Der zweite Teil beginnt direkt mit einer brutalen Szene, in der der Eiserne Engel die Besatzung eines Fischkutters abschlachtet. Einen der Fischer lässt er leben. Er bringt ihn zu Kara/Asmodina, wo er ihn ihr dann opfert. Junge, da wird aber jemand wieder schwere seelische Narben davontragen, sobald er von seinem Wahnsinn befreit wurde.
Andernorts geht das Dämonen Dallas weiter. Asmodis ärgert sich, dass Lilith mit namenhaften Menschen und Dämonen spielt. Er will ihr eine Lektion erteilen. Aber „Lassen wir Asmodis einstweilen in dem Glauben, er würde dieses Spiel kontrollieren. Unsere Stunde kommt noch.“ Natürlich. Wie immer bringt es rein gar nichts, Lilith überlisten zu wollen. Selbst wenn es so scheint, dass es gelingt, war genau das dann Teil ihres Plans und ihre Feinde haben sich selbst sabotiert. Asmodis verbündet sich jedenfalls mit seiner Tochter. Mit dem Blut des Eisernen Engels erschafft er sechs Todesengel-Golems, damit sie ein paar Helfer hat. Und er sorgt dafür, dass der Eiserne noch weiter in ihren Bann gerät. Auf einer Orkney-Insel will Asmodina nun ihren neuen Stützpunkt des Bösen errichten. Also gibt es weitere grausame Absätze.
Die Helden befinden sich noch bei den Flaming Stones. Myxins Versuch, Kontakt zum Eisernen Engel herzustellen, endet fast in einem Desaster, als er kurz von dessen Wahnsinn überflutet wird. Dann eben Asmodina. Bei ihr hat Myxin schon mehr Glück und erkennt die Umgebung. Da im Heftromantiming gerade Sir James anruft und von einem vermissten Fischerkutter bei den Orkney-Inseln berichtet, kommt alles zusammen. John erinnert sich an sein erstes Zusammentreffen mit Asmodina in der Gegend und hat direkt so ein Bauchgefühl. So teleportieren sich John, Suko und Myxin in der zweiten Hefthälfte auf die Insel. Sie landen genau zum richtigen Zeitpunkt genau am richtigen Ort, um zwei der Todesengel-Golem aufzuhalten und Menschenleben zu retten. Suko soll die Leute in die Kirche in Sicherheit bringen. Doof nur, dass sich ausgerechnet dort Asmodina niedergelassen hat und er ihr mit den Zivilisten in die Arme läuft.
Außerdem taucht im letzten Heftviertel für noch mehr Action Xorron mit einer Horde Zombies auf. Er interessiert sich nicht für die Geisterjäger und ist wegen Asmodina im Auftrag seiner Herrin Pandora hier, die natürlich eine Marionette von Lilith ist. Dennoch geraten John und Myxin sofort zwischen die Fronten. Zombies auf der einen Seite, Todesengel-Golems auf der anderen.
Es gibt also ein krasses Finale an zwei Fronten gleichzeitig. Natürlich ist Xorron unaufhaltsam und wischt mit den Todesengeln den Boden auf. Danach begibt er sich zu Asmodina in die Kirche und die Fäden laufen zusammen. Was da passiert schockt die Helden total und lässt John an „seinem Verstand zweifeln“. Jaja, die üblichen Phrasen. Xorron und der Eiserne Engel prallen wie Urgewalten aufeinander. Beide können sich als Überfiguren gegenseitig nicht ernsthaft verletzen, aber sie sorgen für reichlich Ablenkung. So zieht Myxin wie so oft in der Serie sein eigenes Ding durch. Statt sich auf die Geisterjäger zu verlassen, schnappt er sich Asmodina und teleportiert sich mit ihr davon. Xorron lässt wütend vom Eisernen ab und stürmt nach draußen. Zurück bleiben John, Suko…und der Eiserne Engel, der nach neuen Gegnern sucht und Suko killen will.
Naja, es ist alles wie erwartet und gewohnt bei IRH. Teil zwei zieht in der Action ordentlich an, damit der Autor im finalen Abschlussband dann richtig die Sau rauslassen kann. Sowohl was Action betrifft, als auch schockierende Wendungen und Entwicklungen.
Ich hätte es mir denken können, aber Lilith mischt ordentlich mit. Wobei sie wie immer den totalen Überblick hat und jede Situation für ihren Masterplan nutzen kann. Ihr unterlaufen keine Fehler, sie weiß alles und kann alles. Was für eine furchtbar Interessante Figur, jaja. Wo Asmodina mit dem Eisernen Engel und Xorron aufeinanderprallen, sind die Helden eher Nebenfiguren und können mal wieder froh sein, am Ende mit dem Leben davonzukommen.
Ich mag diese Aspekte halt nicht, beziehungsweise IRH als Autor. Wo andere gerade wegen sowas die Top-Wertung zücken, wird es bei mir deshalb nur ein GUT. Es ist zum Glück noch nicht die seelenlose Bombastdaueraction wie beim Jubiläumsroman um den Spuk. Der Roman hatte auch seine guten Stellen und seine Atmosphäre. Nicht direkt Gruselstimmung, eher ein beklemmend und bedrückend.

(knappe 7 von 10 Kreuzen) sind für mich als „IRH Skeptiker“ aber trotzdem in Ordnung.
PS. Was mir noch negativ aufgefallen ist, aber vielleicht geht es nur mir so: Asmodina ist in ihrer Wortwahl und ihrem Verhalten, diese typische bitchige und fluchende Gegenspielerin, die IRH oft schreibt. Sogar Lilith war so, bevor der Autor ihr eine tragende Masterplan-Rolle zuteilte.
Don Nuzzolo hat geschrieben: Mo Dez 16, 2024 12:16 am
Dann greift Pandora ein und zieht alle in die Kristallwelt und dabei wird er zerstückelt.Also ich glaub nicht das er beim Spuk landete,sondern das Pandora da ihre Finger drin hatte, er hat ja irgendwie eine spezielle Verbindung zu ihr. Sonst kann uns sicher GG oder Dark Side weiterhelfen;) :buch:
Jetzt wäre es ein bisschen unnötig, wenn ich anderthalb Jahre später darauf eingehe, oder?
