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Wie in einer Zeitmühle hab ich mich beim Lesen dieses Romans auch gefühlt... __________________
Insbesondere die erste Hälfte dieses kleinen Jubiläumsbandes (davon ist in der Geschichte allerdings nichts zu merken) ist unsagbar langweilig: Harry Stahl trifft einen Untoten, läuft ihm bis zu einer alten Mühle hinterher, macht eine Zeitreise, läuft dem Untoten wieder hinterher und trifft auf eine kleine Horde Zombies; daneben gibt es noch ein überlanges Gespräch zwischen John, Dagmar Hansen, einem Dorfpolizisten und seiner Frau. Toll.
In der zweiten Hälfte wird die Story nur geringfügig besser: In einem kurzen Anflug von Action erschießt Harry einen der Untoten, flieht wieder zur Mühle, erschießt noch einen Zombie, trifft in der Mühle einen Heimatforscher, der sich als untoter Müller und Teufelsdiener entpuppt, macht eine Zeitreise und trifft in der Gegenwart auf John und Dagmar. Der sorgt schnell für Klarheit, indem er einen Zombie mit seinem Kreuz vernichtet, die Uhr der Zeitmühle mit Silberkugeln zerstört und schließlich die restlichen Untoten durch die Aktivierung des Kreuzes vernichtet.
Klingt eigentlich für die zweite Hälfte eines Romans gar nicht so schlecht. Leider ist die Handlung aber unglaublich gedehnt geschrieben, bis eine Person sich endlich dazu entschließt, irgendetwas zu tun, vergeht Seite um Seite. Spannung ist überhaupt nicht vorhanden - die Untoten strahlen keinerlei Gefahr aus, und um Harry Stahl brauch man nun wirklich nicht zu zittern. Dass der Hintergrund mit dem Müller, der dem Teufel dient, ziemlich banal erscheint, braucht man eigentlich gar nicht mehr zu erwähnen.
Daneben ist es zwar einerseits schön, dass Dagmar Hansen wieder mal eine aktivere Rolle erhält und nicht auf den ersten Seiten aus der Handlung geschrieben wird, aber hier wird der Charakter zu einem weinerlichen Anhängsel degradiert, obwohl die Psychonautin eigentlich für die selbe Behörde arbeitet wie Harry und bisher immer als toughe Partnerin beschrieben wurde.
Das einzig Positive des Romans (abgesehen von ein wenig mehr Handlung in der zweiten Hälfte) sind die Landschaftsbeschreibungen, mit denen Jason Dark gekonnt die Atmosphäre in der Einsamkeit Ostfrieslands einfängt. Das war es dann aber auch leider schon an Positiven. So bleibt 'Die Zeitmühle' ein langweiliger Zombie-Roman ohne große Höhepunkte, den man schnell wieder vergisst - abgesehen vielleicht vom wirklich tollen Cover.
Immerhin hab ich mit meiner Prognose bezüglich einer Teufelssekte richtig gelegen, auch wenn Matthias leider nicht mit von der Partie war.
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Fazit __________________
Schön, dass Harry Stahl und Dagmar Hansen mal wieder eine größere Rolle in einem Roman spielen dürfen. Leider macht das die Geschichte aber nicht besser. Ich möchte mich ausnahmsweise mal kurz halten und sage nur:
Ein echt langweiliger und schlechter Roman.
Cover
Das Cover steht im krassen Gegensatz zur Geschichte, gefällt mir nämlich ausgesprochen gut.
Aktueller Roman
JS 1687 - Leibwächter der Halbvampire
Zitat:
Original von Dämonengeist
Wie in einer Zeitmühle hab ich mich beim Lesen dieses Romans auch gefühlt...
Besser hätte man es nicht auf dem Punkt bringen können. Ich fand es einfach nur schade, dass Jason uns zu "seinem" kleinen Jubiläumsband (1750) so einen Stuss präsentierte. Selbst auf eine Leserseite mussten wir "Fans" hier verzichten.....einfach nur traurig. Ich habe ja mittlerweile viele Rezi's von Dämonengeist hier und da gelesen, doch selten ist mir so eine flache von ihm untergekommen......das spricht Bände. Er ist ja eigentlich immer derjenige, der noch irgendwie versucht etwas positives aus der story heraus zu holen. Dennoch kann ich mich mit seinen Ausführungen zu 100% anschließen.
Ich werde dennoch versuchen etwas positives zum Roman zu schreiben (aus meiner Sicht ).
1. Wieder einmal klasse Landschaftsbeschreibungen.
2. Klasse Cover
3. Endlich mal ein größerer und vorallem längerer Auftritt von Harry Stahl u. Dagmar Hansen.
4. Der Roman spielte nur 120 Km Luftlinie von Bremen entfernt. Unsere Stadt und unser Fluss (Wesertunnel) wurden erwähnt .
5. Harry knallte zwei Zombies eins vom "Latz" (schön beschrieben ).
Negativ:
1. Dagmar Hansen wurde mir hier einfach zu "weich" gemacht. Normalerweise kenne ich die gute Frau viel entschlossener und stärker. Zwischendurch kam mir sogar der Vergleich mit einer Sheila Conolly.
2. Die Gegner, man sollte das Wort eigentlich gar nicht in den Mund nehmen die Wiedergänger/Zombies waren einfach nur schlecht.
3. Die story um die Mühle, den Müller und seine Frau/Hexe, Teufel u. den Wiedergängern einfach nur grottig.
4. Keine Leserseite vorhanden.
Bewertung:
Der Roman bekommt von mir gerade noch ein "schlecht".
