Nicole Duval versucht Abstand von Zamorra und seinen Umfeld zu erlangen und zieht aus dem Chateau aus. In einer Vierzimmerwohnung mit Blick auf Place du Tretre in Montmartre findet ihr Umzug ihren Abschluss. __________________
Der anfänglich überraschte Zamorra glaubt die Ursache von Nicoles Verhalten im fehlgeleiteten Amulett zu finden und wendet sich an Asmodis nach Caermardhin. Asmodis gesteht das die Kräfte im Amulett sehr stark seien und er noch einige Zeit mehr dafür benötige. Zamorra solle doch froh sein und seine Freiheit genießen, wie im Jahre 1964 als er Teilnehmer an einer Gruppensexparty war.
Inspektor Emile Gaudin von der Mordkommission der Pariser Kriminalpolizei ermittelt bei einem Mordfall. Dem Anschein nach waren beim Mordopfer auch übersinnlichen Phänomenen zugegen und Gaudin bittet Pierre Robin um Rat und Hilfe. Auf der Liste der Hausbewohner findet Pierre Robin einen unerwarteten Namen, von niemand geringeren als Nicole Duval wieder. Damit Zamorra ihren Aufenthaltsort nicht erfährt, erklärt sie sich zur Zusammenarbeit mit Pierre Robin bereit, trotz ihres Vorsatzes, etwas Abstand zu schwarzmagischen Phänomenen zu gewinnen.
Im Juli des Jahres 1789 wird der Zauberer und Alchemist Jaques Carax von dem Illuminaten Desmoulin gefangengenommen unter dem Vorwand des Mordes. Der wahre Hintergrund ist der Schatz von Jaques Carax. Vor seiner Verhaftung hatte der Magier seinen Schatz mit schwarzmagischem Zauber in der Zeit versteckt. Desmoulin unterbindet seine magischen Fluchtversuche und bevor er am Strang zu Tode verurteilt wird, verflucht er Desmoulin und seine Nachkommen. Der Abdruck seiner Hand werde immer an der Wand sichtbar bleiben und Unglück über Desmoulin und seine Nachkommen bringen. Er aber werde irgendwann aus dem Grab steigen und erneut durch die Stadt wandeln.
220 Jahre später im Haus der Tourniers erscheint im Keller überganglos der Schatz. Jaques Carax ist zurückgekehrt in der Gestalt eines verwesenden Zombieskeletts. Er nimmt die Familie Tourniers als Geiseln um sich, in der für ihn fremden Zeit mit ihrer Technik besser zu Recht zu finden. Sein erstes Ziel ist wieder menschliche Gestalt zu erhalten aber dafür benötigt er die Hilfe seines Dämonen Pluton. Sein Beschwörungsversuch mit Menschenopfer misslingt- was aber der Zombie nicht wissen konnte- weil der Dämon in der Zwischenzeit in der Dimension der Meeghs vernichtet wurde.
Pierre Robin kann unter Mithilfe der Pariser Polizei durch ein weiteres Attentat der schwarzen Hand, den ehemaligen Standort Jaques Carax ermitteln und es, als das Haus der Tourniers zuordnen. Die erste Konfrontation mit dem Zombie verläuft für Nicole in ein Fiasko. Sie riskiert das Leben der Familie Tournier und auch ihren E-Blaster muss sie ihren Widersacher abgeben. Mit den zweiten Beschwörungsversuch rettet sie den Sohn der Familie das Leben, indem sie einen weißmagischen Schirm über das Anwesen der Tournier entstehen lässt und somit den Zombie mitsamt des Schatzes vernichtet.
Nicole Blick auf Place du Tretre in Montmartre
Nach einen Jahr Pause habe ich mir wieder einen Zamorra gegönnt.
Die Trennung ist im Handlungsverlauf der erwartete wichtigste Bestandteil des Romans und des Weiteren wird es auch in Zukunft wohl noch elementarer und ausschlaggebend sein. Jedenfalls beinhaltet die Geschichte sicher einen lebendigen Zündstoff und was noch bedeutsamer ist, außerhalb der üblichen magischen und übersinnlichen Welt. Mir gefällt auch die Voraussetzung worauf die Trennung beruht, und nicht lapidar wie es manchmal bei einem Streit ausufert. So glaube ich auch nicht unbedingt dass primär das Amulett für ihren Zustand verantwortlich ist, es erscheint mir mehr eher eine Sackgasse zu sein. Also mal abwarten ob sich noch zusätzlich versteckte Hintergründe offenbaren.
Welcher männlicher Homo sapiens versteht umgehend schon die Konsequenzen einer solchen Trennung? Auch Zamorra brauchte hierfür spürbar deutlich etwas mehr Zeit, aber dafür drückt der Autor es umso grandioser aus:
„…und war dem Undenkbaren mit Ignoranz und demonstrativ zur Schau gestellter Gelassenheit entgegengetreten.“
Ja, eigendlich gibts dazu nichts mehr zu sagen. Sehr treffend der erste Moment. Ein Zyniker ist einer, der im falschen Moment das richtige sagt.
Man muss Herrn Schwartz seinen hohen Erfahrungswert zugestehen, die ganze Szenerie kommt mir doch sehr plastisch vor.
Wie man sieht, speziell dieser Cliffhanger gefällt mir doch sehr und hoffentlich hängt es nicht mit Zeitanomalien zusammen, sonst flipp ich noch aus.
Bevor die Geschichte mit zurückhaltender Grusel- und Kriminalkost agiert darf Zamorra noch einmal mit Gruppensex polarisieren. …schmutzig, tierisch, niedrigste Instinkte auf die reine körperliche Kopulation reduziert- was für ein schweres Leben dieses Junggesellenleben!
Im gesamten eine sehr unterhaltsame Geschichte, die seine Spannungsmomente zusätzlich in zwei Szenarios ihre Höhepunkte erreicht. Die erste mit der heroischen Einbindung des Familienvaters, selbst die Initiative zu ergreifen und die zweite beinhaltet die vergebene Chance den internen Konflikt von Nicole noch zu festigen und für das Ableben des Jungen verantwortlich zu sein.
Was das gesteckte Ziel in Zukunft, in Form der schwarzen Hand als Motivation tatsächlich auf sich hatte ist die Schwachstelle und Enttäuschung dieses Romans. Leider verläuft dieses Konzept gänzlich im Sande und ist ohne Bedeutung. Vergessen sind demnach auch die zwei Polizisten im Heizungskeller, ausgestattet mit Schutzamuletten, so werden sie wohl unverrichteter Dinge doch abgezogen sein weil der Autor sie vergessen hat.
Dafür gibt es in der Wertung einen Punkteabzug.
Story: 5,0/3,5
7 von 10 Amuletten
Cedeos Wertung
O O O
Das Nicole die Haute Couture Mode nicht abgeneigt ist, ist allgemein bekannt. Genauso dramatisch und sexy stellt es das Cover dar. Es zeigt eine Szenerie wie sie in der Geschichte vorkommt. Nicole trifft dabei auf einen selbständig agierenden Schatten, ein Geschenk des Dämonen Plutons. Ihr Gesicht ist in zweierlei Hinsicht doch etwas verspannt. Auch wenn das Cover durch den Titel in die Irre geleitet und Computergeneriert ist, so ist es aussagekräftig dargestellt und zeigt einen spannenden Augenblick des Romans.
Cover: 5,0/3,0
An sich bekommt man hier nur eine solide Zombiegeschichte vorgelegt. Bei Zamorra wird wohl bei vielen Horror-Geschichten in die Vergangenheit gegriffen, dieses mal entspringt der Zombie der Französischen Revolution. Diese Vergangenheits-Passagen finde ich gut und lese ich immer wieder gern. __________________
Zu der Geschichte um den Zombie kommt noch die Namensgebende Trennung von Zamorra und Nicole. Für Altleser der Serie sicher ein Higlight und grandioser Wendepunkt der Serie, mich hat das jedoch nicht so berühert. Einfach weil die Abenteuer des Pärchens erst seit 21 Romanen verfolge.
Für mich als Neuleser ist der Roman GUT, zu einem sehr gut konnte ich mich einfach nicht durchringen. Eine gut geschriebene, solide Zombiegeschichte mit einer Prise Beziehungschaos.
Cover gefällt mir natürlich wieder mal nicht richtig , auch wenn es erträglich ist und nicht total übertrieben computeranimiert.
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller