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Band 453: Tony Ballard - Wolfsmond - Autor: A.F.Morland
So gesehen ein ganz normaler Roman über einen Werwolf wären da nicht zwei Dinge. Erstens das der Oberdämon Lathor einen viel zu kurzen Auftritt hatte, und zweitens das Silver von einem Werwolfknauf gebissen und verletzt wird.
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Ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern jemand, der seinen Sch�ler dazu anregt, sein Bestes zu geben, um ein Wissen zu entdecken, das er bereits in seiner Seele tr�gt.
Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
Den Tagen mehr Leben geben nicht dem Leben mehr Tage
"Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Kann bei TB nicht ein mal ein Monster nur ein Monster sein? Der Roman fing für mich sehr vielversprechend an. Ein Werwolf treibt in London sein Unwesen und zerfleischt Menschen. Silvers Dämonenortung funktioniert natürlich nicht, wäre ja sonst zu einfach. Also schaltet Morland die Kraft für diesen Roman wieder einmal aus. Egal, das erste Drittel ließt sich trotzdem interessant. Dann muss der Autor die Geschichte aufbauschen. Lathor, ein Höllendämon mit leuchtendem Wolfskopfschwert, entreißt Menschen die Seele um sie zu einer Art Werwolf zu machen. James Blackburn ist sein aktueller Todesbote. Also nicht nur ein namenloser klassischer Lykantroph.
James Blackburns nächstes Opfer ist seine Frau. Er ruft sie an, schüchtert sie damit ein und besucht sie dann, um sie zu töten. Mrs. Blackburn hat durch den Anruf ihrerseits eine Freundin angerufen. Als der Werwolf seine Frau tötet, kommt ihre Freundin dort an und wird ebenfalls vom Werwolf attackiert. Worauf ich hinaus will: Tony und Silver patrouillieren von allen Orten der Metropole London genau dann und dort, als der Werwolf angreift und sie in Hörweite eines Frauensschreis sind.
Die konstruierte Handlung geht so weiter. James Blackburn flieht und verwandelt sich genau dann auf der Straße zurück, als ein Auto ihn anfährt. Er wird ins Krankenhaus gebracht. In genau das Krankenhaus, wo auch Tonys Freund Tucker Pekinpah gerade liegt. Im Krankenhaus infiziert Lathor einen weiteren Patienten mit dem Wolfskeim. Tony und Silver beschließen völlig unabhängig von all dem gerade jetzt ihren alten Freund zu besuchen. Als sie das tun werden die beiden Wölfe aktiv und ziehen Aufmerksamkeit auf sich. Wie gut dass unsere Helden gerade jetzt gerade hier sind. Ich finde das einfach traurig und Schade. Billigste Kitschtricks.
Aber das bin ich ja leider von dem Autor gewohnt. Für einen typischen Morland ist die Geschichte trotzdem bodenständig und nicht übertrieben. Im Krankenhaus werden die Werwölfe und Lathor von den Helden gejagt und vernichtet.
3 von 5 Punkten. Ich hätte gern 4 Punkte gegeben, wären da nicht einige Kritikpunkte gewesen. Der Roman ging in Ordnung und hatte auch viele schöne Passagen.
PS. Da kann ich auch gleich mal eine Frage an diejenigen stellen, welche die eigenständige Serie lesen oder gelesen haben. Ist ja nicht nur Loxagon, den Rezis im Forum zu folgen.
Was mich auch furchtbar an den GKs stört ist, dass jeder unwichtige Einmalcharakter mit Miniauftritt eine Geschichte verpasst bekommen muss. Der Name und eine Zeile Charakterisierung ist in Ordnung. Aber ich muss nicht – und das ist wirklich nicht übertrieben – von jeder Kanonenfutter-Figur seitenweise die persönliche Vergangenheit lesen und was sie so charakterlich ausmacht. Nur damit sie dann drei Sätze später mal kurz vom Werwolf zerfleischt wird. Ist das in der Ballard-Serie weiterhin so? Ich überlese diese Stellen immer und da es davon immer einige in jedem GK gibt, bin ich mit den Heften auch ziemlich fix durch.
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Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Naja, Morland baut schon gerne alle Charaktere aus. Mal mehr, mal weniger. Aber ab der eigenständigen Serie wird alles besser. So ab Band 10 rum, da AFM erst recht spät erfuhr, dass er nun alle 2 Wochen darf. Freu dich vor allem auf Professor Kull und natürlich auf mich
Die detaillierten Zeichnungen der Nebencharaktere (eben auch die, die es ein paar Seiten weiter gerne mal erwischt) setzen sich auch in der eigenen Serie fort. Dies ist mir auch schon oft negativ aufgefallen. Vermutlich besteht der Sinn dahinter darin, eine gewisse Dramatik zu erzeugen (mitleiden mit den Figuren die gemetztelt werden). Hat bei mir nie so wirklich funktioniert, dafür ist ein Heftroman einfach zu kurz.
