Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
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Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Ich habe gelesen, dass die Serie ab Band 2500 neu ausgerichtet werden soll. Was bedeutet das eigentlich mit mehr Mystik? Geht John beim Yard in Rente und arbeitet künftig für das britische Museum? So ähnlich wie Indiana Jones? Oder stellt er fest, dass er bereits als Adam lebte und erzählt hautnah, wie es im Paradies so war, mit Lilith und Eva /Pandora?
Wie gesagt ich kann mir nicht allzu viel darunter vorstellen. Deshalb hatte ich mir gedacht, dass in diesem Thread konstruktive Informationen darüber gesammelt werden können, was ab Band 2500 geschehen soll. Ich würde mich freuen, wenn auch beteiligte Autoren ein wenig von ihrem Insider-Wissen an dieser Stelle preisgeben würden.

Wie gesagt ich kann mir nicht allzu viel darunter vorstellen. Deshalb hatte ich mir gedacht, dass in diesem Thread konstruktive Informationen darüber gesammelt werden können, was ab Band 2500 geschehen soll. Ich würde mich freuen, wenn auch beteiligte Autoren ein wenig von ihrem Insider-Wissen an dieser Stelle preisgeben würden.
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Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Meine generellen Erwartungen sind nach dem aktuellen Vierteiler stark geschrumpft. Hier hatte man eine große Chance schonmal Kurs zu nehmen und hat es nicht gemacht. Okay, der Krieg der Götter Handlungsfaden ist abgeschlossen, aber wirklich eine Rolle gespielt hatte der nie wirklich. Waren ab und zu mal Erwähnungen im Hintergrund, aber wirklich was mitbekommen hat man nie.
Jetzt kommen erstmal noch eine Reihe Standalone-Romane. Dann bleiben noch...15Romane? Viel zu wenig für eine Neuausrichtung mMn, nichtmal das "Offene Handlungsbögen abschließén" sieht für mich machbar aus. Ich meine, was haben wir da gerade alles noch. Xorron, Verbleib des Spuks, das Techtemechtel mit Lilith und Asmodis, Supervampir Covin Hades, Schicksal des Eisernen Engels, Aibon/Tartarus, die neuen Baphometh-Templer. Achja, Dauerbrenner Justine Cavallo. Wie man da bis 2500 einen klaren Schnitt schaffen will noch will ich erst sehen bevor ich es glaube.
Ich denke, da wurde aus einer Aussage zu viel aufgebauscht. Lasse mich aber natürlich auch eines besseren Belehren.
Jetzt kommen erstmal noch eine Reihe Standalone-Romane. Dann bleiben noch...15Romane? Viel zu wenig für eine Neuausrichtung mMn, nichtmal das "Offene Handlungsbögen abschließén" sieht für mich machbar aus. Ich meine, was haben wir da gerade alles noch. Xorron, Verbleib des Spuks, das Techtemechtel mit Lilith und Asmodis, Supervampir Covin Hades, Schicksal des Eisernen Engels, Aibon/Tartarus, die neuen Baphometh-Templer. Achja, Dauerbrenner Justine Cavallo. Wie man da bis 2500 einen klaren Schnitt schaffen will noch will ich erst sehen bevor ich es glaube.
Ich denke, da wurde aus einer Aussage zu viel aufgebauscht. Lasse mich aber natürlich auch eines besseren Belehren.
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Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Ich grüble auch schon einiger Zeit über diesen Aspekt (Und hatte auch schon über einen solchen Thread nachgedacht.) und hatte schon schlimmste Befürchtungen. Ich dachte ebenfalls, dass mit der Raunacht-Saga die Zerstörung der bisherigen Sinclair-Welt gestartet wird, doch das hat sich (erst einmal) so nicht bewahrheitet. Jetzt wäre es tatsächlich schwierig, alles auf Null (oder was auch immer) zu stellen.
Justine Cavallo und v.a. Corvin Hades dürfen gerne (zum zweiten Mal) das Zeitliche segnen, die anderen Stränge dürfen auch geklärt werden, aber bitte ohne komplett Tabula rasa zu machen.
Wer mehr weiß, bitte gerne raus damit, aber ich denke, die hier im Forum beteiligten Autoren dürften zwar was sagen, müssten danach aber terminiert werden...
Justine Cavallo und v.a. Corvin Hades dürfen gerne (zum zweiten Mal) das Zeitliche segnen, die anderen Stränge dürfen auch geklärt werden, aber bitte ohne komplett Tabula rasa zu machen.
Wer mehr weiß, bitte gerne raus damit, aber ich denke, die hier im Forum beteiligten Autoren dürften zwar was sagen, müssten danach aber terminiert werden...
Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Persönlich hoffe ich nur, dass die Neuausrichtung nicht wieder regelmäßig Romane von Jason Dark bedeutet. Nicht falsch verstehen, ich schätze Helmut für sein Werk sehr und finde es immer toll wenn in neuen Romanen auf seine alten Klassiker Bezug genommen wird. Allerdings sind mir seine aktuellen Romane zu einfach gestrickt. Bestes Beispiel, hätte Jason einen Roman wie "Wo das Böse zu Hause ist" geschrieben, hätte es mit Sicherheit nicht die unerwartete Wendung wie bei Ian Rolf Hill gegeben. Stattdessen hätte Jason wohl geradlinig auf die Vernichtung der Whites als Kreaturen der Finsternis hingearbeitet und den Text durch längere Dialoge gestreckt. Ist zwar nur ein Hypothese meinerseits. Ich bin mir aber als erfahrener Sinclair-Leser sicher, dass es zutreffen würde.
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Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Nein, Helmuts Zeit ist (leider) vorbei. Ich schätze ihn ebenso sehr, mit ihm bin ich verstärkt ans Lesen und natürlich an Sinclair gekommen, der mich über 40 Jahre meines Lebens begleitet und dieses irgendwo auch verändert hat. Er hat sogar ein zartes, pardon, armseliges Pflänzchen an eigener Schriftstellerkultur wachsen lassen. (Wenn es meine Zeit erlauben würde, würde ich es weiter armselig wachsen lassen;) Aber der Mann ist jetzt 80 Jahre alt und kann nicht mehr großangelegte Romane mit Wendungen schreiben, das können die anderen nun besser. (Auch wenn ich nicht alle Autoren sehr bevorzugen würde, einige verbreiten für mich kein "Sinclair-Feeling" oder haben andere Schwächen. Es sind außerdem viel zu viele und jeder so ein bisschen seines Stiefel durch. Da würde ich mir eine deutliche Begrenzung für die Zukunft wünschen.) Grundsätzlich hat er aber immer noch interessante Ideen, ich könnte mir vorstellen, dass er noch Ideenstreuer fungieren könnte. Oder man lässt ihm noch mal richtig Zeit für einen letzten Knüller, mit dem er sich verabschieden könnte. Aber ich glaube, dass Helmut von der derzeitigen Entwicklung nicht gerade begeistert ist und das Thema für sich (mit Groll) abgeschlossen hat. Sinclair war sein Baby und wenn das ohne eigenen Einfluss verändert wird, kann es sehr schmerzhaft und demoralisierend sein. ich glaube, das erginge jedem so.
Ich wünsche Helmut noch ein langes und glückliches Leben!
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Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Auf der Leserseite von Band 2484 „Das Werwolf-Kloster“ geht IRH noch einmal auf Band 2500 und die Phase davor ein. Er betont dabei, dass er seine, aber auch Handlungsstränge anderer Autoren zu Ende führen wird. Man kann sich also darauf einstellen, dass er einen Großteil der letzten Romane vor besagtem Band 2500 schreiben wird. (Hoffentlich wird damit auch die Anzahl der Autoren reduziert.) Er sagt auch, dass v.a. Neulesern nun der Einstieg erleichtert werden soll. Damit bestätigt er mein Gefühl, dass die Anzahl der Altleser offensichtlich nicht ausreicht und man das Spektrum erweitern möchte. Somit wird auch klar, weshalb in den letzten Wochen und Monaten so viele Figuren jungen Alters ins Spiel gebracht werden (s. auch die 3 Hexen in Band 2484; dazu passend das peinliche Berührtsein von John und Bill, dass sie sich von so jungen Menschen/ Hexen hinters Licht haben führen lassen). Auch Kara ist sehr jung in den Atlantis Legenden, was sicherlich ebenfalls die Neuleser ansprechen soll.
Er verspricht einige Schocks und große Dramatik, da werden also mindestens zwei, vermutlich aber mehr beliebte Figuren das Zeitliche segnen, vermutlich dementsprechend wohl eher nicht die neu eingeführten, die m.E. wenig Interessantes hineinbringen (Marisa, Emma, Cathy, Lady Anastasia, …), sondern ein paar Altgediente. Denise wird hoffentlich keine Rolle mehr spielen und noch einmal wieder auftauchen. Andererseits ist/ war sie jung…
Ich hoffe inständig, dass IRH sinnvoll vorgeht und sich nicht vollkommen unbedrängt und unnötig einiger guter Handlungsbereiche und -möglichkeiten entledigt.
Er verspricht einige Schocks und große Dramatik, da werden also mindestens zwei, vermutlich aber mehr beliebte Figuren das Zeitliche segnen, vermutlich dementsprechend wohl eher nicht die neu eingeführten, die m.E. wenig Interessantes hineinbringen (Marisa, Emma, Cathy, Lady Anastasia, …), sondern ein paar Altgediente. Denise wird hoffentlich keine Rolle mehr spielen und noch einmal wieder auftauchen. Andererseits ist/ war sie jung…
Ich hoffe inständig, dass IRH sinnvoll vorgeht und sich nicht vollkommen unbedrängt und unnötig einiger guter Handlungsbereiche und -möglichkeiten entledigt.
Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Dass klingt einerseits spannend aber andererseits auch bedenklich. Ich weiß ja nicht, ob es nur ein Gerücht ist, aber Asmodina zur neuen Hauptgegnerin erneut zu machen, würde mir auch nicht sonderlich gefallen. Nur auf Jugend zu setzen geht ja auch nicht. John ist ja selber alt. Oder soll Johnny neuer Geisterjäger werden? Ich hoffe nur, dass es auch weiterhin den Fortsetzungscharakter geben wird und nicht nur eine Aneinanderreihung von beliebigen Einzelromanen. Selber kann man eh nur abwarten. Entweder es funktioniert, oder der Karren fährt ins Wasser und spätestens 100 Bände später folgt die nächste Neuausrichtung.
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- iceman76 Offline
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Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Also ich sehe der Sache recht entspannt entgegen. Das IRH gute Geschichten schreiben kann, hat er mehrfach unter Beweis gestellt. Und seine wir mal ehrlich, irgendwie wurde es doch auch mal Zeit das im Sinclair-Universum mal aufgeräumt wird.
Ok, den einem oder anderen wird es sicherlich nicht gefallen wenn eine seiner "Lieblingsfiguren" plötzlich aus der Serie heraus geschrieben wird...
... das wird mir sicherlich auch so ergehen. Aber so richtig übersichtlich ist der Sinclair Kosmos ja schon lange nicht mehr. Es gibt einfach viel zu viele Ebenen, Schauplätze die einfach auch nicht richtig bedient werden oder einfach in Vergessenheit geraten sind- weil es einfach zuviel geworden ist!
Ich erinnere mich da Beispielsweise an Shimada... der viele Jahre in der Versenkung verschwunden ist um dann recht lieblos in einem Band abgefrühstückt zu werden. Jugendschutz hin oder her, das z.B. hätte man schon besser lösen können!
Und dann tolle Gegner wie z.B. der Spuk... der dümpelte doch auch lange Zeit einfach nur vor sich hin... Dracula II der im Lauf der Serie irgendwie immer mehr zu einer Witzfigur verkommen ist. Auch einen Charakter wie z.B. Justine Cavallo hätte ich persönlich schon lange verschwinden lassen. Das könnte ich wahrscheinlich noch einige Zeit weiter ausführen...
... und dazu kommt aus meiner persönlichen Sicht noch... ich bin chronologisch erst kurz vor Band 1100... und wenn man da schon den Eindruck hat das es in der Serie zu viele offene Baustellen gibt... wie soll das dann erst bei Band 2000 sein?
Natürlich lese ich zwischendurch auch mal wieder Romane ausserhalb der Chronologie, sonst könnte ich mir da ja auch kaum ein Urteil bilden... und hier und auch bei Facebook kann man ja uch genug zwischen den Zeilen lesen. Wobei es für mich persönlich immer wieder der Eindruck macht das sich immer derselbe kleine Teil der Leser beschwert! Ich kann mich da natürlich auch irren aber es ist doch schon auffällig wenn man mal die ganzen Beiträge hier und in den großen Facebook-Gruppen liest!
Ich persönlich bin mal gespannt was so nach Band 2500 passieren wird! Und wenn es mir nicht gefällt, ich muss eh noch genug andere Hefte nachlesen!
Und: Es gibt ja nicht nur John Sinclair!
Ok, den einem oder anderen wird es sicherlich nicht gefallen wenn eine seiner "Lieblingsfiguren" plötzlich aus der Serie heraus geschrieben wird...
... das wird mir sicherlich auch so ergehen. Aber so richtig übersichtlich ist der Sinclair Kosmos ja schon lange nicht mehr. Es gibt einfach viel zu viele Ebenen, Schauplätze die einfach auch nicht richtig bedient werden oder einfach in Vergessenheit geraten sind- weil es einfach zuviel geworden ist!
Ich erinnere mich da Beispielsweise an Shimada... der viele Jahre in der Versenkung verschwunden ist um dann recht lieblos in einem Band abgefrühstückt zu werden. Jugendschutz hin oder her, das z.B. hätte man schon besser lösen können!
Und dann tolle Gegner wie z.B. der Spuk... der dümpelte doch auch lange Zeit einfach nur vor sich hin... Dracula II der im Lauf der Serie irgendwie immer mehr zu einer Witzfigur verkommen ist. Auch einen Charakter wie z.B. Justine Cavallo hätte ich persönlich schon lange verschwinden lassen. Das könnte ich wahrscheinlich noch einige Zeit weiter ausführen...
... und dazu kommt aus meiner persönlichen Sicht noch... ich bin chronologisch erst kurz vor Band 1100... und wenn man da schon den Eindruck hat das es in der Serie zu viele offene Baustellen gibt... wie soll das dann erst bei Band 2000 sein?
Natürlich lese ich zwischendurch auch mal wieder Romane ausserhalb der Chronologie, sonst könnte ich mir da ja auch kaum ein Urteil bilden... und hier und auch bei Facebook kann man ja uch genug zwischen den Zeilen lesen. Wobei es für mich persönlich immer wieder der Eindruck macht das sich immer derselbe kleine Teil der Leser beschwert! Ich kann mich da natürlich auch irren aber es ist doch schon auffällig wenn man mal die ganzen Beiträge hier und in den großen Facebook-Gruppen liest!
Ich persönlich bin mal gespannt was so nach Band 2500 passieren wird! Und wenn es mir nicht gefällt, ich muss eh noch genug andere Hefte nachlesen!
Und: Es gibt ja nicht nur John Sinclair!
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Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Ich sehe es durchaus auch so, dass es zu viele offene Handlungsstränge gibt und diese dürfen auch gerne geschlossen werden. (So darf eine Justine Cavallo gerne "rausgeschrieben" werden und ein Corvin Hades gleich mit.) Allerdings liegt dies auch daran, dass es zu viele Autoren gibt, die alle "ihren" Sinclair-Teil schreiben (wollen). Und da es immer mehr Autoren gibt, gibt es auch immer mehr offene Stränge. Also bitte die Anzahl der Autoren verringern und auf eine zusammenarbeitende Kerngruppe reduzieren. Weitere Autoren dürfen vielleicht dann hin und wieder mal einen Motw-Roman beitragen.
Aber es darf auch ein kleiner Teil der Lesergemeinde einer bestimmten Meinung sein und sich äußern, oder? (Wenn der kleine Teil überhaupt so klein ist;) Dazu sind ja solche Foren wie dieses da. Und dass IRH sehr gute Geschichten schreibt, daran besteht kein Zweifel, ganz im Gegenteil, er ist derjenige, der für mich am besten das vielbesungene Sinclair-Feeling herauskitzelt, am tiefsten in der Materie steckt und auch die spannendsten Romane mit den wenigsten Ungereimtheiten hervorbringt.
Mein Herz hängt nach ca. 45 Jahren John-Sinclair-Leselust aber schon an dem blonden Geisterjägern, seinen Freunden, Gegnern und Waffen, und ohne wöchentlich Dosis würde mir schon was fehlen.
Sollte diese Neuausrichtung allerdings dennoch zu abwegig für mich sein, so habe ich mir vorgenommen, Sinclair noch einmal ganz von vorne zu lesen, zu hören und zu sehen, in chronologischer Reihenfolge. Das wäre mal ein Projekt.
Aber es darf auch ein kleiner Teil der Lesergemeinde einer bestimmten Meinung sein und sich äußern, oder? (Wenn der kleine Teil überhaupt so klein ist;) Dazu sind ja solche Foren wie dieses da. Und dass IRH sehr gute Geschichten schreibt, daran besteht kein Zweifel, ganz im Gegenteil, er ist derjenige, der für mich am besten das vielbesungene Sinclair-Feeling herauskitzelt, am tiefsten in der Materie steckt und auch die spannendsten Romane mit den wenigsten Ungereimtheiten hervorbringt.
Mein Herz hängt nach ca. 45 Jahren John-Sinclair-Leselust aber schon an dem blonden Geisterjägern, seinen Freunden, Gegnern und Waffen, und ohne wöchentlich Dosis würde mir schon was fehlen.
Sollte diese Neuausrichtung allerdings dennoch zu abwegig für mich sein, so habe ich mir vorgenommen, Sinclair noch einmal ganz von vorne zu lesen, zu hören und zu sehen, in chronologischer Reihenfolge. Das wäre mal ein Projekt.
Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Hey! Was habt ihr gegen Justine Cavallo?
Nach Rakk ist sie mein persönlicher Lieblingscharakter im JS-Cosmos
Also: Bitte drin lassen!
Wer weiß schon, was mit "Neuausrichtung ab Band 2500" gemeint ist.... vielleicht wird im Endeffekt ja gar nicht so viel passieren.
Ich kann mir aber (leider) vorstellen, dass die Fan-Gemeinde dadurch noch mehr gespalten wird. Inzwischen habe ich von sehr vielen gehört, dass ab Band 2500 so oder so für sie Schluss ist - gerade für Sammler ist die Zahl anscheinend ein "guter Zeitpunkt" und etliche "Alt-Fans" wollen bis dahin nur noch zu ende kaufen, wobei sie schon länger nicht mehr lesen.
Ich habe momentan keine Vorstellung, unterdrücke meine persönlichen Befürchtungen und warte einfach ab!
(Trotzdem...meine persönlichen Befürchtungen:
- One-Man-Show / Ein Autor übernimmt die Serie und schreibt alleine
- Jasons Erbe wird komplett eingestampft und ein richtiger Neuanfang, ähnlich wie bei der Neuinterpretation der Hörspiel-Umsetzung "Sinclair - Dead Zone/Underworld", wird heraufbeschworen)
Nach Rakk ist sie mein persönlicher Lieblingscharakter im JS-Cosmos
Also: Bitte drin lassen!
Wer weiß schon, was mit "Neuausrichtung ab Band 2500" gemeint ist.... vielleicht wird im Endeffekt ja gar nicht so viel passieren.
Ich kann mir aber (leider) vorstellen, dass die Fan-Gemeinde dadurch noch mehr gespalten wird. Inzwischen habe ich von sehr vielen gehört, dass ab Band 2500 so oder so für sie Schluss ist - gerade für Sammler ist die Zahl anscheinend ein "guter Zeitpunkt" und etliche "Alt-Fans" wollen bis dahin nur noch zu ende kaufen, wobei sie schon länger nicht mehr lesen.
Ich habe momentan keine Vorstellung, unterdrücke meine persönlichen Befürchtungen und warte einfach ab!
(Trotzdem...meine persönlichen Befürchtungen:
- One-Man-Show / Ein Autor übernimmt die Serie und schreibt alleine
- Jasons Erbe wird komplett eingestampft und ein richtiger Neuanfang, ähnlich wie bei der Neuinterpretation der Hörspiel-Umsetzung "Sinclair - Dead Zone/Underworld", wird heraufbeschworen)
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Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Einfach zu lange da und riecht mittlerweile etwas strengvon Nordmann » 17.02.2026
Hey! Was habt ihr gegen Justine Cavallo?![]()
Nein, jetzt mal ehrlich, ich finde, sie bringt der Serie einfach nicht mehr viel Substanz, wird außerdem immer wieder/ zu oft kurz vor ihrer Vernichtung gerettet oder entkommt so gerade eben. Aber Ansichtssache.
Rakk dagegen und Dark Land (Obwohl ich das Spin-off erst nach dem Ende der Serie gekauft habe...), bieten durchaus noch Hintergrund für viele Geschichten.
Ich tendiere, was die Neuausrichtung angeht, auch zwischen Hoffen und Bangen. Eine Reduzierung der Stränge ist sicherlich sinnvoll, ein kompletter Neustart a la "Deadzone" oder "Underworld" wäre m.M. nach eine Vollkatastrophe und für mich ein Anlass zum Beenden meiner Sinclair-Leidenschaft (bezüglich der neuen Romane).
Wenn wirklich so viele mit 2500 aufhören wollen, wäre das natürlich ein sehr schlechtes Zeichen. (Der Grund für die angestrebten Änderungen?) Ob man diesen Aderlass durch junge Neuleser ausgleichen kann, wage ich zu bezweifeln. Und ob eine erneute Neuausrichtung nach weiteren 100 Romanen, wenn der Karren gegen die Wand gefahren ist (s.o,), helfen würde, wage ich zu bezweifeln. Das wäre das Thema Sinclair wohl endgültig durch.
Was die Anzahl der Autoren angeht, fände ich, wie schon zuvor geschrieben, eine deutliche Reduzierung ebenfalls sinnvoll. Ich glaube aber nicht, dass IRH Alleinautor wird, er hat ja doch viele andere Projekte (nun ja, bislang gehabt). Vielleicht verlagert er seine Schriftstellerkunst doch ganz auf Sinclair. Nun, das hat aber mit JD als Solokünstler auch lange geklappt. Andererseits hat er ja verkündet, dass Rafael Marques die Lazarus-Thematik schon weit voraus geplant hat. Und wenn, wie Michl sagte, möglicherweise Henry Cardell mehr Romane nach 2500 schreiben soll (viewtopic.php?t=43387), dann wird es doch eher bei einem (hoffentlich kleinem) Autorenteam bleiben.
Abwarten ist die beste Lösung, sind ja nur noch 15/ 16 Wochen, dann wissen wir mehr. Wenn ich das richtig verstanden habe, sollen, die Romane 2497 - 2499 die entscheidenden sein.
- Sheila Conolly Offline
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Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Neustart … hmmm ...
Was war denn nicht toll, weshalb ein Neustart erforderlich ist?
Zu viele Handlungsstränge, die auf Grund der Autorenzahl nicht zeitnah genug weitergingen?
Schlechte oder zu unterschiedliche Geschichten?
Keine zeitgemäßen Figuren?
Zahlen im Keller?
Ist Sinclair abgestürzt, weil veraltet?
Sind mittlerweile doch zu viele Fans weggelaufen und zu wenig (langfristige) Neuleser nachgekommen?
Ich hab mal platt gegoogelt, was Neustart "offiziell" heißen KANN:
Ein "Neustart" im literarischen Sinn bezeichnet den bewussten Bruch mit bestehenden Erzählstrukturen, Charakterentwicklungen oder einer etablierten Kontinuität (Canon), um eine Geschichte, ein Werk oder eine Reihe grundlegend neu zu positionieren. Es handelt sich um ein "Zurücksetzen" (Reboot), das alte Handlungsstränge ignoriert und Charaktere oft in neuer Form oder mit neuer Entstehungsgeschichte (Origin Story) einführt.
Beispiele mit/durch:
Neupositionierung: Ein Neustart erlaubt es, den Tonfall (z. B. moderner), die Charaktere oder das Setting anzupassen, um eine stagnierende Marke oder ein Genre zu revitalisieren.
Reboot: Verändert die Geschichte und die Charaktere oft grundlegend.
Oder:
Ein Verlag ändert das bisherige künstlerische Image, die Art der Geschichten oder die Vermarktung der Serie bewusst, um eine andere Leserschaft anzusprechen.
Oder auch:
Mut zur Veränderung, oft verbunden mit dem Risiko, alte Fans zu verlieren, aber mit der Chance, ein völlig neues Kapitel aufzuschlagen.
Tja, was fängt man jetzt damit an?
Das hier wären meine Gedanken dazu:
Variante 1 - Long Story -
Ich lese dauernd irgendwo, dass es frischer, moderner und vor allem für Neueinsteiger einfacher gestaltet werden soll.
Aha, ist ja schön. Und langjährige Fans, die die Serie erst groß gemacht und auch Neuerungen akzeptiert haben, nur eben nicht die ganz dollen Veränderungen?
Egal, die fallen halt in den sogenannten "Risikobereich". Wenn sies nicht mögen, können sie ja gehen. So einfach ist das. Friss oder stirb. Egal, wie sehr sie das alles mochten, unterstützt oder sogar geliebt haben.
Und dann ist noch die Frage, ab WANN?
Von wo aus Neustart? Von Band 500? 1500?
Von Anfang an?
Hauptsächlich Neulesern - der neuen Zielgruppe - den Einstieg zu erleichtern, zusammen mit dem bedeutsamen Wort Neustart, ergibt sich für mich nur eine logische Maßnahme (s.o.):
Außer John bleibt niemand übrig, denn mit ihm fings an, die Serie heißt wegen ihm so und er könnte nach und nach neue Leute dazu kriegen. Bedeutet aber doch auch, dass John ebenfalls verjüngt werden müsste … wer will schon so’n alten Sack lesen?
Oder er tritt ein paar Roman später glorreich ab, bzw. wird Mentor für die verjüngte Truppe, der Header auf den Romanen ändert sich, der Name Jason Dark fällt komplett weg.
Und einigen Nachwuchs für diverse Posten gibt’s ja schon:
Marisa als Psychologin beim Yard … ihre Emma könnte dann z.B. Glendas Job übernehmen und die neue Sekretärin/Assistentin für Young Adult - John spielen.
Davina McCarthy hat bereits Father Ignatius den Rang abgelaufen, Christina Dick könnte Sir James ersetzen, da sie ja bereits voll drin ist in der Materie und zur Frauenpower-Strategie passen würde. Schließlich hat der magenkranke Pavian auch seine besten Zeiten hinter sich.
Aber da eröffnet sich dann ein Problem: es wurden ordentlich Frauen und Mädels reingebracht, was ist mit Jungs oder Männern? Irgendwie dürftig …
Bestes oder jüngstes Beispiel: der einzige neue und junge Knaben in der Riege wurde mit der Raunacht-Saga abgemurxt.
Oder John kriegt jetzt noch mehr Frauenpower an die Seite, weil …
… verlässlicher Kollege … ach was, lieber welche, die regelmäßig abtreten und dafür dann neue eingebracht werden können! Und wieso überhaupt Kerle als Sidekick? Wieso keine Sidekickin?
… Privatdetektivin und Freundin … neeee, wie langweilig und altbacken! Lieber ne Influencerin oder Youtuberin, die durch ihr loses Mundwerk und jede Menge Kraftausdrücke regelmäßig den richtigen Leuten auf die Füße tritt und so in Fälle schlittert!
Bester Freund … Familie … um Gottes Willen … ist doch total out! Wo gibt’s denn noch intakte, funktionierende Familien? Lieber gemischte WGs, Jugendheime oder irgendwas dazwischen, wo man schön was in jede Richtung draus machen kann! Da identifizieren sich ganz bestimmt viel mehr Leser mit und irgendjemand kann sicher immer das, was man gerade so braucht … oder hat den Hintergrund, aus dem man gut was machen kann!
Naja, alles ist möglich.
Dann wurde jüngst angekündigt, dass IRH seine und viele andere Handlungsstränge beendet. Ist ja toll, dass er das macht. Und ja, er kann schreiben … was im Grunde wohl auch niemand bezweifelt. Ist nur die Frage, wie man solch eine schöne Gabe einsetzt.
Und außerdem:
Warum beendet ER die Handlungsstränge anderer Autoren? Verschiedene Autoren mit verschiedenen Schreibstilen, Ideen und Ausdrucksweisen. DAS fand ich immer cool! DAS war doch die "Frischekur" für Sinclair vor ca. 12/13 Jahren. Warum beenden die nicht selbst ihre Stränge? Dürfen sie nicht? Wollen sie nicht? Keine Zeit? Haben sie ihre Stränge nicht zu Ende gedacht? Sind sie schon rausgeflogen, weil nur noch max. 2-3 Leute für Sinclair schreiben sollen, wenn überhaupt?
Mögliche Autoren:
Ian Rolf Hill für den totalen Überblick, Serienwissen und als Showrunner (wurde zumindest in den letzten drei Jahren energisch so aufgebaut)
Rafael Marques für den sehr beliebten Schreibstil, Aibon, Templer, Lost Places (wobei dann mehr Output kommen müsste, wenn IRH nicht nen extremen Vorlauf hat)
Marie Erikson für die neue, jüngere Generation der Leserschaft (wobei sie neben dem Brotjob auch viel Perry Rhodan und eigene Werke macht, was dann evtl. zeitlich knapp werden könnte)
Wie dem auch sei, wenns aus den entsprechenden Reihen keiner sagt, wird man das Warum und Wieso und WER denn nun? eh nicht erfahren.
Jedenfalls könnte John sich so halt ein neues, jüngeres Team bilden, bis er irgendwann nur noch als Mentor fungiert.
Einziges Manko:
Dann wäre es gar nicht mehr die Serie, die man vielleicht mal irgendwann kannte und mochte.
Naja, zumindest die, die sie schon länger lesen.
