Myxin hat sich mit Kara/Asmodina zu den Flaming Stones abgesetzt. Er vertraut nicht auf die Geisterjäger und will ihr lieber selbst helfen. Was Asmodina gar nicht schmeckt, sie wehrt sich natürlich.
Indes ist der wahnsinnige Eiserne Engel gerade dabei, Suko zu töten. In einer dramatischen Szene wirft John den Bumerang nach dem Eisernen und rechnet schon damit, dass er den Atlanter köpft. Was natürlich nicht passiert, der Bumerang knockt ihn nur aus. Und jetzt? Asmodina weg, Xorron weg, Myxin weg. Die Helden stehen mal wieder als unwichtige Nebenfiguren dumm da. Aber keine Sorge, die heimliche Hauptfigur der Serie schreitet ein. Lilith schickt Pandora, um John und Suko eine Zusammenarbeit vorzuschlagen. Die gehen dem Plan natürlich auf den Leim und ahnen nicht, wer wirklich hinter diesem Deal steckt.
So teleportiert Pandora sie zu den Flaming Stones, wo Myxin gerade Asmodina ausgeknockt hat. Der Magier ist beim Plan sofort dabei. Wie? John und Suko traut er nicht zu, Asmodina aus Kara zu verbannen, aber Pandoras Idee findet er ganz dufte?
Jedenfalls geht das fröhliche Umherteleportieren weiter. Ab nach Rom zur Weißen Macht, wo Davina McCarthy immer mehr zur Nachfolgerin von Ignatius ausgebaut wird. John und Myxin wollen über die Spinnendämonin Cruciata Asmodina beeinflussen, vom Trank des Vergessens zu trinken, wodurch sie theoretisch in der Totenwelt landen würde (oh, bitte kein Abstecher zu Kalauer-Hel, bitte nicht!) und man dort Asmodina von Kara trennen könnte. Ein komplizierter Plan mit reichlich Raum für Fehler.
Suko bleibt bei Asmodina, die von Myxin magisch gebannt wurde, und garantiert keinen Ärger machen wird. Den bewusstlosen Eisernen Engel haben sie von Pandora ebenfalls hierher transportieren lassen. Hier beginnt dann das große „Oopsie!“. Asmodis befreit seine Tochter aus dem Bann. Die weckt ihrerseits den Eisernen Engel auf. Und schon ist Suko am Arsch, der wird zum Glück nicht an Ort und Stelle gekillt, sondern als Geisel mitgenommen. Zu Asmodis, der auch einige Höllenschlangen dabei hat.
Als John, Myxin und Cruciata bei den Flaming Stones auftauchen, fehlt von den anderen jede Spur. Nur zwei Höllenschlangen sind noch da, die werden aber schnell erledigt. Der Spur der restlichen Schlangen folgen die Drei zu einem Bauernhof, wo die Gegenspieler sich eingenistet haben. Gerade soll der Eiserne Engel Suko nun doch killen, aber der Chinese tritt nach ihm, er stolpert doof, genau auf eine der Höllenschlangen drauf, die nun wütend wird, den Eisernen Engel angreift und ihn verschlingen will. Lustig. Durch dieses Chaos gelingt es Suko, an den Stab des Buddha am Gürtel des Eisernen zu kommen und durch den Zeitstop auch noch den Bumerang zu ergattern. Und da erreichen auch die anderen Helden im perfekten Heftromantiming den Schauplatz und werden auf den Kampflärm aufmerksam. Hier passiert schon wieder so viel, auf so wenigen Heftseiten. Und teilweise liest es sich eher lächerlich als schaurig. Wo IRH Fans bestimmt gerade an den Fingernägeln knabbern, merke ich, wie ich schlagartig das Interesse verliere, eher mit den Augen rolle und aus dem Lesefeeling gerissen werde. Es folgt das übliche Hin und Her, wo jede Figur mal ihre coolen „Signature Moves“ präsentieren darf. Mhh, dass IRH absoluter Wrestlingfan ist, passt einfach perfekt ins Bild. Das wird wieder so ein letztes Heftviertel, das ich einfach nur ohne Gefühle runterrattere.
