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Die beiden freiwilligen Helferinnen Rita Cromwell und Elvira Littles sind im Auftrag ihrer Gemeinde unterwegs, um in der vorweihnachtlichen Zeit ein paar Geschenkspakete an hilfsbedürftige Menschen zu verteilen. Die Rolle als sogenannte "Engel" wird aber durch ein unvorhersehbaren Zwischenfall jäh unterbrochen. Von nun an bekommt der Begriff "Engel" eine ganz andere Bedeutung zu bzw. schlägt eine andere Richtung ein ......eben Elviras Grauen.
Fazit:
Im Grunde eine grundsolide story, die mich doch recht gut unterhalten hatte. Die Idee oder besser gesagt die Variante mit den Engels-Seelen fand ich gelungen. Hier gefiel mir besonders die Szene auf dem Kaufhaus-Parkdeck, wo die drei Engels-Seelen "Feuer u. Flamme" waren . Ein weiteres Highlight (für mich jedenfalls) war der kleine Gefühlsausbruch des Geisterjägers. Auf S. 50/51 bekam man nämlich mal einen kleinen "Einblick" in die Psyche vom "Sohn des Lichts". Fand diesen Gefühlsausbruch bzw. seine Resignation einfach nur menschlich. Diese Situation war einfach schon längst überfällig
. Doch leider gab es in diesem Roman nicht nur die drei hier schon erwähnten Schatten (Seelen) zu verzeichnen, es gab leider doch so einige Dinge die mir nicht so zusagten. Hier mal ne kleine Kostprobe:
1. Auf S. 27/28 "meldet" sich John's Kreuz im Kaufhaus und an was denkt der berühmte Geisterjäger jetzt ? .... an einem Schal den er noch kaufen muss .
2. Auf S. 33 fragt ihn der Leiter der Mordkommission ob es sich um einen Fall für ihn handelt und was antwortet der Geisterjäger ....nein .
3. Auf S. 36 telefoniert John mit Glenda und informiert sie über die Geschehnisse und sie hat nichts besseres zu tun als blöd zu lachen. Anstatt hier eventuell aufzustöhnen oder besorgt zu reagieren. Ich fand ihre Reaktion einfach nur unpassend.
4. Auf S. 38 "entdeckt" Elvira beim Betreten des Kaufhausrestaurant John am Fenster sitzen und sie fragt sich doch allen ernstes, ob John sie wohl verfolgt hätte . Wie hätte das denn klappen sollen ?. John trank schon genüsslich an sein Mineralwasser mit Zitrone
. Ausserdem verstand ich ihre vorgehensweise überhaupt nicht. Anstatt lieber zu flüchten hat sie nach dem Mord an Linda Boyle nichts besseres zu tun als das Kaufhausrestaurant aufzusuchen
.
Auf S. 44 konnte sich John nicht vorstellen, dass es eine Verbindung zwischen Hölle u. Engel geben könnte .
Auf S. 54 dreht John Elvira einfach den Rücken zu, um sich anschließend wie ein blutiger Anfänger von ihr überwältigen zu lassen. Kann dieses deletante Fehlverhalten von John einfach nicht begreifen .
Bewertung:
Trotz der doch zum Teil schwachen Dialoge bekommt der Roman von mir ein "mittel".
Cover:
Elvira wurde im Roman auch so beschrieben. Doch das Cover spricht mich persönlich überhaupt nicht an.
Dieser Roman hat mich auch mit zwiespältigen Gefühlen zurückgelassen. __________________
Zwar gibt es viele schön unheimliche (der Angriff auf Elvira und Rita, der Mord an dem Schaffner, das Auftauchen der Engelseelen) und spannende Szenen (insbesondere die drei Feuer-Engel, die John angreifen, aber auch der Mord an Linda Boyle) Szenen, aber dazwischen gibt es oft auch Durchhänger und einige Widersprüchlichkeiten.
Das Finale ist in jedem Fall aber sehr gelungen. Gerade Elviras Reaktion auf das Kreuz war überraschend und recht brutal, aber auch ihr finaler Angriff und die Vernichtung durch die Silberkugeln war gut in Szene gesetzt. Dass John sich hier mal wieder ziemlich naiv verhalten hat, darüber hülle ich lieber mal den Mantel des Schweigens.