@Dämonengeist
Sorry, wenn das so rübergekommen ist. An deinem Schreibstil ist natürlich nichts auszusetzen. Ich hatte bei deiner Rezi diesmal einfach nur das Gefühl gehabt, dass du froh warst sie endlich beendet zu haben. Wenn man von dir schon "gefühlte" hunderte von Rezi's gelesen hat, dann hat man (ich jedenfalls) einfach ein Gespür dafür (halt zwischen den Zeilen lesen ). Zum anderen hatte ich ja auch geschrieben, dass du alles auf dem Punkt gebracht hast. Genauso wie ich mich mit deinen Ausführungen zu 100% identifizieren kann. Im Klartext also.....alles paletti
.
Zeitreiseabenteuer von Jason sind ja eigentlich immer gut zu lesen, weil er durch seine gekonnten Beschreibungen die Amtosphäre in der Vergangenheit gut einfängt. So auch diese solide Geschichte, die dann aber leider wieder die typischen Sinclair-Fehler hat. Lange Dialoge, kaum Action und kein Feingefühl beim Zeitreisen-Thema. __________________
Wenn die Dorfbewohner sich in der Vergangenheit mit den Zombies arrangiert haben und von ihnen wissten, warum ist dann in der Gegenwart nichts darüber bekannt? So etwas müsste man doch wissen.
Es ist unlogisch, dass nicht nur die Personen, die sich in der Mühle befinden, durch die Zeit reisen, sondern auch Personen um die Mühle herum.
John und Dagmar sind in der Gegenwart und Harry und Henry in der Vergangenheit. Dann aktiviert sich die Zeitmühle, Harry und Henry gelangen in die Gegenwart. Es müsste aber ein Austausch stattfinden, sprich John und Dagmar müssten jetzt in der Vergangenheit sein.
Tja, hätte John es mal bei einem simplen Zeitreiseabenteuer belassen. Dann ist da noch das lasche Finale. Die sechs Zombies sind keine Gegner für John, dessen Kreuz mal wieder die Deus Ex Machina ist.
Für mich ein weiterer SCHLECHTer Roman. Leider nach einem kleinen Aufschwung in der Serie wieder viele schlechte und bestenfalls solide Romane in Folge. Auch, wenn zwischendrin immer mal wieder ein guter Roman vertreten ist (es sollte eher anders herum sein), freue ich mich, rechtzeitig ausgestiegen zu sein.
Aktuelle Lesefavoriten:
1. Isaac Kane
2. Gespenster-Krimi Neuauflage
3. Die Vagabunden
4. Dämonenkiller
Der Roman hat ein "sehr schlecht" von mir bekommen. __________________ Dieser Beitrag wurde schon 1 mal editiert, zum letzten mal von Archmage am 23.09.2014 15:00.
Die Idee fand ich eigentlich sehr ansprechend, aber leider ist die Ausführung sehr schlecht.
Selbst von der Landschaftsbeschreibung, die eigentlich sonst immer gut ist, habe ich nicht viel mitbekommen. Bis auf ein paar bekannte Namen (da die Handlung in Deutschland spielt) ist die Beschreibung der Landschaft sehr kurz. Dafür wird seitenlang etwas langweiliges beschrieben. (Die Verfolgung des ersten ging über gefüllte zehn Seiten, ohne das auch nur einmal Spannung aufkam.) Auch die Gegner sind extrem brav. Schön langsam bewegen sie sich auf einem zu und man könnte sie auch so bequem einer nach dem anderen abknallen. Aber natürlich wird das nicht gemacht, weil man ja noch ein paar Seiten füllen muss.
Auch fand ich das ganze unlogisch und unbefriedigten beschrieben. So ist am Ende überhaupt nicht klar was die Gegner jetzt waren. Zombies wohl eher nicht, ich tippe auf von schwarzer Magie beeinflussten Menschen. Aber natürlich werden die lieber umgebracht, als das man prüft, ob man diese eventuell befreien kann. Und auch um die ganzen Zeitparadoxe wird sich nicht gekümmert.
Sehr schade, ich hätte mal Lust wieder einen schönen Gruselroman zu lesen.
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Zitat:
Original von Archmage
Sehr schade, ich hätte mal Lust wieder einen schönen Gruselroman zu lesen.
Zumindest beim nächsten Roman könntest Du mal wieder ne andere Bewertung als sonst anklicken . Band 1751 Flucht ins Verderben hatte bis jetzt nämlich recht ordendliche Bewertungen erhalten. Wie gesagt, die Betonung liegt auf bis jetzt
. Du hast natürlich auch gerade ein fettes Tal zu durchschreiten. Die Dichte der Graupen ist ziemlich heftig ...leider. Dennoch muss ich Dir auch mal meinen größten Respekt aussprechen. Denn wie Du (trotz des schlechten Niveau's) die Serie abarbeitest ...Hut ab
.
Vielen Dank für die aufmuntern Worte. Ich versuche der Serie treu zu bleiben, weil ich weiß, dass in der Vergangenheit es wirklich gute Roman hier gab. (Vor zwanzig Jahren habe ich die Serie ja schon gelesen und wenn ich die Roman lese, dann ist oft ein guter darunter.) __________________
Ich hoffe mal, dass es besser wird. Die Idee hin und wieder Gastautoren zu beschäftigen frischt die Serie hoffentlich auf. Die Ideen von JD sind ja manchmal allererste Sahne - auch die Zeitmühle hatte gutes Potential - aber oft hapert es dann an der Ausführung. Wenn er ein paar Romane weniger schreibt, dann kann er sich mehr auf die Qualität konzentrieren. In über hundert Romanen bin ich ja bei euch.
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