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Geschrieben von woodstock am 17.10.2011 um 10:03:

Band Nr. 8: Der Magier von Maronar




Über seinem Kopf drängten sich die Sterne, rings um ihn aber war nur grenzenlose Schwärze. Der Meistermagier von Maronar stand in einer Säule aus ewiger Nacht, reglos, stumm und wie betäubt. Er wusste nicht, was jenseits dieser Nacht war, wusste auch nicht, wie lange sie ihn schon umhüllte. Waren es Stunden oder Tage, Jahre oder Jahrmillionen? Das Blinzeln, mit dem er jetzt seine Lider oder die Augäpfel senkte, mochte Äonen dauern. Als sich die Lider wieder hoben, mochte draußen, hinter der Wand aus Nacht, Maronar schon längst vergangen und vergessen sein. Maronar, die Magierwelt. Maronar, das Land, über das er selbst Tod und Vernichtung gebracht hatte, als er in einem blutigen Ritual die dämonischen Thul Saduun beschwor. Der Gedanke an die verhassten Feinde ließ das Blut schneller durch seine Adern fließen. In seinen matten Augen glomm bernsteingelb ein Funke auf, ein schwacher Abglanz jenes Feuers, das in ihnen gebrannt hatte, als er noch auf dem Höhepunkt der Macht gewesen war - der Hohepriester jener in der Tiefe. Wenn es etwas gab, wonach er sich sehnte, dann war das, seinen Fehler zu korrigieren und die Thul Saduun dahin zurückzuschicken, wo sie hergekommen waren - in die tiefsten Tiefen der Hölle. Aber das war bloßes Wunschdenken. Er wusste ja nicht einmal, was er falsch , gemacht hatte, dass seine Beschwörung auf so verhängnisvolle Weise scheiterte. Die Thul Saduun hätten willige Diener sein müssen, Sklaven aus dem Dämonenreich, die ihm Macht verliehen und die Geheimnisse des Jenseits offenbarten. Stattdessen waren sie zur Geißel Maronars geworden. Verzweifelt fragte er sich, wo er versagt haben mochte.


von K.U. Burgdorf, erschienen am 18.11.2003

Titelbild: Blas Gallego

Besonderheit: Erstveröffentlichung am 19.07.1983 als Gespenster Krimi 514
Nachdruck am 03.10.1995 als Dämonenland 156
(Ermittelt von danjogi)

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Ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern jemand, der seinen Sch�ler dazu anregt, sein Bestes zu geben, um ein Wissen zu entdecken, das er bereits in seiner Seele tr�gt.
Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
Den Tagen mehr Leben geben nicht dem Leben mehr Tage
"Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."


Geschrieben von woodstock am 17.10.2011 um 10:03:

Oh ha, da wurde Raven aber mal richtig in die Mangel genommen. Fraglich ist nur, ob es in Frankreich der Polizei erlaubt ist, solche Verhöre zu führen.
Dafür war die Erklärung wer und warum jemand die Schädel haben will sehr gelungen. Aber auch das Ende war nicht schlecht auch wenn ich mich Frage was Raven 15 Stunden in dem Haus gemacht hat.
Alles in allem hat der Neue Autor Burgdorf hier sehr gut die Vorgaben von Hohlbein weitergeführt.

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Ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern jemand, der seinen Sch�ler dazu anregt, sein Bestes zu geben, um ein Wissen zu entdecken, das er bereits in seiner Seele tr�gt.
Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
Den Tagen mehr Leben geben nicht dem Leben mehr Tage
"Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."

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