Inhalt: __________________
Der Wiener Vladek Rodensky, gelegentlicher Mitstreiter und von Freund von Tony Ballard, bekommt von einem Reporter einen telefonischen Hinweis, dass in einem ausgedienten Restaurant schwarzmagische Kräfte am Werke seien. Diesen Tipp hat der Reporter ebenfalls telefonisch von einem anonymen Anrufer erhalten. Als Vladek den Ort aufsucht, um sich dort mit dem Reporter zu treffen, findet er diesen ermordet vor. Eine schwarze Schattenhand hat ihn erstickt. Diese versucht gleich darauf, Vladek dem gleichen Schicksal zu unterziehen. Dieser kann flüchten und verständigt den Dämonenhasser, welcher sich gemeinsam mit Vicky nach Wien begibt. Der Fall nimmt Fahrt auf - die Spur führt schließlich zu einem Gewölbe unterhalb des Restaurants, in welchem neben vermuteten Schätzen, der Geist eines im Zweiten Weltkriegs verschütteten Mannes auf seine Befreiung wartete.
Fazit:
Puh... Diese Geschichte bot für mich sowohl inhaltlich, als auch handwerklich nicht besonders viel. Irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes... Ich kann nicht einmal genau benennen, weshalb das so ist - die Geschichte ist nicht wirklich schlecht, aber der Funke wollte irgendwie mal so gar nicht überspringen. Bis zum Schluss wartete ich irgendwie auf das gewohnte Ballard-Feeling, welches einfach nicht aufkommen wollte.
Für mich war dies ein reiner Einzelroman, den ich wirklich als Lückenfüller bezeichnen kann. Das Ganze wirkte dann auf mich auch irgendwie noch lustlos heruntergeschrieben.
Das einzig erwähnenswerte wäre für mich noch, dass Vicky kämpferisch große Fortschritte macht.
2 von 5 magischen Ringen
Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben. Der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist. (J.B. Cabell)
Zitat:
Für mich war dies ein reiner Einzelroman, den ich wirklich als Lückenfüller bezeichnen kann. Das Ganze wirkte dann auf mich auch irgendwie noch lustlos heruntergeschrieben.
hehe, genau das meinte ich mit meinem Kommentar bei Band 42 ;-) gibts demnächst leider häufiger :-( Aber noch ist das nächste Highlight nicht weit. Der kommende Zweiteiler war glaub ich auch richtig gut :-)
Es gibt Schlimmeres - solange es hin und wieder ein paar echte Highlights gibt, lese ich auf jeden Fall weiter. Der Roman war ja auch nicht wirklich grottenschlecht, aber gemessen an den Vorangegangenen, kam er halt einfach nicht besonders gut weg. __________________
Die Zweiteiler finde ich immer besonders gut (natürlich auch die Trilogie - bin auf die nächste gespannt). Mir geht es ja hauptsächlich um den roten Faden, solange die Gesamthandlung insgesamt vorangetrieben wird, nehme ich auch den ein oder anderen Lückenfüller gerne in Kauf.
Der Optimist erklärt, dass wir in der besten aller möglichen Welten leben. Der Pessimist fürchtet, dass dies wahr ist. (J.B. Cabell)
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Zitat:
Original von Grizzly
keine Angst, es bleibt ja gut. Wollte ja nur ausdrücken, dass es , insgesammt gesehen wie ich finde nur nicht NOCH besser wird.
Das klang im Vorfeld aber anders, als die Ballard-Leser die Serie beworben haben und ich 450€ dafür raus gehauen habe. ^^
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Nun, es muss auch mal Romane geben die einfach nur so dahin plätschern. Das aber selbst Diese noch so lesenswert sind hat schon einiges. __________________
Positiv ist in der Tat wie Vicky mehr und mehr an der Seite von Tony in die Geschehnisse eingreift, auch wenn man merkt das dies Tony nicht sehr gefällt. Ich hoffe das es aber so bleiben wird.
Ein Meister ist nicht derjenige, der etwas lehrt, sondern jemand, der seinen Sch�ler dazu anregt, sein Bestes zu geben, um ein Wissen zu entdecken, das er bereits in seiner Seele tr�gt.
Wenn es in einer Ehe keine Meinungsverschiedenheit gibt, dann ist einer ein Trottel
Den Tagen mehr Leben geben nicht dem Leben mehr Tage
"Gott, gib mir die Gelassenheit,
Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden."
Vladek Rodensky erhält vom Reporter Otto Baumann einen Hinweis auf paranormale Vorgänge in einem verlassenen Restaurant. Da der Brillenhersteller neuerdings lebensmüde oder einfach nur total selbstüberschätzend ist, trifft er sich mit Baumann, um die Sache zu untersuchen. Ohne auch nur vorsichtshalber den echten Dämonenhasser zu informieren. Im Restaurant findet er erstmal nur die frische Leiche des Reporters, der vor kurzem erstickt wurde. Der Mörder, eine unheimliche Schattenhand, ruht noch auf Baumanns Gesicht. Erstmal näher rangehen und den Schatten betatschen. Zum Glück passiert bei dieser dämlichen Aktion nichts. Doch als er das Gebäude verlassen will, rast die zur Faust geballte Schattenhand auf Vladek zu und haut ihm eine rein. Über eine Falltür rettet er sich in eine Dachkammer. Er wartet, bis die Hand das Interesse an ihm verliert – sie hat sicher genug andere wichtige Sachen zu tun – und begibt sich dann unbeschadet nach draußen. __________________
Das hätte auch anders ausgehen können und ist ein weiterer Beweis, wieso manche von Tonys Freunden sich einfach im Hintergrund halten sollten. Nach dem Schock holt Vladek endlich Tony her. Vicky begleitet ihren Partner. Die Polizei ist dieses mal überraschender Weise engstirnig und nimmt Vladek als mutmaßlichen Mörder des Reporters fest, statt an die Hölle und eine Schattenhand zu glauben.
