__________________
In diesem Roman steckte so ziemlich alles, was ich nicht gern mag!
Von den Stilmitteln:
- das schon öfter angemerkte, für mich unsägliche Wechseln von Vergangenheitsform und Präsens, teils in einem Satz
- etwas in Klammern setzen
- das Ansprechen des Lesers im Text ("Männer!, werden jetzt meine Leserinnen denken. Ja, Sie haben recht")
- und dass der Fall von letzter Woche in diesen "eingeschoben" wurde
Vom Stil her selbst erinnerte mich der Roman an einige Silber Grusel Krimis von früher, aber das ist nicht einmal negativ gemeint. Auch einige Worte passen eher zu früher...
Vom Plot her haben mich ein paar Kleinigkeiten gestört (eine Mittzwanzigerin will unbedingt Mitglied in einem Herrenclub werden; das Kreuz-werfen geht schneller als Schießen - als Beispiele).
Habe noch mit Mittel abgestimmt.
Zitat:
Original von Der Geist des Weines
In diesem Roman steckte so ziemlich alles, was ich nicht gern mag!
Von den Stilmitteln:
- das schon öfter angemerkte, für mich unsägliche Wechseln von Vergangenheitsform und Präsens, teils in einem Satz
- etwas in Klammern setzen
- das Ansprechen des Lesers im Text ("Männer!, werden jetzt meine Leserinnen denken. Ja, Sie haben recht")
- und dass der Fall von letzter Woche in diesen "eingeschoben" wurde
Vom Stil her selbst erinnerte mich der Roman an einige Silber Grusel Krimis von früher, aber das ist nicht einmal negativ gemeint. Auch einige Worte passen eher zu früher...
Vom Plot her haben mich ein paar Kleinigkeiten gestört (eine Mittzwanzigerin will unbedingt Mitglied in einem Herrenclub werden; das Kreuz-werfen geht schneller als Schießen - als Beispiele).
Habe noch mit Mittel abgestimmt.
Hm.
1) Der Wechsel muss ja stattfinden, wenn es nötig ist. Also: "Ich befand mich an der Stelle im Hyde Park, in der sich das Denkmal für Prinzession Diana befindet."
2) das ist natürlich Geschmackssache, ich mag es auch nicht, mochte ich auch nie bei King und Hohlbein
3) Das "Durchbrechen der 4. Wand" ist aber doch das, was bei der Serie von Anfang an, als es mit der Ich-Form begann, dazugehört hat. Das hat Jason doch immer gemacht. "Freunde, ich war mal wieder fertig." "Wenn Sie mal nach Irland kommen, ..."
Hab mit Schlecht gestimmt. Der Roman ist einfach...bah. Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von Gurkenmob am 11.08.2025 11:15.
Warum der ganze Neben-Plot mit dem Casino-Gewinn und dem fiesen Butler? Trägt absolut nichts zur Handlung bei und als "falsche Spur" wirkt es zu plump.
Ein "Geist der Woche", der mehr und mehr Kräfte wie aus dem Nichts erhält. Besonders das erscheinen von Doppelgängern am Ende wirkte sehr konstruiert und las sich eher wie eine Szene aus Dragonball/Naruto.
Der Deus Ex Machina "gute Geist", der dann am Ende aushilft und nun im Club verbleibt, weil er Angst vor dem hat, "was danach käme".
Die Figur der Evelyn Uppers, dieser Turbo-Feministin, hat mich doch etwas gestört. Nicht, dass ich gegen Frauen in so einem Club wäre, aber als dann Evelyn so forsch-frech lostrompetet hat, dass als nächstes eine Frauen-Quote kommen soll, als wäre das vollkommen selbstverständlich, war's bei mir aus. Liegt wahrscheinlich daran, dass ich gegen jede Art von Quoten bin, egal ob Männer-, Frauen-, Migranten-, Farbigen-, Behinderten-, oder sonstwas-Quoten. Ich habe nichts dagegen, dass gesellschaftliche Entwicklungen in der Serie aufgegriffen werden, aber ich habe was gegen "One-Note"-Charaktere, die nur zu existieren scheinen, um auf diesem einen Thema herumzureiten.
Das war einfach nichts.
Das Positive, wenn man so will, ist dass mal Sir James in den Vordergrund gerückt wird und er auch mal auf einem Titelbild zu sehen ist.
