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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » John Sinclair » JS1401-1600 » Band 1519 : Das Leichenbild
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Umfrage: JS Band 1519 : Das Leichenbild
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Michael Michael ist männlich
Administrator




Dabei seit: 22.11.2007
Beiträge: 5212

05.10.2008 08:19
Band 1519 : Das Leichenbild
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Das Leichenbild

»Du willst mich killen, Amy? Du willst mich tatsächlich zum Teufel schi¬cken, du kleine Schlampe? Das kann ich nicht glauben. Das ist einfach zu hoch für mich.« Ein blutunterlaufenes Augenpaar starrte den Mann an. »Ja, das werde ich«, flüsterte Amy Jackson, »und zwar noch heute! Ich habe es lange genug hier ausgehalten.« Ebby grinste nur. »Dann musst du dich beeilen. In zwei Stunden haben wir Mitternacht.« Amy Jackson sagte nichts mehr. Zwei, drei Sekunden gönnte sie sich noch Ruhe, dann stand sie auf und verließ das Wohnzimmer mit kleinen, schnellen Schritten. Wenig später wurde die Tür zum Schlafraum mit großer Wucht zugeschlagen. Es klang wie ein Schuss...

Cover: E.J. Spoerr

Erscheinungsdatum: 21.8.2007

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Wenn die Süße des geringen Preises verflogen ist, die Bitterkeit minderer Qualität wird bleiben.

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3146
lessydragon lessydragon ist männlich
Foren Gott




Dabei seit: 21.08.2012
Beiträge: 6434

26.02.2017 23:45
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Eigentlich ein ganz interessanter Fall der Woche, die Idee mit dem Leichenbild auch nicht zu sehr übertrieben und eingebaut, könnte man die Geschichte ganz gut verfolgen.
Aber als sie dann am Zielort waren und die Ideen zu dem direkten Kontakt ausgingen, da kam einfach wieder zu viel Geschwafel, man hat sich gefühlte 28 Mal imKreis gedreht.
Und auch die Kreuzlösung, nicht, dass sie als Möglichkeit blöd war, aufgrund der Umstände war es schon die einzige Lösung, aber in der Kirche hatte das Kreuz Kontakt mit ihr, der Geist flieht, am Schluss hat es Kontakt, der Geist weicht zurück und will fliehen... Jetzt hätte die Formel gepasst, um es zu beenden, aber nein, ein drittes Mal hinspringen, wieder "nur" der gleiche Kontakt wie vorher 2 mal, aber diesmal Chancengleichheit vernichtend. Das schmälert die Wertung dann doch ungemein und ich kann mich gerade so zu einem Mittel entschließen...

LG Lessy großes Grinsen Alt

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91380
Marvin Mondo
Koenig




Dabei seit: 21.05.2018
Beiträge: 921

12.02.2024 16:01
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Eine Inhaltsangabe wäre an dieser Stelle hilfreich gewesen. Und hier ist sie auch letzten Endes.

Der Trucker Ebby Jackson wird urplötzlich von seiner Frau Amy mit einer Waffe bedroht, die offenbar vom Teufel besessen ist. Ebby wehrt sich, ihm gelingt es, das Waffen-Handgelenk zu drehen, worauf Amy sich mehr oder weniger selbst erschießt. Nachdem Ebby den "Mord" meldet, wird er vor Gericht gestellt und wandert in den Knast.

Von dort aus wendet er sich an den Yard, wo drei Monate später John Sinclair über Jacksons Ersuchen informiert wird. Dieser besucht jackson in der Zelle, der ihm von der Teufelsliebe seiner Frau erzählt. Jackson berichtet außerdem, dass er vom Geist seiner Frau heimgesucht wird, die seinen Tod wünsche. Der Geist sprach mit ihm über ein Bild, das ihm anonym ins Gefängnis geschickt wurde. Das Bild zeigt die Versorbene, als Sinclair einen Kreuz-Test vornimmt, wird das Bild zerrissen, über das Bild der Toten schiebt sich ein weiteres, geisterhaftes Bild, das ebenso Amy Jackson zeigt.

Sinclair wird bei Sir Powell vorstellig und ersucht darum, ausnahmsweise Hafturlaub für Ebby Jackson zu beantragen. Dieser soll ihn nach Blackwater, Irland begleiten, den Heimatort seiner Frau, wo Amy auch begraben wurde. Powell ist nicht begeistert, sorgt aber dafür, dass Jackson vorübergehend freikommt.