Aber wenn eh der Fokus auf Neueinsteiger liegt, was solls?
Für mich sind halt gerade die Figuren wichtig, für andere nicht. Und für Neuleser wohl überhaupt nicht, weil sie die alten gar nicht kennen. Wen juckts da schon groß, wenn man die alten Figuren rausschreibt und mit jüngeren, pfiffigeren, frecheren Figuren ersetzt, um für frischen Wind zu sorgen?
Und die könnte man dann immer in unregelmäßigen Abständen über die Klinge springen lassen.
Das sorgt schön für den nötigen Kick, hin und wieder für Schockmomente und ne ordentliche Portion Drama, wie es viele fordern oder scheinbar von Neueinsteigern erwartet wird.
Vielleicht gibt’s dann auch ein "Rebranding", was eh versehentlich mal für nen kurzen Moment gelauncht wurde, dann aber schnell wieder verschwand. Screenshot sei Dank wurde es zum Mahnmal des Bösen. Aber war vielleicht auch nur ein Probe-Design, wies mal aussehen könnte, muss ja gar nix heißen … nur WANN das versehentlich passiert ist, war interessant, da war von "Neustart" oder "JD wird aufgehört" noch weit und breit nix zu lesen …
Vielleicht verschwindet Jason Dark auch ganz vom Cover? Ihn drauf zu lassen wäre ja blöd, wenn er nicht mehr schreibt und nach nem Neustart isses nicht mehr SEINE Serie, sondern eine Serie ANGELEHNT an seine erdachte Serie … und wenn mans trotzdem lässt, wäre es glatt fake, weil er Sinclair ja mit anderen Intentionen und Zielen auf den Markt geworfen hat … die aber natürlich über 50 Jahre später total veraltet und für Neuleser mega ungeeignet sind.
Lieber für den Schockmoment zwischen Tür und Angel mal nen Kollegen oder Freund beseitigen, weil dann bleibts innovativ und man kann gleich wieder ne zeitgemäße neue Figur reinschmeißen. Ist doch toll! So schnell, wie die Zeiten sich heutzutage ändern, ist das sicher erforderlich, um en vogue zu bleiben!
Damit würde man die Komfortzone der bisherigen Leserschaft verlassen, könnte Wachstum generieren, relevanter werden oder schlicht ein breiteres/anderes Publikum finden.
Genau DAS scheint doch gewollt zu sein.
Das Einzige, was ich dabei nicht so ganz kapiere:
Wie viel neuer als jetzt soll dieser Neustart denn werden?
Dadurch, dass IRH ja schon so einiges "neu interpretiert" und vor allem mit ordentlich viel Epik, Drama und Action aufgemotzt hat, fühlte es sich doch jetzt schon anders an. Anfangs, als noch kleinere Brötchen nach neuen Rezepten gebacken wurden, wars völlig ok. Es war dosiert, man bekam neue Figuren, die ergänzten, ein bisschen mehr Action und verzwicktere Fälle, Ideen und Handlungen. Fand ich persönlich – weil ich mich bis zu einem gewissen Punkt für ziemlich kompromissbereit und tolerant halte – ziemlich cool!
Dann fingen die neuen Figuren an, die alten zu ersetzen.
Dann wurde alles immer epischer, höher, schneller, weiter … nicht nur in Mehrteilern, auch während der normalen fortlaufenden Handlung.
John fuhr plötzlich weder Bentley noch Rover, sondern … Audi.
Immer weniger Wahrzeichen … wohl auch zu altbacken.
Kürzlich wurde Sukos BMW geschrottet, kriegt der jetzt nen Citroen? Nen Opel? Vielleicht auch nen Skoda?
Scheinbar sind doch aktuell schon sooo viele Neuleser dazugekommen und die Zahlen sind gar nicht sooo im Keller, wie JD in nem Interview mal behauptet hat …
Also nochmal, wie viel neuer soll es denn werden?
Geht doch gar nicht mehr … also cut, alles alte weg, nur John bleibt und dann mal Feuer frei für die jüngere Riege!
Mal sehen, wer oder was dabei auf der Strecke bleibt.
Variante 2 – Long Story Short -
Das Autorenteam schrumpft gewaltig, der Serien-Header wird geändert.
Alles Offene wird beendet und runtergefahren.
John findet seinen alten Character wieder … das Sinclair-Team kriegt neuen Fokus … keiner spricht mehr von knackenden Knochen und Ermüdungserscheinungen, da schließlich das Team inkl. John nur wenig zwischen den Zeilen altert … Gegner werden wieder mehr normale Gegner und keine allmächtigen Bösewichte mit ausgeklügelten Plänen und Schlachten, die immer noch einen Twist auf einen anderen drauf setzen … die neuen Figuren bleiben, machen aber nicht mehr auf Hauptfiguren, sondern tun wirklich das, was anfangs versprochen wurde, sie ergänzen mit unterschiedlichen Charakterzügen für den nötigen Frische-Touch.
Dort könnte sich sogar JD nochmal für den ein oder anderen Gastroman und/oder ein Abschiedswerk zurechtfinden.
Man wird ja noch träumen dürfen …
Alternativ könnte auch jeder, den es genauer interessiert, mal selbst über einen längeren Zeitraum hinweg aktiv Meinungen und Rezensionen in entsprechenden Foren und Social Media Kanälen (vor allem in entsprechenden Gruppen) verfolgen.
Mein Fazit aus knapp drei Jahren:
Die wenigsten "Neuleser" hielten knapp eineinhalb Jahre am Stück durch, danach war von ihnen in Sachen Sinclair nach anfänglichem "Boar geil, Action und Blut!" … "Total cool, episch!" … usw. usf. kaum bis gar nix mehr zu sehen und zu lesen. Natürlich gibt es auch noch ein paar Neuleser, die immer noch "Boar, geil, Action!" schreien, keine Frage. Aber die sind weniger geworden. Oder haben keinen Bock mehr, das in Worten auszudrücken.
Was auffällig war: hauptsächlich wurden Action, Spannung und Geschwindigkeit hervorgehoben, kaum oder selten Gruselatmosphäre, Figuren, Charakterzüge o.ä., die nachhaltig Eindruck hätten hinterlassen können. Allenfalls kam hier und da mal "XY ist cool drauf" … "XY nervt mich nur noch" … "XY ist ne sympathische Figur" … "das Haus hatte ne schöne unheimliche Atmo" …
So mancher "Altleser" hat leider bereits das Handtuch geworfen. Einige kaufen nur noch fürs Regal, ab 2500 ist dann Schluss. Nur wenige erhoffen sich eine Besserung ab Band 2500.
Sie legten vornehmlich Wert auf die Figuren auf beiden Seiten, ihre Charakterzüge und ihr Verhalten. Außerdem hoben sie oftmals die Gruselatmosphäre hervor, wo sie eben zu finden war.
Die "Allesleser", die einfach nur Geschichten lesen wollen und nicht speziell auf Sinclair oder ein bestimmtes Genre fixiert sind, gehen das alles etwas gelassener an und man liest und sieht immer mal wieder auch JS-Rezensionen von ihnen. Sie kommentieren in erster Linie, wie die Story samt Protas funktioniert und auf sie gewirkt hat.
Dann gibt es noch die Sorte Fans, die alle Neuerscheinungen (Romane/Hörspiele) mit "Super, hab ich schon gekauft!" … "Freu mich drauf!" … kommentieren, aber nie oder selten folgt eine Rezi oder Meinung von ihnen. Lesen/Hören sie überhaupt oder sammeln sie nur, ums irgendwann wieder zu verkloppen? Oder haben sie einfach nur keine Lust, ihre Meinung dazu in Worte zu fassen und anderen mitzuteilen?
Die liest man jedoch von vielen bekannten oder wiederkehrenden Namen, aber auch da hat sich schon einiges geändert. Sie sind zwar immer noch offen und voller Neugier, was künftige Romane angeht, aber sie sind zum Teil sowohl der überbordenden Epik als auch der erschlagenden Anzahl von teilnehmenden Figuren überdrüssig. Leider bekommen diese Leute, die ihren Autoren jedoch oder trotzdem treu geblieben sind, wegen vereinzelter negativer Kritiken das Totschlag-Argument um die Ohren gehauen "Keiner zwingt dich, es zu lesen." Meiner Meinung nach gewinnt und behält man so keine Fans. Aber scheinbar ist man darauf ja auch nicht angewiesen. Mit-Fans können ihre Fan-Kollegen aber genauso angehen, weil sie kritischer Meinung sind. Andersherum kriegen auch gute Meinungen oftmals nur aufs Auge gedrückt "du findest doch eh alles gut, was XY schreibt".
Von den Hörspielen fang ich mal lieber gar nicht groß an, denn in der Sparte sieht es noch übler aus (sind aber auch etwas weniger Leute, als bei den Romanen).
Daher das Fazit in Kürze: Angefangen vom Intro, über das Produktionsteam und die Covergestaltung bis hin zur (Aus)Wahl einzelner Sprecher und bestimmter Vorgehensweisen wird sehr viel moniert, dem man allerdings auch ziemlich schmerzfrei gegenübertritt.
Irgendwann wird das abebben, denke ich.
Wenn keine Gegenreaktionen kommen oder mal hier und da auf Frust eingegangen wird, sondern nur auf Lob und Zustimmung, wird es ermüdend, weiterhin in irgendeiner Form seine Meinung kundzutun. Dann werden auch diese Hörer komplett ausbleiben, weil sich niemand für sie und/oder ihre Meinung interessiert. Oder sie sammeln ebenfalls nur noch, bis auch da das Interesse gänzlich nachlässt.
Bei mir wird’s die 200, danach ist Feierabend … sollte sich nicht gewaltig was ändern, was ich derzeit aber nicht sehe.
Ich denke, ich hab mich schon länger innerlich von Sinclair-Feeling, Charme, Lese-Leidenschaft und gewissen Werten der Serie verabschiedet und gehe mit einer Mischung aus allen "Neustart-Interpretationen" ins Rennen:
Ein Verlag ändert das bisherige künstlerische Image, die Art der Geschichten oder die Vermarktung der Serie bewusst, um eine andere Leserschaft anzusprechen. Mut zur Veränderung, oft verbunden mit dem Risiko, alte Fans zu verlieren.
Neupositionierung: Ein Neustart erlaubt es, den Tonfall (z. B. moderner), die Charaktere oder das Setting anzupassen, um eine stagnierende Marke oder ein Genre zu revitalisieren.
Allerdings ist das auch wieder irgendwie nebensächlich, weil ich zu der Fraktion gehöre, die sich noch Band 2500 ins Regal stellt und dann entweder von vorne liest oder den Sack ganz zumacht.
Wahrscheinlich eher von vorne lesen … denn einmal Fan, immer Fan … aber eben vom echten John Sinclair samt Crew!

Was war denn nicht toll, weshalb ein Neustart erforderlich ist?
Zu viele Handlungsstränge, die auf Grund der Autorenzahl nicht zeitnah genug weitergingen?
Schlechte oder zu unterschiedliche Geschichten?
Keine zeitgemäßen Figuren?
Zahlen im Keller?
Ist Sinclair abgestürzt, weil veraltet?
Sind mittlerweile doch zu viele Fans weggelaufen und zu wenig (langfristige) Neuleser nachgekommen?
Ich hab mal platt gegoogelt, was Neustart "offiziell" heißen KANN:
Ein "Neustart" im literarischen Sinn bezeichnet den bewussten Bruch mit bestehenden Erzählstrukturen, Charakterentwicklungen oder einer etablierten Kontinuität (Canon), um eine Geschichte, ein Werk oder eine Reihe grundlegend neu zu positionieren. Es handelt sich um ein "Zurücksetzen" (Reboot), das alte Handlungsstränge ignoriert und Charaktere oft in neuer Form oder mit neuer Entstehungsgeschichte (Origin Story) einführt.
Beispiele mit/durch:
Neupositionierung: Ein Neustart erlaubt es, den Tonfall (z. B. moderner), die Charaktere oder das Setting anzupassen, um eine stagnierende Marke oder ein Genre zu revitalisieren.
Reboot: Verändert die Geschichte und die Charaktere oft grundlegend.
Oder:
Ein Verlag ändert das bisherige künstlerische Image, die Art der Geschichten oder die Vermarktung der Serie bewusst, um eine andere Leserschaft anzusprechen.
Oder auch:
Mut zur Veränderung, oft verbunden mit dem Risiko, alte Fans zu verlieren, aber mit der Chance, ein völlig neues Kapitel aufzuschlagen.
Tja, was fängt man jetzt damit an?
Das hier wären meine Gedanken dazu:
Variante 1 - Long Story -
Ich lese dauernd irgendwo, dass es frischer, moderner und vor allem für Neueinsteiger einfacher gestaltet werden soll.
Aha, ist ja schön. Und langjährige Fans, die die Serie erst groß gemacht und auch Neuerungen akzeptiert haben, nur eben nicht die ganz dollen Veränderungen?
Egal, die fallen halt in den sogenannten "Risikobereich". Wenn sies nicht mögen, können sie ja gehen. So einfach ist das. Friss oder stirb. Egal, wie sehr sie das alles mochten, unterstützt oder sogar geliebt haben.
Und dann ist noch die Frage, ab WANN?
Von wo aus Neustart? Von Band 500? 1500?
Von Anfang an?
Hauptsächlich Neulesern - der neuen Zielgruppe - den Einstieg zu erleichtern, zusammen mit dem bedeutsamen Wort Neustart, ergibt sich für mich nur eine logische Maßnahme (s.o.):
Außer John bleibt niemand übrig, denn mit ihm fings an, die Serie heißt wegen ihm so und er könnte nach und nach neue Leute dazu kriegen. Bedeutet aber doch auch, dass John ebenfalls verjüngt werden müsste … wer will schon so’n alten Sack lesen?
Oder er tritt ein paar Roman später glorreich ab, bzw. wird Mentor für die verjüngte Truppe, der Header auf den Romanen ändert sich, der Name Jason Dark fällt komplett weg.
Und einigen Nachwuchs für diverse Posten gibt’s ja schon:
Marisa als Psychologin beim Yard … ihre Emma könnte dann z.B. Glendas Job übernehmen und die neue Sekretärin/Assistentin für Young Adult - John spielen.
Davina McCarthy hat bereits Father Ignatius den Rang abgelaufen, Christina Dick könnte Sir James ersetzen, da sie ja bereits voll drin ist in der Materie und zur Frauenpower-Strategie passen würde. Schließlich hat der magenkranke Pavian auch seine besten Zeiten hinter sich.
Aber da eröffnet sich dann ein Problem: es wurden ordentlich Frauen und Mädels reingebracht, was ist mit Jungs oder Männern? Irgendwie dürftig …
Bestes oder jüngstes Beispiel: der einzige neue und junge Knaben in der Riege wurde mit der Raunacht-Saga abgemurxt.
Oder John kriegt jetzt noch mehr Frauenpower an die Seite, weil …
… verlässlicher Kollege … ach was, lieber welche, die regelmäßig abtreten und dafür dann neue eingebracht werden können! Und wieso überhaupt Kerle als Sidekick? Wieso keine Sidekickin?
… Privatdetektivin und Freundin … neeee, wie langweilig und altbacken! Lieber ne Influencerin oder Youtuberin, die durch ihr loses Mundwerk und jede Menge Kraftausdrücke regelmäßig den richtigen Leuten auf die Füße tritt und so in Fälle schlittert!
Bester Freund … Familie … um Gottes Willen … ist doch total out! Wo gibt’s denn noch intakte, funktionierende Familien? Lieber gemischte WGs, Jugendheime oder irgendwas dazwischen, wo man schön was in jede Richtung draus machen kann! Da identifizieren sich ganz bestimmt viel mehr Leser mit und irgendjemand kann sicher immer das, was man gerade so braucht … oder hat den Hintergrund, aus dem man gut was machen kann!
Naja, alles ist möglich.
Dann wurde jüngst angekündigt, dass IRH seine und viele andere Handlungsstränge beendet. Ist ja toll, dass er das macht. Und ja, er kann schreiben … was im Grunde wohl auch niemand bezweifelt. Ist nur die Frage, wie man solch eine schöne Gabe einsetzt.
Und außerdem:
Warum beendet ER die Handlungsstränge anderer Autoren? Verschiedene Autoren mit verschiedenen Schreibstilen, Ideen und Ausdrucksweisen. DAS fand ich immer cool! DAS war doch die "Frischekur" für Sinclair vor ca. 12/13 Jahren. Warum beenden die nicht selbst ihre Stränge? Dürfen sie nicht? Wollen sie nicht? Keine Zeit? Haben sie ihre Stränge nicht zu Ende gedacht? Sind sie schon rausgeflogen, weil nur noch max. 2-3 Leute für Sinclair schreiben sollen, wenn überhaupt?
Mögliche Autoren:
Ian Rolf Hill für den totalen Überblick, Serienwissen und als Showrunner (wurde zumindest in den letzten drei Jahren energisch so aufgebaut)
Rafael Marques für den sehr beliebten Schreibstil, Aibon, Templer, Lost Places (wobei dann mehr Output kommen müsste, wenn IRH nicht nen extremen Vorlauf hat)
Marie Erikson für die neue, jüngere Generation der Leserschaft (wobei sie neben dem Brotjob auch viel Perry Rhodan und eigene Werke macht, was dann evtl. zeitlich knapp werden könnte)
Wie dem auch sei, wenns aus den entsprechenden Reihen keiner sagt, wird man das Warum und Wieso und WER denn nun? eh nicht erfahren.
Jedenfalls könnte John sich so halt ein neues, jüngeres Team bilden, bis er irgendwann nur noch als Mentor fungiert.
Einziges Manko:
Dann wäre es gar nicht mehr die Serie, die man vielleicht mal irgendwann kannte und mochte.
Naja, zumindest die, die sie schon länger lesen.
Aber wenn eh der Fokus auf Neueinsteiger liegt, was solls?
Für mich sind halt gerade die Figuren wichtig, für andere nicht. Und für Neuleser wohl überhaupt nicht, weil sie die alten gar nicht kennen. Wen juckts da schon groß, wenn man die alten Figuren rausschreibt und mit jüngeren, pfiffigeren, frecheren Figuren ersetzt, um für frischen Wind zu sorgen?
Und die könnte man dann immer in unregelmäßigen Abständen über die Klinge springen lassen.
Das sorgt schön für den nötigen Kick, hin und wieder für Schockmomente und ne ordentliche Portion Drama, wie es viele fordern oder scheinbar von Neueinsteigern erwartet wird.
Vielleicht gibt’s dann auch ein "Rebranding", was eh versehentlich mal für nen kurzen Moment gelauncht wurde, dann aber schnell wieder verschwand. Screenshot sei Dank wurde es zum Mahnmal des Bösen. Aber war vielleicht auch nur ein Probe-Design, wies mal aussehen könnte, muss ja gar nix heißen … nur WANN das versehentlich passiert ist, war interessant, da war von "Neustart" oder "JD wird aufgehört" noch weit und breit nix zu lesen …
Vielleicht verschwindet Jason Dark auch ganz vom Cover? Ihn drauf zu lassen wäre ja blöd, wenn er nicht mehr schreibt und nach nem Neustart isses nicht mehr SEINE Serie, sondern eine Serie ANGELEHNT an seine erdachte Serie … und wenn mans trotzdem lässt, wäre es glatt fake, weil er Sinclair ja mit anderen Intentionen und Zielen auf den Markt geworfen hat … die aber natürlich über 50 Jahre später total veraltet und für Neuleser mega ungeeignet sind.
Lieber für den Schockmoment zwischen Tür und Angel mal nen Kollegen oder Freund beseitigen, weil dann bleibts innovativ und man kann gleich wieder ne zeitgemäße neue Figur reinschmeißen. Ist doch toll! So schnell, wie die Zeiten sich heutzutage ändern, ist das sicher erforderlich, um en vogue zu bleiben!
Damit würde man die Komfortzone der bisherigen Leserschaft verlassen, könnte Wachstum generieren, relevanter werden oder schlicht ein breiteres/anderes Publikum finden.
Genau DAS scheint doch gewollt zu sein.
Das Einzige, was ich dabei nicht so ganz kapiere:
Wie viel neuer als jetzt soll dieser Neustart denn werden?
Dadurch, dass IRH ja schon so einiges "neu interpretiert" und vor allem mit ordentlich viel Epik, Drama und Action aufgemotzt hat, fühlte es sich doch jetzt schon anders an. Anfangs, als noch kleinere Brötchen nach neuen Rezepten gebacken wurden, wars völlig ok. Es war dosiert, man bekam neue Figuren, die ergänzten, ein bisschen mehr Action und verzwicktere Fälle, Ideen und Handlungen. Fand ich persönlich – weil ich mich bis zu einem gewissen Punkt für ziemlich kompromissbereit und tolerant halte – ziemlich cool!
Dann fingen die neuen Figuren an, die alten zu ersetzen.
Dann wurde alles immer epischer, höher, schneller, weiter … nicht nur in Mehrteilern, auch während der normalen fortlaufenden Handlung.
John fuhr plötzlich weder Bentley noch Rover, sondern … Audi.
Immer weniger Wahrzeichen … wohl auch zu altbacken.
Kürzlich wurde Sukos BMW geschrottet, kriegt der jetzt nen Citroen? Nen Opel? Vielleicht auch nen Skoda?
Scheinbar sind doch aktuell schon sooo viele Neuleser dazugekommen und die Zahlen sind gar nicht sooo im Keller, wie JD in nem Interview mal behauptet hat …
Also nochmal, wie viel neuer soll es denn werden?
Geht doch gar nicht mehr … also cut, alles alte weg, nur John bleibt und dann mal Feuer frei für die jüngere Riege!
Mal sehen, wer oder was dabei auf der Strecke bleibt.
Variante 2 – Long Story Short -
Das Autorenteam schrumpft gewaltig, der Serien-Header wird geändert.
Alles Offene wird beendet und runtergefahren.
John findet seinen alten Character wieder … das Sinclair-Team kriegt neuen Fokus … keiner spricht mehr von knackenden Knochen und Ermüdungserscheinungen, da schließlich das Team inkl. John nur wenig zwischen den Zeilen altert … Gegner werden wieder mehr normale Gegner und keine allmächtigen Bösewichte mit ausgeklügelten Plänen und Schlachten, die immer noch einen Twist auf einen anderen drauf setzen … die neuen Figuren bleiben, machen aber nicht mehr auf Hauptfiguren, sondern tun wirklich das, was anfangs versprochen wurde, sie ergänzen mit unterschiedlichen Charakterzügen für den nötigen Frische-Touch.