Der Fall der Woche war dann aber nur wenig spannend. Die Hauptermittlungsarbeit leistet dieses Mal Glenda am Computer. John und Suko als Ermittler waren eigentlich überflüssig. Sie passten nicht wirklich in die Geschichte. Den silbernen Nagel oder etwas anderes hätte auch Sir James an sich nehmen und den Gegner damit ausschalten können.
Einige Figuren wie dieser Erskine oder Beverly passten auch nicht richtig in die Geschichte. Der Club an sich wirkte so dermaßen uninteressant, dass ich mich wirklich frage, was Sir James dort überhaupt sucht, oder warum überhaupt irgendjemand dort Mitglied sein möchte. Eine Bushaltestelle ist interessanter als dieser Club.
Stilistisch erinnerte der Roman tatsächlich an alte Geschichten, wie Jason Dark sie schrieb, aber das Sinclair Feeling war nicht dasselbe. Das mit der Klammer im Text kam glaube ich nur ein Mal vor. So was gefällt mir auch nicht, aber es kam auch nicht oft vor.
Alleine dafür das ich im Grunde genommen gleich nach dem Lesestart den Duden zur Hand nahm um dem ausufernden Klammerngeschreibe Einhalt zu gebieten, musste ich mit Erschrecken feststellen das dies kein grammatikalischer Fauxpas ist, sondern allein dem Autoren zusteht darüber zu entscheiden. [Hätte ich mal lieber auch beim Butler Finley gleich schauen sollen] Wobei mich das hier ja eher genau deswegen gleich mal zum Schmunzeln brachte. __________________
Mir gefallen die verschiedenen Stilarten der letzten 3 Hefte vom Autor Sehr Gut. In gewisser Weise für mich eine Art Reminiszenz zur Serie (ab der 1851 + Dark Land) und somit bei weitem beste Unterhaltung. Danke dafür, hoffentlich sind das alles genüssliche Schreibübungen hier und bei J.Slade für den dritten Hexenhammer! Hehe, aber auch so bin ich zufrieden und freue mich auf den nächsten John Sinclair 2463.
...derzeitige Favoriten; Castor Pollux & Isaac Kane
Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Don Nuzzolo am 13.08.2025 14:57.
Zitat:
[quote]Original von Schneedrache
Das Positive, wenn man so will, ist dass mal Sir James in den Vordergrund gerückt wird und er auch mal auf einem Titelbild zu sehen ist.
Der Fall der Woche war dann aber nur wenig spannend. Die Hauptermittlungsarbeit leistet dieses Mal Glenda am Computer. John und Suko als Ermittler waren eigentlich überflüssig. Sie passten nicht wirklich in die Geschichte. Den silbernen Nagel oder etwas anderes hätte auch Sir James an sich nehmen und den Gegner damit ausschalten können.
Würde man John und Suko austauschen,hätte man einen tollen Gespenster-Krimi.Und das Ende mit den Kopien (aus dem Nichts) war auch nicht mein Fall.
Zitat:
Einige Figuren wie dieser Erskine oder Beverly passten auch nicht richtig in die Geschichte. Der Club an sich wirkte so dermaßen uninteressant, dass ich mich wirklich frage, was Sir James dort überhaupt sucht, oder warum überhaupt irgendjemand dort Mitglied sein möchte. Eine Bushaltestelle ist interessanter als dieser Club.
Aber genau so stell ich mir das Ambiente eines Clubs der "Oberen Zehntausend" vor
Zitat:
Stilistisch erinnerte der Roman tatsächlich an alte Geschichten, wie Jason Dark sie schrieb, aber das Sinclair Feeling war nicht dasselbe. Das mit der Klammer im Text kam glaube ich nur ein Mal vor. So was gefällt mir auch nicht, aber es kam auch nicht oft vor.
Alles in allem hat mich der Roman gut Unterhalten. Ich gebe dafür ein Gut
Schwer zu beschreibender Roman von LD. Ich fand er war oft am Rande zur Parodie.
Hatte mich sehr drauf gefreut. Cover in Ordnung, nur Sir James wirkt zu jung.
Irgendwie hat mir die Erzähl Struktur nicht gefallen. Man hätte mehr aus der Story rausholen können. Die Figur des Erskine Moss fand ich als Butler unglaubwürdig.
Schade,
Kommen wir zur Bewertung: nicht gut, nicht schlecht, bleibt leider nur ein „Mittel“