Diesmal geht es für Castor nach Britannien, um sich den Finsteren entgegenzustellen. Bei ihm ist sein neuer Sidekick Kimon, der Haussklave seines Mentors. So einen braucht jeder Sandalenheld. Xena hatte Gabrielle und Herkules hatte Iolaus. Kimon ergänzt den Krieger Castor mit seiner Scharfsinnigkeit und bringt die nötige Portion Humor und Sprüche in die Reihe. Ein richtig klassischer Sidekick halt. Passt zu CP wie Arsch auf Eimer.
Und wieso wurde Castor mit der Sache beauftragt? Weil ein Dorfältester ganz konkret von ihm und seinem Name träumte und nach ihm schicken ließ. Toller Aufhänger, da weiß man direkt, wo man CP einordnen kann.
Nun gehen er, Kimon und der ortsansässige Kanonenfutterlegionär Janus also der Sache mit den mysteriösen Nebelreitern nach. In deren Zentrum steht eine Hexe mit tragischer Hintergrundgeschichte. Im letzten Heft war das Böse ausgerechnet hinter der Flamme von Castor her, diesmal ist es zufällig die Dorfschönheit Merle, mit der Kimon anbandelt. Muss ja alles schön klischeehaft bleiben. Und Merles Bruder ist unabhängig davon der naive Gehilfe der Gegenseite, der manipuliert wird und getötet werden soll, als er seine Schuldigkeit getan hat. Da ist ja die ganze Familie involviert.
Wie gewohnt schafft Castor es in letzter Sekunde die Hexe im Wald zu besiegen, während die Nebelreiter das Legionärslager stürmen. So überlebt Janus das Abenteuer doch, das ist bei den Kanonenfutterfiguren immer spannend. Aber er hatte schon die Augen geschlossen und den tödlichen Hieb erwartet, wie die übliche Formulierung bei sowas ist. Dafür hat Merle nicht so viel Glück, von der Hexe besessen liegt sie nach deren Tod in einem magischen Koma. Und ihr Bruder bezahlt seinen Pakt mit dem Leben.
Erwähnenswert ist noch der erste mögliche Dauergegner der Reihe. Ein Druide hinter der Hexe hinter den Nebenreitern (hinter dem als Strippenzieher die Finsteren stehen).
Der Sandalenpulp geht mit den üblichen Elementen, Stilmitteln und Phrasen weiter. Halt nur im altrömischen Setting, sonst wäre das echt nichts Besonderes. Kimon ist als klassischer Sidekick in Ordnung. Mh. Ich bin immer noch nicht so begeistert, wie viele andere Leser es sind. Es wird ja immer gemeckert, wenn man das Genre als Groschenheft bezeichnet, aber wenn man die Geschichten dann mit „ernsthaften“ Büchern vergleicht, ist es auch falsch.
Als pulpige Groschenheftserie ist CP nämlich saustark. Einer wirklich gute Heftromanserie wie Vampira oder Dark Land (das war auch pulpig aber echt gut geschrieben) oder teilweise Maddrax wird CP meiner Meinung nach aber echt nicht gerecht und deshalb bleibt es bei einer GUTen Wertung mit

(7 von 10 Totenköpfen). Das sind eigentlich 5 Punkte für die Geschichte, +1 Punkte für die ungewöhnliche Epoche, +1 Trash-Punkte.
Vielleicht lasse ich mir doch etwas mehr Zeit mit der Reihe und „zwinge“ mich nicht zum Durchlesen, es hetzt mich ja niemand.