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John-Sinclair-Forum ::: Gruselroman-Forum » Roman-Serien » Professor Zamorra » PZ801-1000 » Band 919: Bücher des Grauens
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Habibi Habibi ist weiblich
Chefin




Dabei seit: 01.10.2008
Beiträge: 5391

19.08.2009 12:46
Band 919: Bücher des Grauens
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„Jannik, verflucht!“
Die Stimme des Jungen klang, als könne er seine Aufregung kaum unter Kontrolle halten. Und sie war viel lauter, als sie angesichts dieser Uhrzeit hätte sein dürfen.
„Ruhig, Mann“, flüsterte Jannik zurück. „Wir haben’s ja gleich. Mach dir bloß nicht ins Hemd, ja?“ Abermals hob er die mit dicken Wollhandschuhen bedeckten Hände und presste sie gegen den steinernen Fuß der Statue. „Du könntest aber auch mal mithelfen, anstatt einfach nur dazustehen und dir vor lauter Bammel in die Hose zu machen.“
Sie durften nicht hier sein, das wusste Jannik selbst. Nicht an diesem Ort, um diese Zeit. Das sprach gegen alle Gesetze, die Aldebar ihnen von klein auf eingetrichtert hatte. Menschen starben, wenn sie sich um diese Uhrzeit noch im Freien aufhielten! Falls nicht an den Attacken der Slissaks und ihrer blasphemischen Götter, dann an ihrer eigenen Furcht. Aber dennoch – Jannik war nur einmal jung. Und er bekam vielleicht nur einmal die Gelegenheit, den Verursacher des Weltuntergangs spüren zu lassen, was er von ihm hielt. Den Mann, dessen Name allein schon ausreichte, um Jannik die Galle hochkommen zu lassen.
Johannes Gutenberg.

Erscheinungsdatum: 18.08.2009

Autor: Simon Borner







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7196
engelbert
Kaiser




Dabei seit: 21.09.2008
Beiträge: 1313

09.10.2009 22:24
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Fremdartige Fischwesen, genannt die Slissak infiltrieren das Chateau Montagne. Um eine genauere Situationsanalyse zu erstellen finden sich Nicole, Zamorra und William im Computerraum ein. Der Zugang zum Computerraum wird von einen elektrischen Wurm mit blitzartigen Entladungen unvermittelt blockiert. Es gelingt ihnen dennoch unbehelligt zum EDV Raum zu gelangen. Als schockierendes Resultat ergibt sich, dass der magische Schutzschirm nicht mehr existiert. Um die Ursuche zu klären zu können, erfordert es eine praktische Überprüfung um das Grundstücksgemäuer. Bei den Versuch den ECV Raum wieder zu verlasen wird William von einen Blitzentladung erfast und löst sich vor den Augen von Zamorra und Nicole auf. Fünf Slissak erscheinen plötzlich aus dem Nichts und bei den Kampfhandlungen entmaterialisiert ein Fischwesen mit Zamorra. Das ungleiche Duo finden sich in Mainz des Jahres 1455 wieder, Zamorra ergreift unmittelbar die Flucht. Der erste Kontakt in Mainz ist niemand geringer als Johannes Gutenberg, der Erfinder des Buchdrucks mit bewegliche Metall-Lettern, des mechanischen Buchdrucks. Im Gespräch mit Gutenberg versucht sich Zamorra ein Bild zur Lage zu erstellen. Gutenberg erzählt von seiner misslichen Umstand seine ganze Werkstatt vor Gericht verloren zu haben. Zamorra sieht durch ein Fenster ein Fischwesen vorbeihuschen, stürzt hinterher und bei der ersten Berührung wechselt erneut die Umgebung.
In einen postapokalyptisches Mainz haben die Titanen - tentakelartige Wesen - und die Slissak die Herrschaft übernommen. Die Gebäude sind verlasen, die Menschen haben sich in Höhlen zurückgezogen. Aldebar einer der Altobersten von der Redo-Kolonie erklärt Zamorra die Zusammenhänge. Die Chronologie der Zeit, das lineare Zeitgefüge wurde von den Slissak verändert. Mit Zeitenergieblitzen verändert sich die Abfolge von Ereignissen in eine Kette von Gleichzeitigkeiten. Die Slissak verändern die Zeitgeschichte in einen Gegenwartsablauf und seitdem gibt es sie in allen Zeiten. Noch existieren die Versionen zeitlicher Geschichtsebenen von den Slissaks und der Erde, aber mit jeden neuen Zeitenergieblitz löst sich die Erdvergangenheit auf. Das Verhängnis nahm seinen Anfang als das Böse in Gestalt eines Dämons sich Gutenbergs Erfindung nutzte, und ihre Historische Bedeutung für seine eigene Zwecke missbrauchte. Zwei Welten die niemals zusammengehörten überlagerten sich mit eine Mal.
Als Nicole, nun von Zamorra getrennt den Ausgang zu erreichen versucht, entdeckt sie die Köchin Claire. An der Schwelle zum Portal entdecken sie eine unwirkliche Umgebung, eine ödeartige Vegetation mit tentakelbewehrte Titanenwesen. Zwei Titanen attackieren die Köchin und Nicole kann nur mehr die Umwandlung zu einen Fischwesen beobachten.
Unter Mithilfe der Mitglieder der Redo-Kolonie versucht Zamorra abermals einen Slissak anzugreifen in der Hoffnung, dass der Zeitsprung sie wiederum ins Chateau zurück bring und es gelingt tatsächlich. Nicole entdeckt Zamorra und er erklärt ihr seinen Plan, die Katastrophe unter Mithilfe der Zeitringe zu verhindern. Hierfür müssten sie nur kurz nach seinen erstmaligen Besuch in Mainz, Herrn Gutenberg davon abhalten, dass sich das Böse seiner Erfindung bemächtigen könnte. In einer Gasse wird Zamorra und Nicole von den Schergen des Bösen gefangengenommen. Das Böse offenbart sich Zamorra als eine Gestalt aus undurchdringlicher Finsternis mit roten Augen.
Der Meister des Übersinnlichen hatte bereits in Trier (PZ 907) Bekanntschaft mit den Bösen. Dandrono der Herr der Slissaks übergibt Gutenberg die schwarze Bibel, welche nun den Beginn der Veränderung der Zeitlinie einläutet.
Eusebius Struttenkötter entdeckt im Mainzer Dom in der Westkrypta eine unterirdische Kapelle wie ein Mönch gegen einen Slissak kämpft. Der leblos niedergeschlagene Leib des Fischwesen löst sich in Luft auf. Aus einer Geheimwand erscheint ein weiterer Mönch und sie entdecken Struttenkötter und zwingen ihn durch einen unterirdischen Gang mit zu kommen. Am Ende des Ganges erwatet sie eine Kammer umgeben von einen Schutzschirm, auf einer Pritsche liegend ein alter Mann. In der magischen Kuppel sind noch weitere drei Mönche und sie erklären Struttenkötter, dass sie hier in Sicherheit das Ende der Welt abwarten wollen.

Erstmals war ich doch ein wenig verwundert. Wiederum wurde nicht auf die neue Hintergrundgeschichte eingegangen. Seit Band 902 hat einzig Simon Borner dazu Stellung bezogen. So hatte ich doch die Hoffnung, dass sich der Autor abermals damit befast.
Also weiters abwarten und Professor Zamorra lesen Teufel

Jeder Zamorra Autor hat sich so zu sagen, seine eigene Welt zusammengesponnen.

Diesmal ist aus dem Spiel mit der Zeit eine Geschichte geworden, die mich als Leser nicht so packen und zufrieden stellen konnte.
Eine Ursache sind einerseits die Charaktere. Die Skizzierungen sind nicht immer überzeugend oder werden ganz vernachlässigt. Anderseits ist der Handlungsverlauf mit den Aneinanderreihung von Ereignissen etwas durch gemischt und die hinzu kommenden Wirrnissen um die Zeit erreichen ein Ergebnis eines flachen Stimmungsbarometer .

Eine gelungene Charaktere ist Eusebius Struttenkötter. Dieser junge Mann zeigt Initiative, ist aktiv, denkt über die Situation nach und handelt entsprechend.
Gutenberg ist sicher eine tolle geschichtsträchtige Figur. Die Idee solche Personen im Roman einzubinden empfinde ich als gut. Nach dem Roman kann ich von ihm behaupten, dass es eine gescheiterte Existenz, sowie ein Alkoholiker und er 1455 in Mainz lebte.
Zamorra durchlebt eine Menge in diesen Roman. Zamorra reagiert und agiert nicht immer authentisch als Meister des Übersinnlichen, seine Furcht, seine Flucht und seine Gefangennahme empfand ich, teils als geschriebene Zufällig- und Sinnlosigkeit. Hingegen kann er sich umgehend ohne Probleme auf neue Situationen einstellen, entsprechend dem hohen Erfahrungswert.
Nicole ist alles andere als nervös, obwohl Zamorra verschwindet, die Köchin neben ihr mutiert, die Umgebung eines anderen Plaenten vor der Haustür erscheint. Ihr einziger großer Auftritt besteht, als sie nackt mit Zamorra im Winter von Mainz landet.