Positiv war zudem noch die Erwähnung des Spuks, auch wenn leider nicht klar wird, ob er nun wirklich für die Vorgänge verantwortlich ist oder nicht. John deutet etwas in die Richtung an (S. 56), und auch die Engel geben gegenüber Elvira zu, dass ihre Körper vernichtet wurden und sie danach in eine Schwärze eingegangen sind, die sie dann später verlassen durften (S. 49). Aber eine konkrete Aussage dazu gab es leider nicht.
Außerdem wird nicht ganz klar, wer nun am Anfang Rita Cromwell ermordet hat. Kurz vor Schluss (S. 55) wird mehr oder weniger angedeutet, dass die Engelseelen dafür verantwortlich waren. Aber wer hat die beiden Frauen dann niedergeschlagen und ins Haus geschleift? Irgendwie bleiben da alle Erklärungen ziemlich schwammig.
Ärgerlich ist zudem Johns Aussage auf S. 44, als er sich nicht vorstellen kann, dass es eine Verbindung zwischen Engeln und der Hölle geben könnte. Und das nach all den Fällen, in denen er schon gegen Höllenengel gekämpft hat! Immerhin, auf S. 49 scheinen es die Geister-Engel besser zu wissen ...
Auch die Dialoge sind nicht wirklich das Gelbe vom Ei. Insbesondere was die untoten Engel von sich geben, ist meistens eher peinlich statt gruselig, wie etwa nach dem Mord an Linda Boyle: »Es geht doch nichts über die bösen Engel. Die sind die allerbesten.«
Insgesamt gesehen ist 'Das Grauen hieß Elvira' eigentlich ein guter, unterhaltsamer Roman, der aber durch viele schwammige und kaum nachvollziehbare Erklärungen und einige Widersprüche auf nur noch durchschnittliches Niveau herunter gezogen wird.
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Ich glaube, dark side und Dämonengeist haben alles Wesentliche gesagt. Nur eine Sache möchte ich noch kurz erwähnen: __________________
Die Engelsseelen verlassen den Körper von Elvira, nachdem sie durch die Silberkugeln getötet worden war. Im Roman heisst es, "Und ich sah plötzlich die dunklen Schatten über der Toten schweben. Doch nur für einen Moment, dann lösten sie sich auf und verschwanden. Bestimmt suchten sie sich ein anderes Ziel, was mir in diesem Moment egal war, denn Elvira Littles Weg war hier beendet."
Also dem John Sinclair, den ich kenne, wäre es nicht egal, dass ein Mensch gestorben ist, er aber die Verursacher (in dem Fall die Schatten) nicht vernichten kann und man damit rechnen muss, dass sie dasselbe Spiel nur mit einem anderen Menschen treiben. Dieses Verhalten hat mich schon überrascht. Auch Suko, der erstmal seine Scherze treibt, passt nicht so ganz , da gab es in der Vergangenheit in vergleichbaren Situationen andere Reaktionen.
Auch von mir bekommt der Roman ein "Mittel".
Aktueller Roman
JS 1687 - Leibwächter der Halbvampire
Nach den eher enttäuschenden letzten Romanen mit viel verschenktem Potential hat mich diese Geschichte ein wenig überrascht. Das Thema der Höllen- oder Racheengel ist bekannt und wird von Jason immer gleich umgesetzt. Meistens sind das aus meiner Sicht auch seine schlechteren Romane. Dieser hier ist aber solide. Es gibt wie immer die unnötigen und langen Dialoge, aber auf der anderen Seite auch eine Menge Action und Spannung. Für Dark-Verhältnisse wird mit Opfern nicht gespart. Dazu kommt, dass John mal wieder nicht auf Anhieb Erfolg hat und Elvira fliehen kann. Der einzige wirkliche Kritikpunkt ist das Finale, das wieder mal nach Schema F abläuft. John wird zwar überrumpelt, hat beim Finalkampf an sich aber keinerleih Schwierigkeiten. Auch hätte man das mit dem Spuk ruhig ausbauen können. Aus seinem Reich entflohene Dämonenseelen, die sich die Frau als Wirtskörper gesucht haben. Das hätte mir gefallen. So wird nur der Eindruck erweckt, dass Jason den Namen des Schattendämons kurz erwähnt hat, damit die Fans nicht meckern, er habe ihn vergessen. __________________
Haltet mich für verrückt, aber das ist der beste Roman, den ich in der letzten Zeit von Sinclair gelesen habe. Einfach weil er von Anfang an völlig durchschnittlich ist und keinen Versuch unternimmt, etwas anderes, als der „Monster of the week“-Roman zu sein. Damit kommt Jason wohl am besten zurecht.
Ein solider und MITTELmäßiger Roman, dessen Action zum Glück die unlogischen Stellen und unsinnigen Dialoge wieder wettmacht.
edit: Mich würde interessieren, wer das SCHLECHT vergeben hat, ohne sich zu Wort zu melden.
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Von mir hat der Roman ein Mittel bekommen. __________________ Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Archmage am 26.10.2014 18:56.
Ich fand den Anfang mit einschließlich den Aufwachen sehr interessant, bin aber der Meinung, dass er eher zu etwas anderen gepasst hätte. Haben die Schatten doch sonst durch Elvira gehandelt, haben sie dort Elvira bewusstlos geschlagen, sie woanders hin geschleppt und jemanden getötet.
Auch fand ich das Ende dann doch zwar nett in Szene gestellt, aber da frage ich mich warum sich unser Team noch zu den guten zählt. Da wird eine gutmütige Frau, welche auch wohltätige Arbeit macht, von Schatten übernommen und diese sorgen dafür, dass sie tötet. John knallt die Frau einfach ab und freut sich dann, dass die Schatten gleich wieder zu jemanden anders gehen können und weiter Morden können und Suko macht darüber noch seine Witze.
Mit einen besseren Anfang, der zu dem Rest der Geschichte passt und einen vernünftigen Ende (entweder das Böse wird vernichtet und alle freuen sich - auch wenn es eventuelle Opfer gibt, über die man trauert - oder das Böse entkommt und alle sehen es als Niederlage an, sind aber froh das es vorbei ist. Aber "Das Böse ist jetzt weg und wird woanders Morden, freuen wir uns, dass der Fall jetzt vorbei ist." hat dazu nicht gepasst.) hätte man leicht eine bessere Wertung geben können.
JS: 1.022 Tage hinter der aktuellen Handlung
PZ: 0 Tage hinter der aktuellen Handlung
Im Bastei-Forum wurde ja auch dazu gesagt, dass Jason "wie immer" schreibe, an sich wie in den 70ern. Nur sieht man dann doch: dem ist nicht so. Klar, anspruchsvoll war er nie, aber an sich immer spannend und sehr gut lesbar. Viele Romane lassen sich unter einer Stunde lesen - eben weil Jason damals so toll geschrieben hat.
Würde er heute noch genau so schreiben, würde man das ja doch merken. Ich bin ja erst mit Band 1086 eingestiegen, aber schon da fand ich die alten Romane einfach besser - nachdem ich einige gelesen hatte. Mit ca 1300 hatte ich dann endgültig die Nase voll. Massig Logikfehler, die Schreibe wurde immer schlechter ... wenngleich es auch danach einige tolle Romane gab.
@ Loxagon: Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Horror-Harry am 31.01.2016 22:23.
Meinst Du nicht, dass es jetzt langsam reicht? Immer dieselbe Leier, wie gut JD früher war und wie schlecht er heute ist. Wir WISSEN jetzt inzwischen, was Du von ihm hältst, das musst Du jetzt nicht bei jedem Roman, den er geschrieben hat, wieder und wieder posten.
Ich zitiere hier mal einen anderen Forumskollegen:
"Langsam aber sicher hat wohl auch bestimmt der letzte User hier im Forum (und auch alle Leser im www) es mit bekommen, dass Du den Autor (..xy..) nicht gerade favorisierst. Ich lese z.B. keine Romane mehr von Dark ...und ? ....deshalb muss ich doch jetzt nicht weiter auf diesen Autor rum hacken. ..."
Meines Erachtens ist Jasons Schreibe die gleiche geblieben. War nie seine Stärke. Er hatte damals einfach mehr Ideen und die Plots waren im Fluss. __________________
Aber ich wiederhole mich ja auch nur.
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1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
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Also hat er sich doch geändert ;-) __________________
Naja, er ist nicht mehr der Jüngste und auch er muss irgendwann den Griffel aus der Hand geben... und ich glaube echt nicht, dass der Bastei-Verlag den Geisterjäger sterben lässt...
Ich bin nicht der Messias - Doch, du bist es. Ich muss es wissen, denn ich bin schon einigen gefolgt.