-- www.gruselroman-forum.de -- Das Forum zu John Sinclair, Gespenster-Krimi, Vampira, Hörspielen und vielem mehr !
Willkommen !
Falls Sie auf der Suche nach einem Forum rund um klassische und aktuelle Romanhefte sind, sollten Sie sich hier registrieren. Hier finden Sie ebenfalls Rubriken für Hörspiele und weitere Foren. Die Nutzung des Forums ist kostenlos.
In San José verschwinden blonde junge Frauen und Sheriff Cooper ist überfordert. Als es seine eigene Tochter erwischt, bittet er seinen alten Bekannten Miki Takeo um Hilfe. Zufällig sind Matt und Aruula gerade bei ihm und kommen an seiner statt. Sie sind schließlich die Serienhelden und Miki nur eine Nebenfigur, die mal lieber den Wurmlochgenerator reparieren soll.
Miki gibt ihnen noch ein wenig tolle Technik mit, Aruula hat ihren Lauschsinn und PROTO auch so einige Tricks auf Lager. Damit sollten die Detektive doch Erfolg haben.
Einige der Figuren in San José sind schonmal potentiell auffällige Kandidaten. Der Deputy Myers zum Beispiel. Oder stecken diese strickenden Klatschschwestern irgendwie mit drin? Wobei bei Lucy Guth sicher irgendwelche toxischen Incel Männer hinter den Entführungen stecken und keine anderen Frauen.
Bei ihrer Erkundung der Gegend wird Matt dann doof von einer Schlange gebissen. Zufällig ist ein Einsiedler in der Nähe, der ihn in seiner Hütte versorgt. Er erzählt ihnen von einem Spukhaus, das von den Menschen gemieden wird. Wäre doch ein perfektes Versteck für den Täter.
Irgendetwas stimmt mit dem Haus tatsächlich nicht. Aruulas Lauschsinn schlägt enorm aus und dann hat sie eine Vision von der ursprünglichen Eigentümerin des Gebäudes. Es dauert nicht lange, da entdecken sie die erste Leiche einer Entführten. Und Aruula hat eine Vision von dem Killer, leider aus seiner Perspektive. Wäre ja auch zu früh, wenn sie ihn jetzt schon identifizieren würden.
Die zweite Hefthälfte ist jedenfalls von der Erkundung des Hauses geprägt. Immer wieder unterbrochen von Absätzen mit Aruulas Visionen. Mehr passiert nicht. Das zieht sich etwas, zum Glück finde ich das aber ganz stimmig und interessant.
Im letzten Heftviertel wird es dann wieder actionreicher. Matt und Aruula finden die restlichen Mädchen und die leben zum Glück alle noch. Außerdem will der Killer sie in eine Falle laufen lassen, vor der sie Aruulas Lauschsinn jedoch warnt. Wie praktisch, der wird hier schon wieder ziemlich strapaziert.
Und dann enttarnen sie den Killer. Es ist Deputy Myers. Überraschung! Naja, wer die Romane von Lucy Guth und ihre typische Antagonisten-Formel kennt, konnte sich das sicher schon lange denken. Es ist halt wirklich (fast) jedes mal der gleiche Typ Mann. Ein gestörter Incel, der Freundlichkeit von Frauen für Affektion hält und sie als seine Freundin haben möchte. Als er auf ablehnende Reaktionen stößt, wird er wütend. Und entführt weitere Mädchen, bis er „die eine“ gefunden hat. Die es aber nicht gibt, weil natürlich keine der Blondinen sich in ihren irren Entführer verliebt. Gekillt hätte Myers nicht nur sein erstes Opfer, sondern auch die anderen. Aber der Geist der Hausherrin hält ihn davon ab. Jetzt ist nur noch die Frage, ob es dafür eine wissenschaftliche Erklärung gibt oder das zu seinen Wahnvorstellungen gehört. Immerhin hatte auch Aruula Visionen.
Myers sieht ein, dass er verloren hat. In seinem Wahn will er deshalb das Haus abfackeln. Doch die Hausherrin hindert ihn daran und lässt ihn durch morsche Dielen mehrere Stockwerke in die Tiefe stürzen. Ob Myers nun einfach nur irre war oder mehr dahinter steckt, bleibt offen.
Im letzten Heft habe ich mir noch gewünscht, dass Lucy Guth sich mal wieder an einem Grusler versucht. Und tatsächlich geht es hier um ein Spukhaus, mit paranormalen Elementen. Oder auch nicht, dieser Aspekt der Geschichte bleibt im Gegensatz zum „Haus auf dem Hügel“ leider total offen.
An sich hat mir die Grundidee gefallen. Schönes Spukhaus, schöne Hintergrundgeschichte, interessante „Vergangenheitsabsätze der Woche“, verpackt in Aruulas Lausch-Visionen. Da kann ich mich absolut nicht beklagen.
Was mich aber enorm genervt hat, ist die übliche „Guth-Formel“. Eingesponnen in den Schauplatz der Woche ist ein weiterer feministischer Frauenroman. Junge Frauen werden Opfer von bösen Männern. Die immer vom gleichen Typ sind. Verbitterte Incels, die wütend und eifersüchtig sind, dass sie keine Freundin abbekommen und von Frauen Ablehnung erfahren. So war mir schon relativ früh klar, wer wohl der Bösewicht im Schafspelz sein wird. Man kann es sich bei den Beschreibungen der Autorin als aufmerksamer Leser einfach denken. Es wäre schön, wenn Lucy Guth mal von ihrem Schema F abweichen würde. Aber das passt wohl nicht in die reale Metabotschaft, die sie vermitteln will.
Dem Spukhaus würde ich mindestens sehr gute 8 Punkte geben, aber der ewig gleiche Typ Bösewicht der Woche macht mir echt alles kaputt. Na gut, da die Hefte in diesem Zyklus im Durchschnitt ziemlich schwach sind, war das schon ein Highlight. GUTe (7 von 10 Kometen) und knappe 4 Sterne im Maddraxikon.
PS. Aus Mangel an Leserbriefen hat Mad Mike einige Kommentare aus unserem Forum abgedruckt und sich dazu geäußert. Die Werbung ist immer gut, da habe ich mich gefreut. Und ich muss jetzt endlich mal einen Leserbrief zum letzten Zyklus schreiben, wenn er wirklich neues Material braucht!
__________________ Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Okay, der Antagonist ist flott klar, dafür bleibt offen inwieweit die Witwe nun "echt" war. Die Geschichte des Hauses war klasse umgesetzt, wie zu erwarten war.