PROTO wurde mit einem hochmodernen Sattelitenfunksystem ausgestattet, damit die Helden bald Hilferufe aus der ganzen Welt empfangen können. Bei einem Testlauf werden Matt und Aruula auf eine Siedlung aufmerksam und dort kurz darauf von einer Horde wilder Kinder angegriffen.
Dem müssen sie natürlich nachgehen, weil man ein Abenteuer der Woche braucht. Wobei eine Siedlung mit barbarischen Bewohnern (in dem Fall halt nur Kinder) eigentlich nichts Besonderes in der postapokalyptischen Welt sein dürfte. Ich habe irgendwie sogar in Erinnerung, so einen MX schonmal gelesen zu haben? Mich haut das jedenfalls nicht vom Hocker.
Indem sie ihnen ein paar Liedchen trällert, schaffen sie Vertrauen zu den Kindern. Sie erfahren, dass die Eltern der Kinder plötzlich spurlos verschwunden sind, beziehungsweise die Kleinen sich nicht einmal mehr genau an ihre Eltern erinnern. Haben sie dann überhaupt welche? Sind das Klone? Cyborgs? Irgendwie sowas? Die Helden denken in eine ähnliche Richtung. Matts Heftromanbauchgefühl geht aber eher von einem Experiment aus.
Und das ist es dann auch, wie der obligatorische Vergangenheitsrückblick zeigt. Nanobots also. Natürlich ging das Experiment schief und der Alterungsprozess der Wissenschaftler wurde irgendwie umgekehrt. Sie sind die Kinder in der Siedlung, wie die Helden relativ schnell durch Aufzeichnungen herausfinden. Tja, tragisch, aber da kann man nichts machen. Damit wäre das Mysterium der Woche gelöst. Nach der Hälfte des Hefts.
Mhh, natürlich muss dann noch irgendwas kommen. Und zwar erfahren die Helden, dass der Prozess über das Trinkwasser ausgelöst wurde. An dem Matt sich bedient hat. Er ist jetzt also persönlich betroffen und das ändert die Lage. Außerdem stirbt da im Heftromantiming das erste Kind, weil die Verjüngung ab einem gewissen Zeitpunkt instabil wird.
Da Matt stündlich körperlich und geistig kindlicher wird, muss Aruula sich auf die Suche nach einem Gegenmittel machen. Ausgerechnet! Zum Glück tauchen da noch ein paar erwachsene Forscher auf, die dem Projekt skeptisch gegenüberstanden und nicht teilgenommen haben. Sie finden eine Lösung. Für eine Extraportion Drama hat sich indes leider Matt mit den anderen Kindern gestritten und ist abgehauen. Aruula muss ihn suchen, findet ihn aber rechtzeitig und bringt ihn zurück. Der Prozess kann bei ihm nicht nur gestoppt werden, sondern sogar rückgängig gemacht. Viele der kindlichen Wissenschaftler haben nicht so viel Glück. Naja, etwas Schwund ist halt immer.
Mhh, ja. Was für ein…Maddrax. Ein richtig Durchschnittlicher. Der Roman hat mir irgendwie nichts gegeben, aber er war auch nicht schlecht geschrieben. Grundidee solide, Umsetzung solide, Schreibstil solide, Charakterisierung der Helden solide. Am schlechtesten ist da eindeutig das Cover, dem man die KI-Elemente stark ansieht. So wie auch in den letzten Romanen. Und am besten vielleicht die kurze dramatische Szene am Ende, als Aruula den armen Kind-Matt findet.
Klare MITTELmäßige

(6 von 10 Kometen) und 3 Sterne im Maddraxikon.