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Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben. Der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist. (J.B. Cabell)
Gerade das hat mir immer sehr gut gefallen und vermisse das ab und an bei anderen.
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Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
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"Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Zitat:
Original von Wicket
Die detaillierten Zeichnungen der Nebencharaktere (eben auch die, die es ein paar Seiten weiter gerne mal erwischt) setzen sich auch in der eigenen Serie fort.
Danke für die Info. Naja, stört mich jetzt weniger als andere Sachen. Sowas kann ich wie gesagt einfach überlesen ohne dass es den Lesespaß sehr mindert.
Gegen eine Vorstellung der Charaktere die Schlüsselpunkte eines Romans der Woche sind habe ich nichts. Auch wenn sie am Ende sterben oder nach dem einen Roman nie wieder auftauchen.
Aber wenn da eine Krankenschwester ist die nur dazu da ist, den Bodycount in die Höhe zu treiben bzw. vom Monster geschnetzelt zu werden. Warum muss ich dann mehr wissen als ihren Name, wie sie aussieht und vielleicht noch kurz ob sie eher mürrisch oder freundlich ist? Ja nichtmal das muss ich unbedingt wissen.
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1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Zitat:
Original von Das Gleichgewicht
Aber wenn da eine Krankenschwester ist die nur dazu da ist, den Bodycount in die Höhe zu treiben bzw. vom Monster geschnetzelt zu werden. Warum muss ich dann mehr wissen als ihren Name, wie sie aussieht und vielleicht noch kurz ob sie eher mürrisch oder freundlich ist? Ja nichtmal das muss ich unbedingt wissen.
Also dann wirst du dich noch oft ärgern müssen.
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Ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern jemand, der seinen Sch�ler dazu anregt, sein Bestes zu geben, um ein Wissen zu entdecken, das er bereits in seiner Seele tr�gt.
Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
Den Tagen mehr Leben geben nicht dem Leben mehr Tage
"Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Grundsätzlich ist diese Taktik (das Näherbringen einer Figur, welche im Laufe der Story leiden wird) eine schriftstellerische Taktik, welche den Leser mitreißen soll. Für mich ist dies jedoch im Heftroman einfach nicht möglich, da es der Umfang einfach nicht hergibt.
Speziell bei Ballard hatte ich mir schon so oft gewünscht, dass der Autor sich einmal mehr Zeit nehmen würde um die Hauptcharaktere sorgsamer zu zeichnen. Über Tony, Silver, Vicky, Roxane, Cruv & co. weiß ich weniger, als über so manchen Eintagsfliegenauftritt, welcher auf der nächsten Seite den Löffel abgiebt.
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Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben. Der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist. (J.B. Cabell)
Zitat:
Original von woodstock
Gerade das hat mir immer sehr gut gefallen und vermisse das ab und an bei anderen.
So verschieden sind die Geschmäcker. Mir persönlich ist ein Heftroman einfach zu kurz um Beziehungen zu Nebencharakteren aufbauen zu können.
Schreiben kann Tenkrat wirklich, nur verschießt er meiner Ansicht nach sein Pulver oft in die falsche Richtung.
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Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben. Der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist. (J.B. Cabell)
Zitat:
Original von Wicket
Grundsätzlich ist diese Taktik (das Näherbringen einer Figur, welche im Laufe der Story leiden wird) eine schriftstellerische Taktik, welche den Leser mitreißen soll.
Die Figuren leiden ja nicht. Sie werden kurz nach ihrer Einführung gekillt. Zack, tot.
Um wieder auf Serien zurück zu kommen, nehmen wir mal klassische Krimis.
Da weiß man von solchen Figuren nicht einmal den Name. Wenn der Killer in der Introsequenz sein Opfer aufschlitzt oder die Bankräuberbande den Kassierer schießt, dann weiß ich von solchen Figuren nur wie sie aussehen. Oder wenn mitten in der Folge der Gegner der Woche auf dem bevölkerten Bahnsteig einen Zivilisten meuchelt, um Chaos zu stiften und vor den Ermittlern zu fliehen, die ihm auf den Fersen sind. Dies sind Figuren die nur dazu da sind, die Handlung voran zu treiben. Sie dienen nur diesem Zweck.
Während es natürlich auch die Tochter des Ölmoguls gibt, die vom Erpresser als Geisel für Lösegeld gehalten wird und die ganze Folge über immer wieder kurz zu sehen ist, bis sie am Ende befreit wird und man sie in der Serie nie wieder sieht. Von der weiß man dann eine Menge und bei der steht die Figur im Mittelpunkt und nicht die Handlung.
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