-Wunderbar die heile Welt der Liebe, keine Störung der Zweisamkeit!
Nichts mehr von einer vergangenen oder bevorstehen Zerwürfnisses ihrer Beziehung?
--Nicole sollte den Dhyarra mitnehmen...sie hat in vergessen!
-Unglauben, bei einer Nahkämpferin wie Nicole, dass sie entkräftend so ermüdet ist und sich abstützen muss um nicht mit dem Gesicht voran auf den Boden zu stürzen?
-Butler William: „Ich fürchte wir beiden sind die letzten Bewohner des Chateaus. Der Rest wurde von den Fischmenschen entführt...
Sie musste raus und sich ansehen was sie und William zu überprüfen geplant hatten, bevor...
-Richtig wäre: Sie musste raus und sich ansehen was sie und Zamorra zu überprüfen geplant hatten, bevor...

Am unerfreulichsten ist die Präsenz des Bösen, diese existiert nämlich nicht. Ein Beispiel wie sie nicht sein sollten, sind die Slissak. Fischwesen die ein riesiges Maul haben und niemand kann erzählen welches Zweck so ein Großmaul erfüllt? Sicher nicht zum sprechen, zum lachen, vielleicht haben sie auch keine Stimmbänder und sind gar nicht Böse.
Ihre einzige Funktion besteht als Transportmittel.
Die Titanen, sie entwickeln sich aus den Sonnenstrahlen. Sie sind seelische dunkle Wesen kommen aber aus dem Licht der Sonne? Es handelt sich um das Bösartigste im Roman von animalischer Natur und greifen jedes Lebewesen ein. Auf die darauffolgende Mutation der Köchin ging der Autor nicht ein.
Schlussendlich die seltsame Präsenz des Kuttenträgers. ... und seine Stimme klang als lächelte sie dabei.
Total vernachlässigt wurde die Druckerpresse, "die schwarze Kunst" und welche Wirkungen sie bei den Menschen hinterlasen hat, könnte aber im zweiten Teil nachfolgen.

Aus den zahlreichen Orts- und Zeitwechsel im Roman hat sich der Spannungsbogen verflüchtigt.
Als würde man den Leser ein zehngängiges Menü servieren und die Abfolge zufällig servieren.
Eine Bedrohung welche keine Atmosphäre hervorbrachte. Die Spannungsspitzen konnten nicht wirklich greifen, zu durcheinander gemischt das Menü serviert. Was bleibt ist ein Spiel mit der Zeit. Man kann es nachvollziehen und sogleich verliert sich daran das Interesse. Die Idee ist zwar gut, vielleicht sogar genial - sie war kurz aus der kontextlosen Schwärze aufgetaucht - aber der vordere Gedanke ist und bleibt, es ist nicht möglich!
Oder vielleicht doch?

Story: 2,5/5,00

Das Cover zeigt einen Titanen und den Herrn der Slissaks als undurchdringliche Finsternis mit stechenden roten Augen.

Cover: 3,00/5,00

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Dabei seit: 24.09.2008
Beiträge: 12034

25.07.2011 19:06
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Mhhh, ich fand den ersten Teil ganz gut und sehr spannend. Wie Zamorra und die anderen jetzt eigentlich hätten reagieren müssen, war für mich als Neuleser nicht ersichtlich. Aus meiner Sicht hat alles gepasst.

Die Fischmenschen sind etwas flach geraten ja, aber die Tentakel-Titanen hatten zumindest einen starken Auftritt, fand ich. Und das Zeitreisen hat gerade Lust auf mehr gemacht. Zwar gab es keine große Action, aber durchgängig Atmosphäre. Dass der Druiden-Dämon wieder auftaucht, ist für mich ebenfalls ein Pluspunkt.

Daher von mir großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen großes Grinsen Baff Baff (8 von 10)

Und sogar das Cover hat mir dieses mal zugesagt Daumen_hoch

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