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Geschrieben von Habibi am 27.10.2008 um 15:56:

Band 144 : John Sinclair - Die Todesgondel



Über Venedig tobte ein mörderisches Unwetter!
Es war eines jener Frühjahrsgewitter, welche die des Spätsommers an Heftigkeit oft weit übertrafen. Pausenlos zuckten Blitze vom Himmel. Wolkenberge jagten aufeinander zu, stießen zusammen, und der gewaltige Donner rollte wie das Gebrüll eines urweltlichen Ungeheuers über die Stadt.
Der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet. Wassermassen prasselten auf die Erde nieder, spülten Staub und Matsch von den Straßen und ließen die unzähligen Kanäle ansteigen. Das Wasser schäumte hoch, drang in Keller und Wohnungen ein und ertränkte unzählige Ratten, die in Venedig die Anzahl der Einwohner noch übertrafen.
Die Straßen der Touristenstadt waren leergefegt. Die Regenschauer tanzten über den Markusplatz, wurden vom Wind bewegt wie ein riesiger Wasservorhang.
Die Menschen waren vor dem Unwetter geflüchtet. Sie hatten sich in die oberen Etagen ihrer Häuser verkrochen und warteten dort das Ende des Gewitters ab. Manche Kerze wurde angezündet, und die Gebete der Alten galten den Schutzheiligen.

Erscheinungsdatum: 15.06.1976

Cover: Vicente Ballestar


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Geschrieben von Habibi am 26.10.2011 um 12:44:

Bill und Sheila machen Urlaub in Venedig. Bei einer typischen Gondelfahrt fischen sie in einem Seitenarm eine Frauenleiche aus dem Wasser, worauf Bill sich an die örtliche Polizei wendet. Die Carabinieris zittern aber bereits seit langem vor einer Bande der goldenen Masken und wollen, bis auf einen Kommissar, eigentlich nichts zur Aufklärung des Falles beitragen. Also ruft Bill John in London an, welcher sich anschließend auf den Weg nach Venedig macht.
Zwischenzeitlich wird Sheila von der Bande entführt und soll als letzte Frau dem Goldenen Löwen geopfert werden, um diesen wieder zu neuem Leben zu erwecken.

Na ja, also vom Hocker gehauen hat mich dieser Roman wirklich nicht.
Die Atmosphäre in Venedig mit seinen winzig kleinen Kanälen wurde zwar super beschrieben und es kommt auch Spannung auf, als Bill die Verfolgung der beiden Killer über die Dächer aufnimmt und dabei in die Tiefe stürzt, aber ich konnte weder mit der Figur des Professor Mandra, noch mit dem "Dämon" des goldenen Löwen richtig warm werden.
Wozu die Todesgondel mit einem Sarg bestückt ist entzieht sich auch dem Leser - doch nicht nur um die jeweiligen Frauen ungesehen in den Tempel zu bringen ...
Das Finale an sich war mir zu kurz gefasst bzw. notgedrungen auf die letzten Seiten gequetscht und der Suizid des angeblich doch so bedrohlichen Prof. Mandra war meiner Meinung zum schmunzeln anregend. Auch die Verbrennung des doch "so gefährlichen" Goldenen Löwen konnte mich nicht überzeugen. Wie soll sich ein uralter Dämon auch wehren, wenn er in Gold gegossen wurde?

Nette Besonderheiten:
Bill kippt gleich nach dem Frühstück im Hotel im nächsten Restaurant morgens um kurz nach 8 Uhr einen Whisky und Sheila fällt nach einem Glas Champagner Abends fast ins Koma bzw. in den Schlaf großes Grinsen

Das Cover hingegen finde ich äußert gelungen. Ein super Werk von Ballestar. Die Todesgondel wurde klasse umgesetzt und die Atmosphäre in den Kanälen prima eingefangen. Nur dieses Geistwesen erscheint nicht im Roman und sollte vielleicht Prof. Mandra darstellen - allerdings hatte dieser Bösewicht nur ein weiß geschminktes Gesicht. Auch diese Mischung zwischen einem Piraten und einem Gondolieri kam so nicht im Roman vor - trotzdem gefällt mir das Titelbild außerordentlich gut.