In Irland stoßen Sinclair und Jackson auf Feindseligkeit. Auf dem Friedhof stellen sie fest, dass, entgegen der Tradition, Amy Shannons (so ihr Mädchenname) Grab kein Bild der Toten aufweist. Ein Gespräch mit Pfarrer Kevin Archer verläuft unangenehm, dieser hetzt gegen den vermeintlichen Mörder Amys, was auch anschließend in der Kirche geschieht. Doch es stellt sich auch heraus, dass etwas nicht stimmen kann. Sandra Shannon, die Mutter der Verstorbenen, übt Kritik an Pfarrer Archer, der etwas getan habe, um den Teufel innerhalb der gläubigen Gemeinde abzuwehren. Plötzlich ertönt in der Kirche das Hohnlachen der toten Amy Jackson, deren Geist den Pfarrer attackiert. Sinclair kann Archer retten, indem er den Geist mit dem Kreuz vertreibt.

Von Archer erfahren Sinclair und Jackson, dass Sandra Shannon recht hatte mit ihren Andeutungen. Amy hielt, nachdem sie nach London zog, stets Kontakt zu ihren Verwandten. Doch mit der Zeit wurde sie immer satansgläubiger, was die Menschen von Blackwater abschreckte. Nachdem ihre Leiche überführt wurde, beschloss der Pfarrer, im Einvernehmen mit den Eltern, die Leiche dem Teufel zu weihen. Dazu wurde der Körper mit Symbolen der Schwarzen Magie bemalt und verscharrt, ohne christliche Weihe.

Doch der Geist blieb ruhelos, taucht unterdessen bei ihren Eltern auf und will Rache. Amys Geist tötet ihren Vater Gerry, den sie die Treppe hinunter wirft, wo er sich die Knochen bricht. Amy will ihre Mutter erwürgen, doch da greifen Sinclair und Jackson gerade noch rechtzeitig ein. Sinclair vernichtet Amy Jacksons Geist mit dem Kreuz und zeigt sich am Ende optimistisch, dass Ebby Jacksons ausgesprochene verurteilung aufgehoben wird.

Fazit: Die Geschichte ließ sich äußerst flüssig leben, was angenehm überrascht für einen 1500er Band. Vor allem die Figut Ebby Jacksons, dessen Innenleben gelungen herausgearbeitet wird, hat mir sehr gut gefallen. Schön, dass wenigstens er das Geschehen gut überstehen konnte.

Ansonsten blieben aber wieder einmal viele Punkte, die nicht befriedigend gelöst wurden. Darks "Fluch-Sponsoren" kamen mal wieder volle Möhre zum Tragen, es ist einfach widerlich und unerträglich, wie in Hülle und Fülle über 64 Seiten hinweg vor sich hin geflucht wird.

Die Dialoge sind zum Teil schauderhaft, weil sie sich, wie bereits angesprochen wurde, hölzern im Kreis drehen. Nur zwei Beispiele:
"Jetzt sagen Sie mir bitte, weshalb Ebby Jackson mich sprechen will, ..." Nur drei Absätze später: "Kennen Sie denn den Grund, warum er mich sprechen will?" (alles auf S. 17). Fürchterlich und nervig!
"Rache, Mister Sinclair?" - "Durchaus." Weiter unten in der gleichen Spalte: "Vielleicht will sie Rache nehmen oder so." Ich stimmte ihm zu. (beides S. 53). Meine Güte!

Dazu folgende unlogische Elemente:

Man muss sich unwillkürlich fragen, warum Sinclair nicht einmal in Erwägung zieht, die Wohnung der Jacksons in London zu durchsuchen nach etwaigen Spuren. Stattdessen nur der wenig intelligente Satz: "Ich wüsste nicht, wo ich hier in London ansetzen sollte." (S. 22). Keine Lust gehabt, Herr Rellergerd?

Die Frage, wer nun das Leichenbild wirklich nach London schickte, wird nicht aufgeklärt. Sandra Shannon könnte es laut Pfarrer gewesen sein, doch das Motib bleibt offen (S. 52). Eine wenig kreative Lösung.

Und auch die Motivation des Geistes ist nicht gerade intelligent zu nennen. Amy Jackson war vom Teufel besessen, liebte diesen, wollte in seinem Namen ihren eigenen Mann töten. Aber ihren Eltern wirft sie stattdessen die Beerdigung und die Weihe für den Teufel vor, weil sie bei ihrem Tod plötzlich dem Teufel abgeschworen haben wollte - hä? Das passt hinten und vorne nicht zusammen, da verzettelt sich der Autor ganz gewaltig.

Mit einer "mittleren" Bewertung macht man nichts falsch, für mehr reicht es infolge vieler Abzüge einfach nicht. Allerdings hat der Charakter Ebby Jackson wirklich Spaß gemacht, solche Figuren dürften gerne öfter mal vorkommen, nicht immer nur zweidimensional oder formelhaft angelegte Charaktere.

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