Asmodina, Höllenschlangen, der Eiserne Engel, Cruciata, Myxin, John, Suko, Zivilisten. Und Asmodis greift auch noch ein. Da geht die Post ab! Sorry, ich bleibe dabei. Mir fehlt da der Schauer-Charme. Es ist zu viel „seelenlose“ Hollywood-Popcornaktion für meinen Geschmack.
Am Ende bringt Myxin den Eisernen Engel in die Schlucht der Stummen Götter, damit seine Schöpfer ihm vielleicht helfen können. Gar keine dumme Idee. Cruciata überzeugt Asmodina wie geplant mit ihren Suggestivkräften, vom Trank des Vergessens zu trinken. Zum Glück gibt es doch keine Szenen in Hels Totenwelt. Asmodinas und Karas Seelen fahren in die Totenwelt ein und mit der Kraft der Flammenden Steine wird Kara zurückgebracht. Asmodinas Seele landet dann wieder in der Welt des Spuks, beziehungsweise jetzt Pandoras Welt?
Na gut, wenigstens war das kein Roman voller hilleberg’scher Daueraktion. Nur das letzte Heftviertel sehr drüber. Und nach Xorrons Abzug ist auch Team Lilith weniger an diesem Abschlussband beteiligt. Nur Pandora muss sicher gehen, dass alle Marionetten brav nach Liliths Skript hüpfen. Stattdessen gibt es einen Abstecher nach Rom, um die IRH-Figuren dort in den Fokus zu rücken. Besonders Cruciata. Hätte ich genau so wenig gebraucht, wie Xorron in Teil 2. Aber IRH muss ja immer eine Schippe drauflegen und begnügt sich nicht mit einer minimalistischen Besetzung.
Wie erwartet. Der letzte Teil mit dem actionreichen Finale hat mir am wenigsten gefallen. Ich blende so gut es geht meine subjektiven Empfindungen aus und gebe kein Mittel. Sondern ein GUT

(6 von 10 Kreuzen). Echt nicht meins, aber neutral betrachtet schon verdient.
Ich wünschte nur, IRH würde mal einen Gang zurück schalten. Aber da könnte ich mir auch wünschen, dass Altmeister Dark einen Gang zuschaltet. Oder dass Rafael Marques genau so weiter macht, wie immer. Hey, zumindest das ist eine realistische Hoffnung! Mal schauen, ob sie sich „nächste Woche“ erfüllt.
Das Hü hat geschrieben: Mo Mär 31, 2025 8:28 am
Joah, ich sag mal GUT. Der Roman an sich war spannend, ja. Aber mit dem Abschluss der Trilogie bleibt bei mir dann doch ein etwas fader Beigeschmack. Wozu drei Teile? Wozu Xorron? Nur für den Schockeffekt? Verschwindet dann ja doch gleich wieder in der Versenkung. Stattdessen gräbt IRH also die olle Apep wieder aus. Als Zweiteiler hätte da storymäßig wenig gekürzt werden müssen.
Irgendwie wirkt das auf mich immer wieder so, als ob IRH zu viele Karten auf einmal ausspielen will, damit man bloß sieht, wie viele Asse er im Ärmel hat, überladen mit Hang zum Aufblähen.
Und Johns Akzeptanz von mordenden Unwesen in seinem erweiterten Team ist durch Cruciata auchnicht nachvollziehbarer geworden.
P. S.: NATÜRLICH ist Asmodina wohl auch auf Lilith zurückzuführen. Bin gespannt, wann rauskommt, dass John und Suko in Wirklichkeit Brüder sind und Kinder Liliths. Wundern würde mich das auch nicht mehr. Alles geht auf Lilith zurück wird für mich langsam unfreiwillig zum Running Gag. Wie Chekov bei Enterprise alles immer als "russische Erfindung" bezeichnet hat, ist hier jetzt wohl alles Liliths Erfindung. :wall:
Wozu es ausführlich schreiben, wenn ein paar Absätze wie hier bei dir das Gleiche aussagen.

Aber schön, dass ich mit meinem Empfinden echt nicht alleine bin.