Handlung: Dieses Mal erhalten John und Suko den neuen Einsatzauftrag von der obersten Chefin, Christina Dick, persönlich. In Aberdeen wurden in den letzten beiden Wochen insgesamt vier Säuglinge entführt. Die Eltern der ersten drei Babys wurden getötet, die Ehefrauen jeweils drei Tage später als ihre Männer. Der letzte Fall ereignete sich ausgerechnet in Cove Bay, bei Aberdeen, wo auch Liliths inzwischen verlassenes Waisenhaus steht. Die Mutter Gilda McKilian beschrieb eine Frau, die wie ein Engel Liliths aussah, die ihren Sohn stahl und ein dämonisches Baby zurück ließ, dass ihren Mann tötete und seine Innereien fraß, bevor Gilda es mit einer Axt vernichtete. Kurz darauf erhält John einen Anruf von Carlotta, die bereits auf den selben Fall aufmerksam wurde, Als Carlotta vorschlägt sich aus der Luft in Aberdeen umzusehen, weist John sie rüde zurecht und verbietet ihr ausdrücklich dieses Vorhaben durch zu führen. Dafür ruft John Davina McCarthy in Rom an und bittet sie um ihre Unterstützung. Als John und Suko in Aberdeen eintreffen beginnt Lilith gleich mit ihrem Intrigenspiel. Sie manipuliert nicht nur nach Belieben die Geisterjäger, sondern sorgt auch noch für den Tod der einzigen Zeugin und zweier Polizeibeamter. Ausgerechnet John, der zuvor den besessenen Suko niederschlug, wird als Verdächtiger verhaftet, während Suko zur Beobachtung in eine Klinik gebracht wird. Hat Lilith damit bereits gesiegt und verhindert das die entführten Säuglinge jemals gefunden werden?
Meinung: Ian Rolf Hill setzte in seinem neuen Roman den Zyklus um Liliths dunkle Engel fort und kehrte dabei, nicht zufällig, an einen Ursprungsort mit Namen Cove Bay, bei Aberdeen, zurück. Sehr unterhaltsam und auch komisch, am Rand der Handlung, war der anfängliche Dialog mit Maxine und Carlotta am Frühstückstisch gewesen. Das gleiche galt für den ganz normalen Wahnsinn bei Cruciasta, wenn sich ihre Schützlinge Marylin Grey und Joel McCarthy, die sie betreute, mal wieder in den Haaren hatten und ihre suggestiven Fähigkeiten sehr gefragt waren.
Die Handlung um den Engel Liliths der Kinder stahl, war nicht nur gruselig sondern auch beängstigend zugleich. War es dieses Mal Lilitu? Die Legende dass Lilith für den plötzlichen Kindstod verantwortlich war, kannte ich noch nicht, aber so lernte ich mal wieder nebenbei etwas dazu.
Keine Überraschung war natürlich, dass Carlotta sich trotzig und uneinsichtig zeigte, Maxines und Johns Verbote und Warnungen in den Wind schlug und trotzdem, auf eigene Faust, nach Aberdeen flog.
Einmal mehr machte es Spaß, dieses Mal den Dialog zwischen John und dem Staatsanwalt Quinn zu lesen, in dem es wieder einmal um Johns ungewöhnlichen, in England nicht existierenden Dienstrang „Oberinspektor“ ging. Auch wenn dieser Gag immer wieder humorvoll war, wäre mein Vorschlag an die Autoren, doch einmal ernsthaft darüber nachzudenken, ob es nicht langsam an der Zeit war, kurz vor dem großen Jubiläum, John auf einen realistischen Dienstrang zu befördern. John hatte sich schließlich eine Beförderung, aufgrund seiner Verdienste und Erfolge, schon lange verdient.
Beim erneut spektakulären Finale bestätigte sich meine anfängliche Vermutung. Nach Naema und zuletzt Machalath stand dieses Mal Lilitu im Mittelpunkt der Handlung. Das Finale dieses Romans bescherte den Lesern und Leserinnen eine wahre Achterbahn der Gefühle. Außer John und Suko beteiligten sich auch Carlotta, Davina und Cruciata am finalen Kampf im ehemaligen Waisenhaus gegen Lilith, Lilitu und ihre Brut.
Das beste Beispiel für das gefühlsmäßige Auf und Ab, war Johns Kampf um das Leben der Säuglinge. Gerade schien er noch auf der Siegerstraße zu sein, es gelang ihm sogar die Säuglinge vom dunklen Keim zu befreien, ohne sie dabei zu töten, da tauchte mitten im Hochgefühl des Sieges Lilith auf und drehte den Spieß erneut zu ihren Gunsten um, zumindest bis zum großen Auftritt von Cruciata, die immer wieder einmal für eine Überraschung gut war. Überraschend erwachsen und selbstbewusst war auch der Auftritt von Carlotta, der Davina am Ende anbot, der Weißen Macht beitreten zu können, was Carlotta, zumindest zu diesem Zeitpunkt, erst einmal ablehnte. Noch hatte ihr Studium Vorrang.
Fehlte am Ende nur noch meine persönliche Gesamtbewertung zum neuen Roman von Ian Rolf Hill. Weil es für mich wieder einmal Spannung pur war, ohne auffällige Schwächen, entschied ich mich für die Note 1 = Sehr gut und damit für 5 von 5 Kreuzen für Ian Rolf Hill. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit
Top ab.
:thumbup: :buch: