Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 162: Gespenstische Weihnacht

Moderator: Michael

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Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 162: Gespenstische Weihnacht

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Das Gleichgewicht Offline
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Gespenster-Krimi 2.0 Nr. 162: Gespenstische Weihnacht

Beitrag von Das Gleichgewicht »

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Gespenstische Weihnacht

Es weihnachtet. Und es weihnachtet in diesem Heft sehr gespenstisch. Denn immerhin ist das ein Band unserer Reihe Gespenster-Krimi. Und in dem bringen wir drei Kurzromane mit Helden aus unserer traditionsbeladenen Grusel-Reihe.
Den Anfang machen Lady Eliza Fitzgibbon und ihr Freund Professor Harker von Musgrave, die in den Gespenster-Krimis schon so einige schaurige Abenteuer erlebten, geschrieben von Morgan D. Crow.
Es folgen die Drudenfüße aus Wien, deren Erlebnisse Top-Autor Michael Blihall erzählt, der selbst eingefleischter Wiener ist - im nächsten Heft erfahrt ihr übrigens, wie es mit Andreas Brauner und seinen Drudenfüßen weitergeht!
Den Abschluss macht Henry Cardell mit seinem Helden Isaac Finley, der erst zwei Grusel-Abenteuer bestanden hat, noch ziemlich grün hinter den Ohren ist und mit sich ringt, ob die Geisterjagd wirklich das Richtige für ihn ist.
Wir wünschen weihnachtlichen Gruselspaß mit diesen drei Storys - und ein wunderschönes Fest!

Geschrieben von Henry Cardell, Michael Blihall, Morgan D. Crow

Erscheinungsdatum: 21.12.2024
Aktuelle Lesefavoriten:

1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Knollo Offline
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Beitrag von Knollo »

Ach, hätte ich doch am Besten nur die Erste und die Dritte Story gelesen!

Die mittlere um Godo passt für mich so gar nicht dazu! Zumindest meiner Meinung nach hat mich die Geschichte vom Autor M. Blihall so gar nicht abholen können, im Grunde hab ich mich darüber sogar geärgert. Zerstört völlig ein von mir bis dahin erhofftes und gelesenes Gesamtkunstwerk; da ich, als hätte ich es geahnt sie genau in dieser Reihenfolge gelesen habe. Dafür gibt es von mir für diese zweite Geschichte keine Wertung!

Dagegen sind die beiden Kurzgeschichten von den Autoren Morgan D. Crow und Henry Cardell jeweils auf ihre Art sowas von erfrischend weihnachtlich angehaucht und absolut unterhaltsam geschrieben das ich trotz der Kürze wunderbar den Gruselspaß fühlen konnte. Beiden würde ich hier sofort ein TOP schenken.

Wirklich schade das ich hier nicht in der Gesamtheit für das Heft noch eine Schleife drum binden kann. Für den Band der Drei gruseligen Storys stimme ich daher mit Sehr Gut ab.

Trotzdem wünsche ich an dieser Stelle vor allen anderen natürlich den Autoren, die sich über all die Serien in der Form eines Heftromans stark machen, ein erholsames und wunderschönes Fest!
...derzeitige Favoriten; Castor Pollux & Isaac Kane
Zwielicht Offline
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Beitrag von Zwielicht »

Drei Weihnachtsgeschichten, die unterschiedlich sind, wenn auch die erste und dritte Gemeinsamkeiten vorweisen.

Morgan D. Crow - Wilde Gaben

Eine etwas altertümlich geschriebene Geschichte über eine Weihnachtsfeier und ein etwas außer Kontrolle geratenes Geschenk. Einerseits ist Wilde Gaben sehr bedächtig erzählt, die Action dann ein wenig...übertrieben wie ich finde. Insgesamt hat die Geschichte was von Spukhausstory trifft auf Splatterpunk, wobei letzteres nur beschreiben soll, die Bedächtigkeit ist weg und es geht viel zu Bruch. Der hier und da durchschimmernde Humor fand ich nur bedingt passend. Insgesamt bleibt die Kurzgeschichte doch sehr konventionell, die zündende Idee hatte gefehlt.

Michael Blihall - Warten auf GODO

Eine Kinderweihnachtsgeschichte, die absolut nicht gruselig ist. Macht definitiv keine Lust, weitere Geschichten davon zu lesen.

Henry Cardell - Eine Frage des Anstands

Eine sehr altertümlich geschriebene Geschichte, die aber perfekt das Weihnachtsgefühl einfängt. Der versteckte Laden, der skurrile Verkäufer und das Buch um das es geht. Leider geht es auch hier Richtung Weihnachtsstory trifft auf Splatterpunk und die Action wirkt ein wenig gezogen und auch ein Stück weit einfallslos, wie auch bei Wilde Gaben. Nichtsdestotrotz eine unterhaltsame Geschichte, hat mir von den drei am besten gefallen.
Der Ernstfall auf www.defms.de
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Das Gleichgewicht Offline
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Beitrag von Das Gleichgewicht »

Das tolle an diesen Kurzgeschichtensammlungen ist, dass man sie schön Etappenweise lesen kann, ohne viel Stress. Ich bewerte die Erzählungen natürlich als Weihnachts-Mottogeschichten, aber ohne irgendeinen besinnlichen Weihnachtsbonus.

[spoiler][B]Wilde Gaben[/B]
Lady Eliza hat mit ihren Glasspinnen einen seltsamen Baumbehang, der plötzlich lebendig wird. Offenbar ein fieser Scherz von Schauspieler und Okkultist Boris Price, der ihr die geschenkt hat. Irgendetwas muss bei dem spaßigen Zauber schiefgegangen sein. Dass die Tierchen aggressiv sind und die Anwesenden attackieren, war nicht geplant. Einige bekannte Figuren aus vorangegangenen Musgrave-Abenteuern haben jetzt ordentlich Stress.

Für einen seichten Musgrave-Roman wird es dabei verhältnismäßig bedrohlich und blutig, obwohl am Ende natürlich alle mit einigen Kratzern davonkommen. Die Glaspinnen sind eine wirklich nette Idee und der Musgrave-Charme wird durch die Weihnachtsstimmung nur verstärkt. 7/10


[B]
Warten auf Godo[/B]
Die einzige Geschichte des Bandes, deren Subreihe ich nicht lese. Aber Protagonist Andreas liegt wohl nach einem missglückten Exorzismus im Koma. Stattdessen dreht sich die Geschichte um seine Freundin Johanna, die ihre Eltern besucht. Dort gibt es eine Kindheitserinnerung von Johanna, wie sie mit ihren Eltern auf dem Christkindlmarkt war. Ihr Vater ist etwas gestresst und hat gar keine richtige Weihnachtslaune. Und dann bekommt er einen Herzinfakt mitten auf dem Weihnachtsmarkt. Das ist ja alles sehr tragisch, aber wann beginnt endlich der Grusel? Erst in der zweiten Hälfte der Kurzgeschichte kommt aus dem Kleiderschrank das Wesen Godo, nachdem Johanna sich vom Christkind zu Weihnachten wünscht, dass ihr Papa wieder gesund wird. Godo beruhigt sie und erzählt ihr Geschichten, bis sie einschläft. An den nächsten Tagen versteckt sich Godo, aber immer wenn sie alleine sind spielen sie miteinander und Godo bringt Johanna auf andere Gedanken. Schließlich wird Papa mit einem Herzschrittmacher aus dem Krankenhaus entlassen. Godo muss leider wieder weg zu seiner eigenen Familie. War er eine manifestierte Traumabewältigung für Johanna? Ein imaginärer Freund, den sie in der Situation brauchte? Eher nicht, denn als die erwachsene Johanna jetzt im Bad ihrer Eltern steht, bildet sich auf dem Spiegel durch den Wasserdampf der Name ihres eigenartigen Kindheitsfreundes.

Eine rührselige Märchenerzählung. So ganz ohne Grusel, Monster oder Nervenkitzel. War ganz nett, aber nicht so meins. Wie auch andere Dinge. Der Humor, das Wiener Lokalkolorit und wenn Figuren in geschriebenem Dialekt sprechen, ist bei mir sowieso Schluss. Persönlich wären das bei mir 4/10 sorry. Liegt vielleicht daran, dass ich die Subserie nicht kenne.



[B]Eine Frage des Anstands[/B]
Butler Isaac Finley will seiner neuen Dienstherrin Lady Enderby ein Weihnachtsgeschenk machen. Für so eine besondere Para-Dame kommt natürlich kein gewöhnliches Geschenk infrage. Ein okkulter Wälzer aus einem Kuriositätenladen sollte passen, auf den der Butler zufällig einen Hinweis findet. Der Preis für das Buch ist…eine höllische Weihnachtswunderland-Prüfung. Da ist er wohl der Gegenseite in die Falle gegangen. Er besteht die Prüfung natürlich und der teuflische Kuriositätenhändler steht zu seinem Wort und lässt ihn mit dem Buch ziehen. Ich bin gespannt, ob wir von Graham Tranquilly noch etwas lesen werden. Mir gefällt die schrullige Figur. Lady Enderby freut sich jedenfalls über das Geschenk. Da sie das Illusionswesen kennt aber noch mehr darüber, dass Isaac ihr zuliebe eine seiner fiesen Prüfungen ausgestanden hat. Ganz ehrlich, da wurde mir warm ums Herz und ich musste lächeln. Perfektes Ende.

Im Kontrast zu Michael Blihalls Kurzgeschichte passt hier für mich alles. Der Humor, die Stimmung, die Beschreibungen. Und Isaac Finley wird mir immer sympathischer. Ich teile seine Gedanken zu Kommerzialisierung von Weihnachten und diese nervige bunte Reizüberflutung absolut. 9/10, man hätte die Prüfung vielleicht etwas fantasievoller gestalten können aber es muss in einer Kurzgeschichte ja schnell gehen und da passt das schon. [/spoiler]

Geschichte 1 von Morgan D. Crow: 7/10
Geschichte 2 von Michael Blihall: 4/10
Geschichte 3 von Henry Cardell: 9/10

Wer will darf jeder Geschichte jetzt trotzdem noch einen Weihnachtsbonus von +1 Punkten geben, ich war mir nämlich bei jeder Bewertung unsicher. Manchmal ist aus einer zwanzigseitigen Kurzgeschichte einfach nicht mehr herauszuholen.

Das gleiche bei der Bewertung. Ich ignoriere die Geschichte von Michael Blihall mal, weil sie einfach persönlich absolut nicht mein Fall war.
SEHR GUTe :D :D :D :D :D :D :D :D :baff: :baff: (8 von 10 Totenköpfen) und mit Weihnachtsbonus auch gerne ein Top.

Eine der besseren Musgrave-Erzählungen und auf weitere Geschichten von Butler Isaac Finley habe ich jetzt erst richtig Lust. Danke für dieses Weihnachtsgeschenk vom Gespenster-Krimi. :)
Aktuelle Lesefavoriten:

1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Olaf Offline
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Beitrag von Olaf »

Wirklich überzeugend war keine der Geschichten. Am besten war noch die von H. Cardell. Die von M.Blihall war am schwächsten, eher eine Kindergeschichte als Gruselstory,hoffentlich kommt GODO nie wieder...Bei M.D.Crow war wenigstens noch etwas Action drin, aber ich bin deutlich bessere Musgrave-Geschichten gewohnt.
Loxagon Offline
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Registriert: So Sep 04, 2011 10:06 pm

Beitrag von Loxagon »

TOP - TOP - SEHR GUT

Und nun das Gleiche zu Ostern bitte.
Tulimyrsky Offline
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Registriert: Mi Okt 08, 2008 2:28 pm

Beitrag von Tulimyrsky »

Eine tolle Weihnachtsüberraschung, die ich sehr gerne gelesen habe.

Am besten hat mir tatsächlich die Geschichte von/in Musgrave Hall gefallen.

Ich vergebe ein [B]Sehr gut[/B].

Drei Kurzgeschichten im GK waren wirklich eine tolle Abwechslung. Sehr gute Idee!

Anstelle von Klassikern und Nachdrucken echt zu empfehlen!
Ich bin nicht der Messias - Doch, du bist es. Ich muss es wissen, denn ich bin schon einigen gefolgt.
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