Dort könnte sich sogar JD nochmal für den ein oder anderen Gastroman und/oder ein Abschiedswerk zurechtfinden.
Man wird ja noch träumen dürfen …
Alternativ könnte auch jeder, den es genauer interessiert, mal selbst über einen längeren Zeitraum hinweg aktiv Meinungen und Rezensionen in entsprechenden Foren und Social Media Kanälen (vor allem in entsprechenden Gruppen) verfolgen.
Mein Fazit aus knapp drei Jahren:
Die wenigsten "Neuleser" hielten knapp eineinhalb Jahre am Stück durch, danach war von ihnen in Sachen Sinclair nach anfänglichem "Boar geil, Action und Blut!" … "Total cool, episch!" … usw. usf. kaum bis gar nix mehr zu sehen und zu lesen. Natürlich gibt es auch noch ein paar Neuleser, die immer noch "Boar, geil, Action!" schreien, keine Frage. Aber die sind weniger geworden. Oder haben keinen Bock mehr, das in Worten auszudrücken.
Was auffällig war: hauptsächlich wurden Action, Spannung und Geschwindigkeit hervorgehoben, kaum oder selten Gruselatmosphäre, Figuren, Charakterzüge o.ä., die nachhaltig Eindruck hätten hinterlassen können. Allenfalls kam hier und da mal "XY ist cool drauf" … "XY nervt mich nur noch" … "XY ist ne sympathische Figur" … "das Haus hatte ne schöne unheimliche Atmo" …
So mancher "Altleser" hat leider bereits das Handtuch geworfen. Einige kaufen nur noch fürs Regal, ab 2500 ist dann Schluss. Nur wenige erhoffen sich eine Besserung ab Band 2500.
Sie legten vornehmlich Wert auf die Figuren auf beiden Seiten, ihre Charakterzüge und ihr Verhalten. Außerdem hoben sie oftmals die Gruselatmosphäre hervor, wo sie eben zu finden war.
Die "Allesleser", die einfach nur Geschichten lesen wollen und nicht speziell auf Sinclair oder ein bestimmtes Genre fixiert sind, gehen das alles etwas gelassener an und man liest und sieht immer mal wieder auch JS-Rezensionen von ihnen. Sie kommentieren in erster Linie, wie die Story samt Protas funktioniert und auf sie gewirkt hat.
Dann gibt es noch die Sorte Fans, die alle Neuerscheinungen (Romane/Hörspiele) mit "Super, hab ich schon gekauft!" … "Freu mich drauf!" … kommentieren, aber nie oder selten folgt eine Rezi oder Meinung von ihnen. Lesen/Hören sie überhaupt oder sammeln sie nur, ums irgendwann wieder zu verkloppen? Oder haben sie einfach nur keine Lust, ihre Meinung dazu in Worte zu fassen und anderen mitzuteilen?
Die liest man jedoch von vielen bekannten oder wiederkehrenden Namen, aber auch da hat sich schon einiges geändert. Sie sind zwar immer noch offen und voller Neugier, was künftige Romane angeht, aber sie sind zum Teil sowohl der überbordenden Epik als auch der erschlagenden Anzahl von teilnehmenden Figuren überdrüssig. Leider bekommen diese Leute, die ihren Autoren jedoch oder trotzdem treu geblieben sind, wegen vereinzelter negativer Kritiken das Totschlag-Argument um die Ohren gehauen "Keiner zwingt dich, es zu lesen." Meiner Meinung nach gewinnt und behält man so keine Fans. Aber scheinbar ist man darauf ja auch nicht angewiesen. Mit-Fans können ihre Fan-Kollegen aber genauso angehen, weil sie kritischer Meinung sind. Andersherum kriegen auch gute Meinungen oftmals nur aufs Auge gedrückt "du findest doch eh alles gut, was XY schreibt".
Von den Hörspielen fang ich mal lieber gar nicht groß an, denn in der Sparte sieht es noch übler aus (sind aber auch etwas weniger Leute, als bei den Romanen).
Daher das Fazit in Kürze: Angefangen vom Intro, über das Produktionsteam und die Covergestaltung bis hin zur (Aus)Wahl einzelner Sprecher und bestimmter Vorgehensweisen wird sehr viel moniert, dem man allerdings auch ziemlich schmerzfrei gegenübertritt.
Irgendwann wird das abebben, denke ich.
Wenn keine Gegenreaktionen kommen oder mal hier und da auf Frust eingegangen wird, sondern nur auf Lob und Zustimmung, wird es ermüdend, weiterhin in irgendeiner Form seine Meinung kundzutun. Dann werden auch diese Hörer komplett ausbleiben, weil sich niemand für sie und/oder ihre Meinung interessiert. Oder sie sammeln ebenfalls nur noch, bis auch da das Interesse gänzlich nachlässt.
Bei mir wird’s die 200, danach ist Feierabend … sollte sich nicht gewaltig was ändern, was ich derzeit aber nicht sehe.
Ich denke, ich hab mich schon länger innerlich von Sinclair-Feeling, Charme, Lese-Leidenschaft und gewissen Werten der Serie verabschiedet und gehe mit einer Mischung aus allen "Neustart-Interpretationen" ins Rennen:
Ein Verlag ändert das bisherige künstlerische Image, die Art der Geschichten oder die Vermarktung der Serie bewusst, um eine andere Leserschaft anzusprechen. Mut zur Veränderung, oft verbunden mit dem Risiko, alte Fans zu verlieren.
Neupositionierung: Ein Neustart erlaubt es, den Tonfall (z. B. moderner), die Charaktere oder das Setting anzupassen, um eine stagnierende Marke oder ein Genre zu revitalisieren.
Allerdings ist das auch wieder irgendwie nebensächlich, weil ich zu der Fraktion gehöre, die sich noch Band 2500 ins Regal stellt und dann entweder von vorne liest oder den Sack ganz zumacht.
Wahrscheinlich eher von vorne lesen … denn einmal Fan, immer Fan … aber eben vom echten John Sinclair samt Crew!
"Man sieht es, man hört es und man riecht es ... !"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"
"Also ... das musst du uns erklären, Sheila ... !"
"Man sieht, dass die Whiskyflasche leer ist und hört, dass du voll bist ... und man riecht deine Fahne!"
Re: Neuausrichtung ab Band 2500. Was bedeutet das?
Ich hab mal ein bisschen drüber nachgedacht und mir ist es wie Schuppen aus den Haaren gefallen. Eigentlich liegt es doch offensichtlichst auf der Hand. IRH, der in den Romanen federführend verantwortlich ist, hat doch jetzt auch die Hörspiele unter seiner Fuchtel. Und die Verzahnung der erfolgreichen Hörspiele mit der Heftserie war ja bisher eher mittel, einfach schon durch die Riesen-Zeit-Lücke zwischen den Vorlagen für die Hörspiele und den Romanen. Ich kann mir vorstellen, dass das Level dazwischen angepasst werden soll, damit Hörer leichter ins Heft wechseln können. Die Hörspiele haben ja bei weitem nicht die Komplexität an Handlungsfäden wie die Heftserie, ist ja auch logisch.
Würde mich nicht wundern, wenn in Heft UND Hörspiel dann bald ein paar Figuren abtreten, damit auch die Lieblinge von IRH in Hörspielen auftauchen können, weil beide Reihen sich parallelisieren und dann dem gleichen Grundaufbau folgen.
Würde mich nicht wundern, wenn in Heft UND Hörspiel dann bald ein paar Figuren abtreten, damit auch die Lieblinge von IRH in Hörspielen auftauchen können, weil beide Reihen sich parallelisieren und dann dem gleichen Grundaufbau folgen.