trotzdem erringt man am Ende Erfolge. Die Reparatur des Wurmlochtransporters ist in Vollem Gange und Vasraas Taten werden aufgedeckt.
Auf der Leserseite gibt es fast jedes Mal einen Brief von jemandem, der wie ich anfangs mit dem Fremdweltzyklus nichts anfangen konnte, anders als ich ihn jedoch spätestens ab der zweiten Zyklushälfte lieben lernte und erkannte, was die Autoren da geniales gezaubert haben. Naja, ich weiß nicht, ob Mad Mike zu negative Lesermeinungen zu seinem Baby überhaupt abdrucken würde. Ich jedenfalls war total froh, als der letzte Zyklus beendet wurde. Selbst die große Finalauflösung fand ich eher schlecht, sie konnte mich absolut nicht mit dem Setting versöhnen und mir zufriedenstellende Antworten liefern.
Nun geht es leider wieder zurück ins Fremdwelt-System. Davon will ich persönlich nichts mehr wissen, deshalb habe ich das Heft auch stoisch runtergerattert. Sascha Vennemann schätze ich als MX-Autor sehr. Tom und Xij sind schon lange Figuren, die ich mag. Zumindest damals, bevor es familiär wurde. Tom und Xijs Tochter Xaana ist mit Aki vom ehemaligen Novis-Widerstand zusammen. Befreundet ist Aki mit Zekiya, der Tochter von Bösewichtin Vasraa. Die steht jetzt zwischen den Stühlen. Hält sie zu ihrer Mutter oder zu den Gegnern ihrer Mutter, mit denen sie befreundet ist? Als wäre die Fremdwelt nicht schon schlimm genug, gibt es hier also auch genug „Coming of Age“ Teenie-Drama und Novis GZSZ. Absolut nicht meine Themen, aber überall sehr angesagt. Im modernen Heftroman menschelt es mehr als damals, wo es einfach nur um Dämonenjagd und Taratzenkämpfe ging.
Ich hätte mir den vollen Fokus auf die Erde gewünscht. Schon einem Wiedersehen mit den Hydree auf dem Mars stehe ich skeptisch gegenüber. Genau wie der Mars wird die Fremdwelt uns leider noch begleiten. Immerhin dümpeln dort noch genug Figuren herum, die man nicht einfach vergessen möchte. Total nachvollziehbar.
So ist dieser Roman gut geschrieben. Aber für mich echt uninteressant.
Auch wenn es daher mein Lesegefühl nicht widerspiegelt auf jeden Fall GUTe

:baff: :baff: :baff: (7 von 10 Kometen).