Von mir gibts hier leider nur ein Mittel bzw. 2 von 5 möglichen Sternen.


Geschrieben von Jane am 03.02.2012 um 18:13:

Bild und Sheila sind in Venedig und Machen Urlaub bzw. Bill sollte einen Bericht für ne Zeitung über Venedig schreiben.
Na und es hätte ja nicht anders sein können als das sich hier eine tolle Spannende Geschichte ereignet die 2 finden eine Frauenleiche in einem Kanal. Sie wollen die Leiche bergen doch der Gondoljere will nicht er faselt etwas von Goldenen Masken schon da erkennt der Leser die geschlossene Wand des schweigens zu dieser Verbrecher Sekte dieses Schweigen zieht sich durch den ganzen den ganzen Roman, bis sie einen der Verbrecher in einem kleinen show down bei der Mutter der Ermordeten fassen können. Auch der Schweigt wie ein Grab nur durch hilfe eines Professor Mandra den John (John ist mittlerweile auch von London eingeflogen) kennt und extra eingeflogen wird kann dem Mann durch Hypnose einige Hinweise entrissen werden. Nach ein paar Überlegungen kann man eingrenzen wo die Masken Männer die Entführte Sheila versteckt halten und nach ein paar durchsuchungen finden John, Bill und Inspektor Torlini (wenn ich das noch richtig im kopf haben den namen) ein Italienischer Kollege den Tempel der Sekte und es kommt zum Show down der leider etwas kläglich ausfällt.
Spannend geschrieben nur das Ende ist recht unspektakulär.

Gruß Alexandra


Geschrieben von Tokata1973 am 23.09.2013 um 15:31:

Ich vergebe mal 4 von 5 Sternen.Sehr spannend und unterhaltsam


Geschrieben von spooky007 am 03.02.2016 um 15:36:

Die einzigen positiven Punkte in diesem Roman sind für mich Venedig und dass die Conollys mal wieder so richtig mit dabei sind. Die Stadt mit ihren Kanälen und den engen und maroden Wassergassen ist wirklich toll und stimmungsvoll beschrieben. Ansonsten nervt mich, dass es mal wieder um einen Geheimbund geht und ein alter Dämon angebetet wird, der keine größere Rolle spielt und nur als goldene Statue herumsteht. Warum die Todesgondel einen Sarg an Bord hat, erschließt sich mir auch nicht wirklich ... ist doch viel zu auffällig Wall

Wertung:
1,5 von 5 Sternen
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Cover: Das Titelbild von Altmeister Vicente Ballestar ist ganz gut gelungen und passt sehr gut zur Story. Nur ist Professor Mandra kein Geisterwesen sondern ein normaler Mensch.

Wertung:
4 von 5 Sternen

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Schaurige Grüße :-)


Geschrieben von Spätaufsteher am 03.03.2018 um 15:21:

Ein schöner Krimi. Bis auf den goldenen Löwen ist nichts Übersinnliches dabei. Dadurch ist es nicht unbedingt gruselig, aber spannend. Hat mir sehr gut gefallen.

Der Fall spielt in Venedig. Bis auf eine gehobene Gegend scheint es dort nur Dreck und Elend zu geben.
Der goldene Löwe wird am Ende mit einer Fackel von John geschmolzen. Bis auf seine Augen und seine Aura wird nichts mystisches genannt. Sein Ende ist kläglich.
Der erste Diener des Löwen begeht danach Selbstmord. Sheila konnte zum Glück gerettet werden.

Das Cover ist bis auf die Gestalt in weiß, Professor Mandra, gut gelungen. Er trägt einen dunklen Mantel und nur sein Gesicht ist weiß geschminkt.
4 Sterne für den Roman. Hätte auch als Jerry Cotton erscheinen können smile smile


Geschrieben von Marvin Mondo am 17.03.2024 um 09:22:

Der Roman lebt mehr von seinem Ambiente, mit dem Rest - Geheimbund, Geschichte, etc. - liegt Dark hier ziemlich daneben. Besonders ist vielleicht noch, dass der Leser vom 60. Geburtstag Sir Powells erfährt.
Insgesamt gibt es mit viel Wohlwollen noch ein "mittel" von mir.

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