Band 2462: Das Blut von Babylon

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Das Blut von Babylon

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iceman76 Offline
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Band 2462: Das Blut von Babylon

Beitrag von iceman76 »

Das Blut von Babylon

Eine Burg im Norden von London - hier sollte eine Vampir-Party stattfinden, inszeniert von einer großen Model-Agentur. In Wirklichkeit aber steckte die blonde Bestie Justine Cavallo hinter dem Event. Alle Gäste sollten zu Blutsaugern werden, und an diesem Abend würde sich auch das Schicksal von Denise Curtis entscheiden, der ehemaligen Werwölfin, die zu unserer Freundin geworden war. Und ebenso erfüllte sich die Bestimmung von Justine selbst, denn sie trank das Blut von Babylon.

Geschrieben von Ian Rolf Hill

Erscheinungsdatum: 13.09.2025

*** Eintracht Braunschweig ***
*** Tradition seit 1895 ***
*** Deutscher Meister 1967 ***

Schneedrache Offline
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Beitrag von Schneedrache »

Wie es mit Justine Cavallo irgendwann mal hoffentlich zu Ende geht, interessiert mich noch, aber am großen übergeordneten Thema, in dem Justine eine Rolle spielt, habe ich das Interesse ziemlich verloren. Denise Curtis kann von mir aus gerne auch bald abtreten. So wirklich gemocht habe ich die noch nie. ;)
Auserwählter Offline
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Beitrag von Auserwählter »

Seit wann möchte denn Justine Cavallo viele Menschen zu Blutsaugern machen? Sie möchte doch bloß etwas zu trinken bekommen und die potetiellen Konkurrenten wieder ausschalten?
Carla Elluanda Offline
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Beitrag von Carla Elluanda »

Wow was war das für eine Geschichte…
Auch wenn ich mich gerade erst in das Thema der Groschenromane einarbeite, so habe ich doch ein Problem damit wenn Autoren in ihren Geschichten entweder unmögliche Tatsachen schaffen so das die nächste Geschichte nur daran scheitern kann oder einfach den Rotstift ansetzen und das was ihnen gerade nicht in den Sinn passt streichen. Letzteres ist hier passiert. Denn wenn Lillith und Justine wirklich nach der Schlacht um die Hölle, ein Bündnis eingegangen sind dann wird der ganze Aufhänger der die Geschichte um Corvin Hades eingeleitet hat komplett von den Füßen gerissen. Aber als wäre das noch nicht genug, haben wir plötzlich einen Sinclaire der jeder neuen Frau bei Scotland Yard misstraut da dies ja eine Anhängerin Lilliths sein könnte. Dabei weiß John zu dem Zeitpunkt noch nicht das Justine sich mit Lillith verbündet hat und das die Blonde Bestie ihr Gegner ist. Auch seine Schlussfolgerungen wirken gehetzt und nicht wirklich auserzählt.
Justine ist die einzige Person in dieser Geschichte die halbwegs sich selbst treu geblieben ist, denn immerhin ist sie nach wie vor auf ihrem Weg zur Macht über das Hexenreich. (Immerhin etwas.)
Für mich war das der erste Auftritt von Denise aber auch hier stört mich die Art wie Hill das ganze umgesetzt hat. Einerseits zeichnet er sie als so verantwortungsbewusst das sie Bruce das Leben retten will, ebenso wie Sinclair und Suko und dann rennt sie im nächsten Moment Justine freudig in die Arme und wird vermutlich eine Vampirin. Auch der Sinn des Vampirfests und was es genau mit dem Blut von Babylon auf sich hat bleibt im dunklen. Alles in allem ein eher unterdurchschnittlicher Roman der aber aufgrund seiner Spannungskurve, vielen Refferenzen und einigen wirklich coolen Momenten sich doch recht schnell hat lesen lassen.
Don Nuzzolo Offline
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RE: Band 2462: Das Blut von Babylon

Beitrag von Don Nuzzolo »

IRH hat eine tolle Geschichte geschrieben,wo ein Grossteil des Sinclair-Universum mitspielt.Justine handelt wie man sie kennt.Und Denise kommt mir vor wie ein Teenager in der Pubertät,die lernen muss,wie es ihn ihrem Leben weitergeht mit Höhen und Tiefen.Zu welchem Zweck die Vampir-Party stattfand,hat sich mir nicht entschlossen.Und das "Blut von Babylon" erkläre ich mir damit,das Justine die Engel der Unzucht und Hurerei ausgesaugt hat.

Ich gebe dem Roman ein Sehr Gut.
Auserwählter Offline
Beiträge: 180
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Beitrag von Auserwählter »

Der Roman ließ sich gut und flüssig lesen, ich muss hinzufügen dass ich IRH und seine Schreibe tatsächlich sehr gerne mag und ihn für den am besten "Sinclair-feeling" verbreitenden Autor halte. Ich bin stets im Romanverlauf "drin" und will wissen, wie es weitergeht. Insgesamt sind es mir mittlerweilse zu viele Mitautoren, die zumeist ihren eigenen Themenkomplex bearbeiten oder endlich mal einen Sinclair schreiben wollen. Weniger ist mehr. Dazu passt der Strang um Corvin Hades, der m.E. nicht gut in den Gesamtzusammenhang passt und hier eigentlich eine Rolle/ Erwähnung hätte spielen müssen.
Einige Ungereimtheiten gibt es: Die mächtigen Engel der Unzucht und Hurerei nur noch (fast) gewöhnliche Vampire? Immerhin haben sie ihre Insignien auf dem Kreuz hinterlassen. Was passiert mit diesen eigentlich,
[SPOILER]wo sie nun vernichtet sind? [/SPOILER]
Justine mag nun doch andere Vampire, wie auch im Zweiteiler, neben sich? Das müsste man zumindest erklären, einen Ansatz hat IRH im Roman allerdingsgeliefert.
Denise lässt sich etwas zu leicht verführen und zur Vampirin machen (?). Okay, sie ist spät-pubertierend, war die Tochter von Lykaon, ist die Königin von Kannibalen, hatte übermenschliche Kräfte, aber eigentlich immer eher egozentrisch. Sich zu unterwerfen, passt nicht ganz, wenngleich die Szene gut beschrieben wurde.
Insgesamt war der Roman für mich eine spannende Lektüre, folglich ein "Gut".
Zuletzt geändert von Auserwählter am Mi Sep 17, 2025 10:15 am, insgesamt 1-mal geändert.
Phexcaer Offline
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Registriert: So Apr 09, 2023 11:35 pm

Beitrag von Phexcaer »

Hier sieht man leider wie man eine Serie mit verschiedenen Autoren NICHT führt. Marlenes Zweiteiler fühlte sich schon grob aus der Serienhandlung heraus gerissen an, aber hier wird es noch schlimmer. Da wird versucht zu erklären warum Justine in Rumänien auf den Zaubermantel verzichtet mit "Er ist zu klobig und behindert im Kampf", nur um sich drei Zeilen weiter mittels Mantel zum Gegner zu teleportieren und ihn auszuknocken. Ja, total unpraktisch im Kampf hier. Sogar mehrmals :thumbup:

Dann haben wir hier noch einen Handlungsstrang in der Vergangenheit, der ganz klar nach dem Kampf um die Hölle stattfindet, und vor dem Vampirartefakte Zweiteiler, was bedeutet Justine hätte ihre neuen Kräfte durch das Babylonische Blut schon im Konflik gegen Coven Hades haben müssen, was die Jagd nach den Artefakten komplett sinnlos macht.

Hier hätte man den Zweiteiler einfach vor der Höllen-Triologie einschieben müssen, dann hätte Justine auch noch eine besondere Motivation gehabt sich mit Lilith zu verbünden und sämtliche Logikfehler beider Mehrteiler wären umschifft gewesen.

Der Roman an sich ist okay, aber leider fährt hier IHR nachdem er sich in der Beziehung lange gebessert hatte wieder die volle Vulgär-Schiene. Da wird belästigt, begrapscht, rumgemacht und der Boytop von Denise läuft ohne das er für die Handlung irgenwie Sinn macht im letzten Drittel nur notgeil sabbernd durch das Finale. Was soll das?

Diese Dinge störten mich leider daran richtig in den Roman einzutauchen, obwohl darin ja eigentlich wichtiges passiert. Ich finde es auch nicht wirklich gut das Denise nun eventuell zur Vampirin wird, nachdem sie gerade mal zwei Romane lang Mensch war. Das ist zwar schon nachvollziehbar aus ihrer Perspektive aus, aber ich hätte den Character jetzt einfach erstmal Ruhen lassen, vielleicht für immer. Vielleicht verhindert ja das Erbe ihres Vaters das der Vampirkeim übertragen wird. Ein bischen Resthoffnung habe ich da noch.

Gebe daher knapp noch ein Mittel, da mir die die Passagen mit den Conollys tatsächkich ganz gut gefallen haben.
Destero Offline
Beiträge: 532
Registriert: Di Jan 28, 2020 11:39 pm

Beitrag von Destero »

Uuuhh… was war das denn? Ein seltsamer Roman…. Konnte von Seite 1 fast nicht glauben, das er von IRH ist. Aber jeder hat ja mal einen schlechten Tag.

Eigentlich gefiel mir die Idee, dass die Engel der Hurerei jetzt Vampire sind und auf die alte Mitstreiterin Denise Curtis treffen.

Aber irgendwie ist der Roman auf Niveau von Jugend Romanen.

John und Suko zum gefühlt 23 mal in diesem Jahr außer Gefecht gesetzt…. Gähn

Seltsame Wortwahl. Bill soll ein Spielkalb sein…. ????

Wer ist Mina Murray?

War etwas enttäuscht vom Ende. Dachte mit den Connolys würde etwas mehr passieren wenn man die Vorschau auf 2464 liest.

Bewertung : Trete mal dem Club der „Mittel-Voter“ bei
GhoulausdemGully Offline
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Registriert: So Dez 01, 2024 10:17 am

Beitrag von GhoulausdemGully »

Ich fürchte, es macht sich langsam bemerkbar, dass IRH einen so großen Output hat. Und zwar nicht nur an der Menge der Romane, sondern auch an der Qualität. Die lässt inzwischen doch arg nach
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Sinclair Offline
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Registriert: So Apr 12, 2020 12:01 pm
Wohnort: Gelsenkirchen

Re: Band 2462: Das Blut von Babylon

Beitrag von Sinclair »

Handlung: Chiefinspektor Tanner fordert John und Suko einmal mehr an, um ihre Meinu g zu einem neuen Tatort zu hören, der in einem kleinen Londoner Waldstück liegt. Dort wurden drei Leichen enthauptet und verbrannt, denen zuvor die Herzen entnommen wurden. Die Köpfe wurden aber nicht gefunden. John und Suko fragen sich, ob jemand damit verhinder wollte, das Vampir-Opfer zu einer neuen untoten Existenz erwachen. Die Vermutung der Geisterjäger wird am nächsten Morgen im Büro, durch einen Anruf aus der Rechtsmedizin bestätigt. Die Leichen waren tatsächlich komplett blutleer. Auffällig war noch gewesen, dass einer der beiden männlichen Toten regelmäßig zur Maniküre ging. Gehörte er vielleicht zur Model-Szene? John fällt es plötzlich wie Schuppen von den Augen, dass ganz in der Nähe des Fundorts eine Burg stand die Frederick Beauchart gehörte. Als Naema dorthin flüchtete, wurde dort noch ein Nachtclub betrieben. Durch einen Anruf bei Beauchart erfährt John schließlich, dass dieser die Burg mittlerweile an Justine Cavallo verkaufte. Klar dass für die Geisterjäger nun eine Burgbesichtigung anstand, bei der sie im Idealfall diesen Fall beenden konnten.

Meinung: Ein Roman von Ian Rolf Hill, der die Handlung um Justine Cavallo und auch Denise Curtis fortsetzte. Das eindrucksvolle Titelbild dazu stammte wieder von Thomas Greiwe und wurde mit KI – Software erstellt. Weil der Roman sehr umfangreich wurde, fiel die übliche Leser-Seite in diesem Heft aus.

Die erste große Überraschung gab es gleich zu Beginn des Romans. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass die ehemaligen Engel der Unzucht und Hurerei, mit Ausnahme von Denise, vernichtet wurden, als Lilith sie verschlang. Nun kehrten Lilitu, Igereth und Machalat völlig unerwartet als Vampirinnen unter dem Kommando von Justine Cavallo zurück. Die Erklärung dazu war letztendlich einfach. Unter der Bedingung, dass sie die Nachfolge von Assunga antreten würde, schenkte Lilith Justine ihre ehemaligen Engel, für die sie keine Verwendung mehr hatte. Justine trank ihr babylonisches Blut und machte sie zu Vampirinnen. Außerdem erhielt Justine von Lilith Johns Einsatzkoffer, den Suko und Bill beim Hubschrauberabsturz im Harz verloren hatten. Dort musste außer magischer Kreide und Weihwasser-Phiolen noch etwas drin gewesen sein, was Justines Interesse ganz besonders weckte. Leider verriet Ian Rolf Hill nicht, um was es sich dabei handelte.

Denise Curtis war in ihrer menschlichen Gestalt schwerer zu hüten als ein Sack Flöhe. So empfanden es Johnny Conolly und Cathy, als Denise in einer Disco ihrer Kontrolle entglitt, dabei kräftig über die Stränge schlug und schließlich nur knapp einem Häscher von Justine entkam. Als am Morgen danach, am Frühstückstisch der Conollys, die nächtlichen Eskapaden von Denise ausführlich besprochen wurden, ging es hoch her. Sheila hatte auch noch Marisa und Emma dazu geholt. Besonders Johnny war ständig peinlich berührt, weil er immer wieder gefragt wurde, wie es dazu kam, dass Denise ihm in die Lippe beißen konnte. Das ganze Drama wurde von Ian Rolf Hill stark geschildert. :)

Wurde John wirklich langsam paranoid, oder war sein Verdacht berechtigt? Nach den Erfahrungen mit Fiona Garrett, verdächtigte er nun Carol Porter, die neue Mitarbeiterin des Leichenbeschauers, die einen nötigen Tapetenwechsel als Grund für ihre Versetzung angab, dass sie ebenfalls eine Dienerin von Lilith wäre. Ungewollt komisch wirkte es aber, dass John beim Telefonat mit Beauchart, auf der Seite 25 rechte Spalte unten, von drei toten Leichen sprach. Nun in einer Gruselserie hatte diese Ausdrucksweise wohl ihre Berechtigung, auch wenn es in der Regel erst gar keine Leichen wären, wenn sie nicht tot wären. :)

Die Geschichte von Lilitu, Igereth und Machalath, den ehemaligen Engeln der Unzucht und Hurerei, war nun nach diesem Roman endgültig vorbei. Sie hatten ihre letzte Aufgabe erfüllt, indem sie Justine mit ihrem Blut stärkten. Durch deren babylonischem Blut erhielt Justine Macht und Fähigkeiten wie niemals zuvor. Sie konnte sich nun sowohl in mehrere Raben, als auch in eine Eule verwandeln. Dazu konnte sie auf die Kraft durch Assungas Zaubermantel vertrauen und hatte obendrein auch noch das Vampir-Pendel erhalten. Justine konnte also auf die Artefakte eines Corvin Hades pfeifen. Würde aber ihr Triumph wirklich von längerer Dauer sein? Ihr kam nämlich die geplante Neuausrichtung der Serie ab Band 2500 in die Quere. Bis dahin sollten alle derzeitigen Altlasten entsorgt werden. Also müsste demzufolge auch Justine bis dahin Geschichte sein, weil sie definitiv zu den ältesten Altlasten gehörte.

Was Denise Curtis betraf, war nach den Vorkommnissen im Hause Conolly ohnehin klar gewesen, dass sie bei ihnen nicht mehr lange bleiben würde. Nun wird ihr wechselhafter Lebens- und auch Leidensweg wohl mit der Existenz als Vampirin weitergehen. Damit war sie als Mensch aber endgültig verloren.

Nach diesem tollen und auch richtungsweisenden Roman fehlte zum Abschluss nur noch meine Gesamtbewertung. Ich entschied mich bei diesem spannenden Roman ohne Schwächen für die Note 1 = Sehr Gut und dekorierte Ian Rolf Hill einmal mehr mit 5 von 5 Kreuzen. Nach der im Forum üblichen Wertung stimmte ich mit Top ab.

:D
Nordsee oder Ostsee? - Hauptsache Meer ! :D :ugeek:
Lieblingsfußballvereine: FC Schalke 04, Holstein Kiel, SV Meppen, FC Hansa Rostock, VfB Oldenburg, VfB Lübeck, Kickers Emden
Sympathien für VfL Osnabrück und FC Erzgebirge Aue.
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