Nach diesem ersten Viertel springt die Handlung zur sportbesessenen Nebenfigur Franz Kolesik und seinem sportmuffeligen Bruder Herbert. Sie bekommen es mit der Schattenhand zu tun, die also nicht nur lokal auf das Restaurant begrenzt ist. Klang am Anfang des Abenteuers so. Franz erwischt es, Herbert alarmiert die Polizei. Die Schattenhand hat wohl wieder keinen Bock auf ein zweites Opfer und lässt den Zeugen in Ruhe.
Durch eine zweite Sichtung der Hand wird Vladek Rodensky entlastet. Die Behörden akzeptieren jetzt einfach die Erklärung eines modernden Handschattens. Schön, da kann er pünktlich Tony und Vicky vom Flughafen abholen. Zusammen befragen sie einen Reporter-Kollegen von Otto Baumann und danach Herbert Kolesik. Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Toten? Was ist die Motivation der Schattenhand, wenn sie denn überhaupt eine hat? Wirklich weiter kommen die Helden aber nicht.
Dafür erhält Herbert später einen Anruf seines toten Bruders. Franz weiß noch nichts davon, dass er aus dem Leben getreten ist und denkt, Herbert will ihn verarschen. Und Herbert denkt schließlich, ein Scherzanrufer will ihn veralbern. So gibt es nur Zoff zwischen den Brüdern. Aha. Sollte das wieder so eine pseudowitzige Morland-Szene sein? Wenigstens informiert Herbert den Dämonenhasser und Tony schickt sofort Vladek als Beschützer zu ihm zurück. Der Brillenfabrikant hat sich ja schonmal so gut mit dem Händchen geschlagen und konnte ihm nur knapp entkommen, prima Idee.
Tony selbst will sich jetzt im verlassenen Restaurant umsehen, wo die Schattenhand spukte. Vicky soll sich im Hintergrund halten. Keine schlechte Idee, nur hält sie sich nicht daran. Sie will unbedingt an der Front mitmischen und fährt zu Herbert Kolesik, wo natürlich im richtigen Timing gerade die Hand auftaucht. Mit einem ihrer Silberwurfsterne kann sie die Schattenhand vernichten. Doch es gibt noch eine zweite Hand. Vicky und Vladek freuen sich über ihren Sieg, als die andere Hand Herbert Kolesi angreift. Zum Glück können die Helden auch diese erledigen.
Ernst Mrozek und Guido Jure sind „waschechte Wiener“ und wissen von einem alten Stollen unter dem verlassenen Mörderhand-Restaurant, in dem Schätze liegen. Das Polizeisiegel hält sie nicht auf und so brechen sie schließlich mit Spitzhacken den Zugang zum Stollen auf. Zu ihnen gesellen sich wenig später Otto Baumann und Franz Kolesik, die als Zombies wiederaufgestanden sind und irgendwie unbemerkt aus der Leichenhalle bis zum Restaurant latschen konnten. Jedenfalls kommt es zum Kampf auf Leben und Tod, bei dem die Schatzsucher keine Chance haben.
Auf dem Weg ins Restaurant überfährt Tony fast eine Fahrradfahrerin und muss sich erstmal um sie kümmern. Wie erfrischend, dass wir zu Hilde Zillinger keine seitenlange Lebensgeschichte erfahren. In dieser Kürze darf es der Autor bei unwichtigen Personen gerne halten. Durch diesen Zwischenfall aufgehalten erreicht Tony das Restaurant fast zu spät, um Ernst Mrozek und Guido Jure vor den Untoten zu retten. Da greift aber auch schon der – inzwischen handlose – restliche Schattenmensch ein. Man hätte den Stollen wohl doch nicht aufbrechen sollen. In dem wurde der Schattenmann nämlich damals lebendig verschüttet und vergessen. Nun ist er wieder frei und droht die beiden Schatzsucher mit seinen Armen zu erwürgen, Hände hat er ja keine mehr. Keine Ahnung wie genau das gehen soll, aber Tony muss seine Waffen niederlegen, sonst stirbt Guido Jure. Den Dämonendiskus hat der Schatten aber vergessen, damit überrascht und schwächt Tony seinen Gegner. Schnell schnappt er sich seine Pistole und feuert ihm ein paar Silberkugeln in den Rücken, dann noch ein gezielter Stoß aus seinem Flammenwerfer-Feuerzeug. Ist gut jetzt, der arme Schatten hat es schon hinter sich. Am Ende stürzt ganz klassisch der Stollen ein und die drei Männer können sich gerade noch in Sicherheit bringen. Der Schatz wird wohl da unten liegen bleiben müssen.
Und es gibt noch einen kleinen Epilog. Die Fahrradfahrerin Hilde Zillingers besitzt ein „Heurigenlokal“. Dort feiern Tony, Vicky und Vladek zusammen ihren Sieg.
Ein nettes kleines altmodisches Gruselabenteuer. Da will ich nicht meckern. Vicky wird von Tony langsam zur Dämonenjägerin ausgebildet, ist aber viel zu übermütig. Vladek Rodensky hat keinerlei Erfahrung und ist völlig lebensmüde, wenn er so mitmischt. Das stört mich am meisten. MITTELmäßige
(5 von 10 Ringen), aber das reicht für so eine Handlung völlig. Wenn Morland solche Geschichten öfter schreiben würde, könnten die spanenden Entwicklungen und krassen Schockmomente auch besser wirken.
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller