Bei den Geschichten von Christian Schwarz bleibt kein Stein im trockenen. Im Sinne des Wortes, da ist der Teufel los und das gleich dreifach. Er erzählt von den Auswirkungen der toten Zeit – einer selbst den Schöpfungswesen unbegreiflichen Magie!? – eine durch größere Mengen einsetzende Wirkung konnte selbst Satan nicht mehr unter Kontrolle bringen und als Folge davon, stellten sich Scheinrealitäten hinzu die sich manifestierten und noch zwei Teufelchen hervorbrachte. Nun von einen Satan kann man keinen Frieden erwarten und von drei Teufelchen schon gar nicht mehr und weil daraus kein Sieger hervor ging, haben sich die Persönlichkeiten zur Dreieinigkeit in eine Körper vereinigt. __________________ Dieser Beitrag wurde schon 2 mal editiert, zum letzten mal von engelbert am 08.08.2009 08:48.
Die Wurzel allen Übels verzweigt sich ab nun unendlich - ein listiges Teufelchens dieser Schwarz.
Dennoch beim besten Willen kein Schock, wie der Titel es uns glauben lassen möchte.
Zeitanomalien sind zwar nicht unbedingt meine Sache, diese Bandbreite öffnet hierfür alle Schranken, die Gesetzmäßigkeiten werden dabei oft außer Kraft gesetzt und als Leser irrt man schutzlos mit seinen irreguläre Regeln aber gleichzeitig stehen hierfür neue interessante Perspektiven zur Geschichte mit ihren herausfordernden Reiz.
Eine gelungene Ausstrahlungskraft des Bösen, hier gebietet Svantevit auf der höchsten Position innerhalb der Hölle, der des Ministerpräsidenten, gegenüber der aktuellen Darstellung von der liebliche Soft- zur teuflischen Horrorversion.
Durchwegs nicht neu aber mal abwechslungsreich bei unseren Protongoinisten, die Beziehungskiste. Nici lebt getrennt, ohne großes Geschrei und Geheule, sie geht ihren Weg als Kämpferin, Verschwörungstheorien machen die Runde- diese neue Realität hatte durchaus seinen Reiz. Von Zamorras neue Anvertraute samt Anhängsel, romantisch und stillecht vielleicht nicht alltäglich und quasi als Einblick um die Verwandtschaft des Butlers, findet sich sicher irgendwo im Nachtkästchens, ein stilles Plätzchen.
Ja, fast demonstrativ ruft Asmodis sein neues Potential als Diener der Schicksalswaage ab. Es beginnt mitten in der Festung des Lichts, im Saal des Wissens und an den Schauplätzen der Anomalien unter Mithilfe seiner Dreieinigkeit selbst, werden die Zeitparadoxen schlussendlich eliminiert.
Es ist auch kein Schock mehr das Christian Schwarz immer wieder neue Abgründe in sich selbst entdeckt und Zamorra in seiner Verzweiflung Asmodis sein Amulett überläst – es kann einfach nicht gut gehen, dies hat sicher Auswirkungen in der Zukunft, mal sehn.
Nici hatte schon recht, ein Teufel ist und bleibt ein Teufel. Sie wird ausrasten, sie wird ihm den Kopf umdrehen, wohl beiden!
Der Zweiteiler hat mir Spaß gemacht, vielschichtige und spannende Handlung, mal geheimnisvoll mals tragisch, wobei die Tragik vielleicht selbst zu kurz kommt und er enthält einige unerwartete Wendungen.
Story: 4,5/5
Asmodis und das Amulettwesen Taran.
"Martialisch siehst du aus. Wie ein Klingone"
- bis auf den teuflischen Schädel und auch Taran find ichsehr gelungen.
Im Hintergrund Caermardhin mit dem Hauptturm.
Cover: 4,5/5
Inhalt: __________________
Die Realität verändert sich immer weiter. Teil 2 setzt ein halbes Jahr nach dem ersten Teil ein. Zamorra hat sich von Nicole getrennt und ist mit seiner Auftraggeberin des Schottland-Falles zusammen. Leonardo hat eine Wiedergänger-Armee zusammengestellt und schafft es beinahe, Zamorra zu töten. Stygia tötet Robert Tendyke. Nicole ist schon längst tot. Eigentlich, denn die sitzt noch in der alten Realität im Château Montagne und weiß von alle dem ncihts. Ebenso geht es Asmodis, der in der neuen Realität Fürst der Finsternis sein soll, sich aber in Merlins Schloss befindet. In dieser Notlage sucht er LUZIFER auf, der dieses Chaos auf das Freisetzen der toten Zeit zurückführt. Mit einem weiteren kleinen Teil der toten Zeit bringt er alles wieder in Ordnung.
Doch damit ist der Roman nicht zuende. Zamorras eigentlicher Fall um die gespenstische Jagthütte in Schottland bleibt bestehen und muss gelöst werden, was er auch schafft. Das Amulett spinnt mal wieder, dessen Bewusstsein Taran täuscht Nicoles Tod vor. Zamorra weiß sich nicht anders zu helfen, als nach Beendigung des Falls zu Asmodis zu reisen und ihm das Amulett zu überlassen, damit der die Sache untersucht. Und tatsächlich scheint Taran nach Merlins Tod verrückt geworden zu sein, Asmodis verbannt ihn kurzerhand aus dem Amulett.
Rezi:
Ach, die Sache hat mir nicht gefallen. Eigentlich ging es in dem Zweiteiler nur um den Fall in Schottland. Die Realitätsänderung hätte man für sich behandeln sollen und nicht einfach in den Roman reinschieben. Immerhin ist das akzeptabel umgesetzt und eingefügt worden. Als dritter Sorystrang gegen Ende hat Asmodis sich jetzt endlich um das Amulett gekümmert. Bleibt zu hoffen, dass es jetzt wieder nachvollziehbarer reagiert.
Das Highligt des Zweiteilers ist für mich ganz klar trotz des unwichtigen Auftritts die Kröte Kühlwalda, mit der sich Asmodis gern weiter im Monolog unterhalten kann.
(6 von 10) 5 Punkte für einen soliden Roman um drei Geister und ein mysteriöses Bildnis. Einen Zusatzpunkt für Kühlwalda. Und für den Part mit der Realitätsänderung keine Punkte, aber auch keinen Punktabzug.
Cover: Im Gesamtvergleich gefallen mir die aktuellen Sinclaircover eindeutig besser. Wieder mal stark computeranimiert. Passt vielleicht zu einer Actionserie oder Fantasy, aber Grusel kommt so nicht auf.
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller